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gebrechlich

mhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
16 in 16 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
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54
Verweise raus
63

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

gebrechlich

gebrechlich

brechen Vb. ‘in Stücke teilen, zerfallen’, ahd. brehhan ‘brechen, reißen, vernichten’ (8. Jh.), mhd. brechen, asächs. brekan, mnd. mnl. brēken, nl. breken, afries. breka, aengl. brecan, engl. to break, got. brikan (germ. *brekan) sind verwandt mit den im Ablautverhältnis stehenden Bildungen Brache, 1Bruch m. und Brocken (s. d.) sowie mit lat. frangere ‘(zer)brechen’ (mit nur präsentischem n; s. Fraktur), so daß sich ie. *bhreg̑- ‘brechen, krachen’ als Ausgangsform erschließen läßt. – Brecher m. ‘Sturzsee’ (19. Jh., nach engl. breaker). aufbrechen Vb. ‘sich auf den Weg machen, gewaltsam öffnen’, mhd. ūfbrechen; Aufbruch m., mhd. ūfbruch. ausbrechen Vb., ahd. ūʒbrehhan (Hs. 13. Jh.), mhd. ūʒbrechen. einbrechen Vb. ‘gewaltsam eindringen’, ahd. inbrehhan ‘eindringen, hineinstürzen’ (9. Jh.), mhd. īnbrechen; Einbruch m., mhd. īnbruch ‘das Eindringen, Eingriff, Schaden’; Einbrecher m. ‘wer gewaltsam eindringt und sich an fremdem Eigentum vergreift’ (16. Jh.). gebrechen Vb. ‘fehlen, mangeln’, mhd. gebrechen ‘brechen, fehlen, mangeln’; nur noch in es gebricht (mir) an etw., z. B. an Geld, Zeit, Mut (d. h. etw. bricht „geht“ mir ab, daher ‘es fehlt mir’). Vgl. ahd. gibrehhan ‘zerschmettern’, reflexiv ‘sich unterwerfen’ (11. Jh.). Dazu gehört der substantivierte Infinitiv Gebrechen n. ‘körperlicher Fehler, Krankheit’ (14. Jh.); vgl. dagegen mhd. gebreche m. ‘Mangel, Beschwerde, Krankheit’; gebrechlich Adj. ‘hinfällig’, mhd. gebrechlich. verbrechen Vb. ‘das Gesetz brechen, sich schwer vergehen’, ahd. firbrehhan (9. Jh.), mhd. verbrechen ‘zerschlagen, zerstören’, ursprünglich verstärktes brechen (wie zerbrechen), doch schon in mhd. Rechtssprache ‘eine Verbindlichkeit, ein Gebot übertreten, verletzen’. Der substantivierte Infinitiv Verbrechen n. ‘Straftat, schweres Vergehen’ in diesem juristischen Sinne erst im 17. Jh. Verbrecher m. ‘Gesetzesbrecher’ (17. Jh.); dagegen bezeichnet mhd. frühnhd. verbrecher jeden, der sich eines kleinen Vergehens schuldig macht. verbrecherisch Adj. (18. Jh.).
2011 Zeichen · 92 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    gebrëchlichadj.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    gebrëchlich adj. mangelhaft. myst. 1,119,2.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Gebrêchlich

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Gebrêchlich , -er, -ste, adj. et adv. welches nur in der dritten, und in einigen Fällen der zweyten Bedeutung des vorige…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    gebrechlich

    Goethe-Wörterbuch

    gebrechlich 1 (alters)schwach, nicht (mehr) belastbar a von Möbelstücken u -teilen Auf alte g-e Stühle waren Stöße roher…

  4. modern
    Dialekt
    gebrëchlich

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    gebrëchli ch [kəpraχli Betschd. ] Adj. zerbrechlich. — Schweiz. 5, 341.

  5. Sprichwörter
    Gebrechlich

    Wander (Sprichwörter)

    Gebrechlich 1. Wir sein all gebrechlich, sagt jhene äptissin, gieng sie mit eim kind. – Franck, II, 116 a ; Hoefer, 9. 2…

  6. Spezial
    gebrechlich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    ge|brech|lich adj. 1 zite (ziti, zitia), debl (-i, -a) 2 (kränklich) malatize (-zi, -zia) 3 ‹pop› (hinfällig) ciachele (…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gebrechlich

7 Bildungen · 5 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von gebrechlich 3 Analysen

ge- + brechlich

gebrechlich leitet sich vom Lemma brechlich ab mit Präfix ge-.

Alternativen: ge-+brech+-lich gebrech+-lich

gebrechlich‑ als Erstglied (5 von 5)

gebrechlichheit

KöblerMhd

gebrechlich·heit

gebrechlichheit , st. F. nhd. Gebrechlichkeit, Schwäche, Unvollkommenheit, Mangelhaftigkeit Vw.: s. un-* Hw.: vgl. mnl. gebrekelijcheit, mnd…

gebrechlichkeit

DWB

gebrechlich·keit

gebrechlichkeit , f. subst. zum vorigen, mhd. gebrechlicheit, mnd. breklichkeit, nl. gebrekkelijkheid. 1 1) fragilitas Henisch 1395 , Stiele…

gebrechlichkeit

FWB

1. ›Streit, Zwiespalt‹; 2. ›Gebrechlichkeit, Schwachheit; Vergänglichkeit‹

gebrechlich als Zweitglied (1 von 1)

ungebrechlich

KöblerMhd

ung·e·brechlich

ungebrechlich , Adj. nhd. „ungebrechlich“, fehlerlos ÜG.: lat. indeficiens Gl Hw.: vgl. mnl. ongebrekelijc, mnd. *ungebrēkelīk? Q.: Parad (1…

Ableitungen von gebrechlich (1 von 1)

ungebrechlich

KöblerMhd

ungebrechlich , Adj. nhd. „ungebrechlich“, fehlerlos ÜG.: lat. indeficiens Gl Hw.: vgl. mnl. ongebrekelijc, mnd. *ungebrēkelīk? Q.: Parad (1…