Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
genesen
genesen
genesen Vb. ‘gesund werden’, ahd. ginesan (9. Jh.), mhd. genesen, asächs. ginesan, mnd. genēsen, mnl. ghenēsen, nl. genezen, aengl. genesan, got. ganisan haben neben sich die unter nähren (s. d.) behandelten zugehörigen Kausativa. Mit den außergerm. Verwandten aind. násatē ‘tritt heran, sucht auf, vereinigt sich’, ástam ‘Heimat, Heimstätte’, griech. né͞isthai (νεῖσθαι) ‘zurück-, heimkehren’, nóstos (νόστος) ‘Rückkehr, Heimkehr’ (s. Nostalgie) führen sie auf die Wurzel ie. *nes- ‘wohlbehalten wohin gelangen, das sichere Heim erreichen’. Die alte Bedeutung des Verbs ist ‘heil davonkommen, gerettet werden, überleben’, sie bleibt bis ins 16./17. Jh., in der Wendung eines Kindes genesen bis zur Gegenwart erhalten; doch entwickelt sich der heutige engere Sinn ‘von einer Krankheit geheilt werden, gesunden’ schon in ahd. Zeit. – Genesung f. (17. Jh.).