Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
freien
freien
freien Vb. ‘ehelichen, heiraten wollen, werben’, mhd. (md.) mnd. mnl. vrīen, nl. vrijen ‘werben, zur Frau nehmen, heiraten’ sind verwandt mit frei (s. d.) in seiner ursprünglichen Bedeutung ‘lieb’. Die Verben sind entweder direkte Entsprechungen von got. frijōn, asächs. friohon, aengl. frēogan, anord. frjā ‘lieben’ oder Ableitungen von einem Substantiv, das in asächs. frī, aengl. frēo ‘Weib, Frau’ bezeugt ist. Über Luthers Bibelübersetzung gelangt freien ins Hd. – Freier m. ‘Eheanwärter’, mhd. vrīer (auch ‘Freiwerber im Auftrag eines anderen’); geläufig ist die Wendung auf Freiersfüßen (umhergehen) ‘sich nach einer Braut umsehen’ (18. Jh.). Dazu das Abstraktum Freite f. ‘Brautwerbung’, mhd. vrīāt(e).