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FERKEL

nhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB2
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16 in 16 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Grimm Neubearbeitung (1965–)

FERKEL n.

Bd. 9, Sp. 343
FERKEL n.ahd. farhilî(n), mhd. verhelîn, verhel. abl. von farch n. das wort ist zuerst als dim. zu far(a)h n. bezeugt (vgl. farch). inlautendes irreguläres ‐k‐ tritt singulär im 12. jh. auf und setzt sich seit dem 14. jh. durch. im 15. jh. erste bezeugungen der form ferkel; die ursprüngliche suffigierung bleibt in der form ferkelein jedoch bis ins 17. jh. häufig. junges hausschwein: 9.jh. porcellus farheli ahd. gl. 3,449,4 S./S. ⟨u1240/ 50⟩ daz was rehte als daz värhelîn,/ daz dort ûf lît gebrâten Stricker verserz. 8,226 ATB. ⟨1.h14.jh.⟩ ein gebraten gefůltez ferhelin mache also: nim ein verkelin, daz drier wůchen alt si b. v. gůter spise 17 TSM. 1409 item 6 sol. dem lantkemerer vor 2 ferkel marienb. tresslerb. 576 J. 1525 do hat Pawel Schram 1 sau mit 2 ferkeln vor 17 sneberger genommen akten bauernkrieg Mitteldtld. 2,654 M./F. ⟨1572⟩ ich habe mehr saͤwe gesehen, die liessen acht oder neun fercklein bey jhnen vnd neben her lauffen Büttner Claus (1573)396. 1604 so las die ferckel wol absieden in einem wasser Colerus oecon. 1,161. 1652 dar zwischen kahm ein ander baur, brachte zu kauff zwey junge färckel Josten, wunder welt E2a. 1748 ein ferckel hat die eicheln lieb,/ ein junger kater wünscht sich mäuse Lichtwer aesop. fabeln 67. ⟨1797⟩ auf daß .. ihnen nie ein opferthier fehle, bekamen sie ein ferkel, so oft eine sau junge warf J. v. Müller s. w. 1,62. 1812 ferkel nennt man das junge schwein, bis es 18 wochen alt ist Thaer grundsätze (1809)4,376. 1876 das brod aber (war) verschimmelt und sauer, so daß es selbst die ferkel nicht fraßen Kapp Amerika 1,207. ⟨1927⟩ jede, wenn noch so arme familie im dorfe zog sich doch wenigstens ein ferkel groß Sohnrey dorf (1936)98. 1975 ich habe nur einmal im vorbeigehen eine sau ferkel gebären gesehen Struck mutter 35.mensch, dem (angebliche) eigenschaften eines schweins wie unsauberkeit in bezug auf körperpflege, lebenswandel u. ä. unterstellt werden. im 19. jh. selten auch mask.: 1832 was sich dieser unscheinbare weiße ferkel auf einmal herausstriegelt! Mörike 2,130 M. 1871 für letzteres (mensch mit schmutzigen gewohnheiten) giebt es keinen besseren und bezeichnenderen ausdruck, als ferkel oder schweinFoote, menschensystem 61. ⟨1927⟩ wer einmal gesehen hat, wie sich ein unteroffizier sonntags zum ausgehen fertigmachte: was sich das ferkel da alles nicht wusch Tucholsky 2,810 G.‐T./R. 1974 sie schwein, sie elendes ferkel Böll ehre 163.Schulz
2428 Zeichen · 70 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Fêrkel

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Das Fêrkel , oder Ferklein, des -s, plur. ut nom. sing. ein junges Schwein, bis es ein Vierteljahr alt ist. Anm. Ferkel,…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Ferkel

    Goethe-Wörterbuch

    Ferkel auch -ck- junges Hausschwein a Stuten und Fohlen zu hüten sei .. ein ganz anderes Wesen als sich mit Kälbern und …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Ferkel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Ferkel , Schwein von der Geburt bis zum Abspänen.

  4. modern
    Dialekt
    Fërkel

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Fërkel [Færkl Lützelstn. Lohr ; Fèərkl Rauw. ] n. junges Schwein, Ferkel: d Fërkle n han ih ne gewäscht un d d Mo h r ha…

  5. Sprichwörter
    Ferkel

    Wander (Sprichwörter)

    Ferkel 1. Am Ferkel wird oft gerochen, was die Sau verbrochen. Lat. : Quod sus peccavit, succula saepe luit. ( Sutor, 10…

  6. Spezial
    Ferkel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Fer|kel n. (-s,-) porcel jonn m. , pice porcel m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ferkel

63 Bildungen · 53 Erstglied · 10 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von ferkel 2 Komponenten

fer+kel

ferkel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

ferkel‑ als Erstglied (30 von 53)

Ferkelborn

SHW

Ferkel-born Band 2, Spalte 525-526

Ferkelarme(n)

LothWB

ferkel·armen

Ferkel-arme(n) Pl. Grindorf. die beiden Holzleisten (Arme) am hintern Teile des Wagens, an denen die Bremse befestigt ist.

ferkelden

WWB

ferkel·den

fer-kelden V. [ Arn Mes Olp Alt, verstr. bes. Bch Dor MSauerl] (+ sik ) sich erkälten. ⟨ Part.: - kullen u. - kollen ⟩

Ferkeldunge

WWB

Fer-keldunge f. [ Dor Arn] Erkältung. — Sprichw.: Ne Verkellunge duiert ohne Dokter äinentwintig Dage, met Dokter gnau drai Wiäken ( Arn Hg)…

Ferkelei

RhWB

Ferkelei -əlę·i. Trier ; -əlsərę·i. Bitb Sg. t. f.: Unsauberkeit; widerliches Benehmen.

ferkelglocke

DWB

ferkel·glocke

ferkelglocke , f. was sauglocke, rülps, ructus: so wirst du keine lust bei leuten auch verderben, wenn du die ferkelglock hübsch ofte schläg…

Ferkelkaninchen

Campe

ferkel·kaninchen

Das Ferkelkaninchen , des — s , d. Mz . w. d. Ez. bei Einigen die Benennung eines kleinen vierfüßigen Säugethieres, das einem Kaninchen ähnl…

ferkelkraut

DWB

ferkel·kraut

ferkelkraut , n. dasselbe, auch hyoseris und hippochaeris: Theod. Gaza hat es porcelliam verdolmetschet und dieweil es bei uns Teutschen kei…

Ferkelratte

Meyers

ferkel·ratte

Ferkelratte ( Capromys Desm .). Nagetiergattung aus der Familie der Trugratten, Tiere mit kurzem, dickem Leib und Hals, mittelgroßen, fast n…

Ferkelsbett

RhWBN

ferkel·s·bett

Ferkels-bett n.: Tragsack des Schweines, auch Ottw-Scheuren , Saarbg-Schoden .

Ferkel(s)händler

PfWB

ferkel·s·haendler

Ferkel(s)-händler m. : 'wer mit Ferkeln handelt', Ferkelhännler [ LU-Opp ], Ferkels-, Freckels-, s. Ferkel [verbr.]. Südhess. II 526 . —

Ferkel(s)handel

PfWB

ferkel·s·handel

Ferkel(s)-handel m. : 'Handel mit Ferkeln', Feʳkelhann(e)l [verbr.], Feʳkels- [ KU-Brück ZW-Battw ]. Iwwer'm F. werd Geld verdient [ ZW-Batt…

ferkel als Zweitglied (10 von 10)

Bigg (Ferkel)

Wander

Bigg (Ferkel) Bigg (Ferkel). Wenn di 't Bigg anbaden wurd, denn musst du de Sack ree hebben. ( Ostfries. ) [Zusätze und Ergänzungen] 2. Bigg…

Märzenferkel

Wander

maerzen·ferkel

Märzenferkel Märzenferkel, Märzenfohlen alle Bauern haben wollen. – Boebel, 84; Orakel, 338.

Mittwochsferkel

Wander

mittwochs·ferkel

Mittwochsferkel Mittwochsferkel sind verloren. Der Mittwoch und mit ihm der Freitag sind nach dem Volksglauben die rechten Unglückstage unte…

Saugefêrkel

Adelung

sauge·ferkel

Das Saugefêrkel , des -s, plur. ut nom. sing. ein junges Ferkel, welches noch sauget; im gemeinen Leben Sogferkel.

schildferkel

DWB

schild·ferkel

schildferkel , n. so bei Adelung und Campe für nld. schildverken, ein gürtelthier, s. Oken 7, 869 . Nemnich hat schildferken.

spanferkel

DWB

span·ferkel

spanferkel , n. ein junges noch saugendes oder eben abgesetztes schwein: spän - ferkel, porcellus nefrens, delicus, a mammis depulsus, oder …

Strassenferkel

Wander

strassen·ferkel

Strassenferkel Es ist ein Strassenferkel. Von einer ebenso faulen als schmuzigen Weibsperson, die sich geschäftslos auf Markt und Strassen h…

Stubenferkel

Wander

stuben·ferkel

Stubenferkel Stubenfaggadln und Andlkinna wed'n nicks nutz. ( Steiermark. ) – Firmenich, II, 769, 139. Stubenferkel und Grossmütterkinder we…