Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)
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Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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15.–20. Jh.
Neuhochdeutschgewohnf.
Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg
gewohn , gewohne , II f. , alte substantivableitung zum vorhergehenden, in der älteren sprache vor allem aus oberdeutsch…
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Wortbildung
Komposita & Ableitungen mit gewohn
69 Bildungen · 66 Erstglied · 0 Zweitglied · 3 Ableitungen
Ableitung von gewohn
ge- + wohnen
gewohn leitet sich vom Lemma wohnen ab mit Präfix ge-, auf Verb-Stamm zurückgeführt.
gewohn‑ als Erstglied (30 von 66)
gewohnde
DWB
gewohnde s. gewohn II.
gewohnen
DWB
gewohnen , schwaches verb mit später entwicklung, die aber in der neuhochdeutschen periode bald wieder unterbunden wird. in den zuständigen …
gewohnhaft
DWB
gewohnhaft , adjectivbildung, die in der neuhochdeutschen periode keine wurzel faszte: für den wohnbegriff blieben formen ohne präfix bevorz…
gewohnheit
DWB
gewohnheit , fem. , ( in der älteren sprache vereinzelt auch ) n., ableitung von gewohn II ( s. sp. 6480), die für den begriff der consuetud…
gewohnheitartig
DWB
gewohnheitartig s. gewohnheitlich.
gewohnheitfreundschaft
DWB
gewohnheitfreundschaft s. gewohnheitsfreundschaft.
gewohnheitlich
DWB
gewohnheitlich , adjectiv, ableitung vom vorhergehenden substantiv, tritt in die lücke ein, die die neuere entwicklung von gewöhnlich ( s. d…
gewohnheitsmäßig
SHW
gewohnheits-mäßig Band 2, Spalte 1339-1340
Gewohnheitssäufer
SHW
Gewohnheits-säufer Band 2, Spalte 1339-1340
Gewohnheitssöffer
SHW
Gewohnheits-söffer Band 2, Spalte 1339-1340
Gewohnheitssüffer
SHW
Gewohnheits-süffer Band 2, Spalte 1339-1340
Gewohnheitstrinker
SHW
Gewohnheits-trinker Band 2, Spalte 1339-1340
Gewohnheitsanweisung
GWB
Gewohnheitsanweisung eine Instrucktion für den Bibliotheksdiener .. hat der vorige nur nach mündlicher und Gewohnheits-Anweisung sein Amt ve…
gewohnheitsbedürfnisz
DWB
gewohnheitsbedürfnisz , n. , vgl.: den abend gehe ich aber immer in gesellschaft, bin ich nicht gebäten so gehe ich zu Körner, zum canzler B…
gewohnheitsbetrug
DWB
gewohnheitsbetrug , m. , vgl. gewohnheitsdieb, vgl. wer wegen wiederholten betruges sich als geübter gewohnter betrüger zeigt strafgesetzbuc…
gewohnheitsdichter
DWB
gewohnheitsdichter , m. , vgl.: bei dem bloszen gewohnheitsdichter, der nur von der oberfläche wegsingt, was ihn gerade beschäftigt oder wie…
gewohnheitsdieb
DWB
gewohnheitsdieb , m. , ein der frühest belegten unter den entsprechenden zusammensetzungen ( s. gewohnheitssünde); vgl.: dass die gewerbsmäs…
gewohnheitsdiebstahl
DWB
gewohnheitsdiebstahl , m. , vgl.: im besonderen hat das österr. strafgesetzbuch scharf zwischen gewohnheitsdiebstahl und zweitem rückfall un…
gewohnheitsessen
DWB
gewohnheitsessen , n. , vgl.: die unwissenheit war truchsesz und trug etliche gemeine gewohnheitsessen auf, als: fleischesgelüsten, unrechts…
gewohnheitsflechse
DWB
gewohnheitsflechse , f. , vgl.: vielleicht wir alle hielten die bande, die ihn mit Flamin verschlangen, für dünne wenige fibern oder unempfi…
gewohnheitsformel
DWB
gewohnheitsformel , f. , vgl.: wenn nicht blosz das gleichgültige wiederhohlen einer todten gewohnheitsformel darunter ( unter dem glauben )…
gewohnheitsfreundschaft
DWB
gewohnheitsfreundschaft , f. , vgl.: die platonische liebe ist sicher gar ein seltener vogel und immer besetzt eine schlechtere oder ökonomi…
gewohnheitsfrevler
DWB
gewohnheitsfrevler , m. , s. gewohnheitsverbrecher.
gewohnheitsgefühl
DWB
gewohnheitsgefühl , n. , vgl.: der erste begriff einer neuen natur-entdeckung dagegen verletzt nicht selten mitten durchschneidend dieses zu…
gewohnheitsgesetz
DWB
gewohnheitsgesetz , vgl. gewohnheitsrecht.
gewohnheitsglaube
DWB
gewohnheitsglaube , m. , vgl.: der todte gewohnheitsglauben der ganz gedankenlosen Fr. Schlegel ( gesch. d. alten u. neuen lit. 14 ) 2, 157.
gewohnheitsleben
DWB
gewohnheitsleben , n. , vgl.: da aber der mensch ein thier der geselligkeit ist ... weil er eines andern nicht zum schutz, zur hülfe, zur ze…
gewohnheitsliebe
DWB
gewohnheitsliebe , f. , vgl.: überdem erzeugt die unglückliche zerteilung durch den blinden zufall (welche träge gewohnheitsliebe fortdauern…
gewohnheitsliebhaberei
DWB
gewohnheitsliebhaberei , f. , vgl.: dagegen ist das erstere durch den drang der umstände, gelegentliche hinzufügung, allmählich einherrschen…
gewohnheitsmässig
DWB
gewohnheitsmässig s. gewohnheitlich.
Ableitungen von gewohn (3 von 3)
gewohne
GWB
gewohne nach DWb 4.1.3,6470 “mit dem 18.jahrh. aus der schriftsprache verdrängt” historisierend für ‘gewohnt’ [ Erste Zigeunerin: ] Ist das …
ungewohn
DWB
ungewohn , adj. , gth. v. gewohn I, seit dem 17. jh. schriftsprachlich veraltet und durch ungewöhnlich, ungewöhnt ersetzt. an. úvanr; schwed…
ungewohn(e)
DWB
ungewohn(e) , f. , gth. v. gewohn(e) II, ungewohntheit: ungewöne Zimm. chr. 3, 198, 25. an. úvani; schwed. ovana; dän. uvane; ags. ungewuna;…