Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
enein Adv.
2 ‘untereinander, miteinander’
3 ‘gleich, gleichermaßen ohne Unterschied’
1 ‘in eins, zu einem, zusammen’ zuo uns kam diu werde minne / unde slôz uns beide vaste in ein KLD:UvL 57: 4,2; Wig 9475; drivalt inein gedrungen unde einlich indriu geflohten / bist dû [Gott] KvWLd 32,5; disiu einunge [der Seele mit Gott] ist vil næher, dan der einen tropfen wazzers güzze in ein vaz wînes: dâ wære wazzer und wîn, und daz wirt alsô in ein gewandelt, daz alle crêatûren niht enkünden den underscheit vinden Eckh 5: 269,6. 5: 33,4; LvRegSyon 4209. – ‘übereinstimmend, einig, eins’ ir beider wille stellet sich inein SM:Had 50: 1,3; diu vier rat [allegorische Räder am Wagen der Seele] wârn enein, / ie einez in dem andern schein LvRegSyon 2743. – hierher (oder zu 3?): schiere do er beraitet wart / und sinú dinc gesazte en ain [geordnet hatte (?)] RvEWh 575 2 ‘untereinander, miteinander’ sôs ir state under in zwein / niht wol mohten gehaben inein, / sô dûhte si der wille guot, / der gelieben dicke sanfte tuot Tr 16412; wer getrüege iemer under uns zwein / sô grôze vriuntschaft inein [wer brächte … zustande] ? ebd. 8488. 14314 u.ö.; SuTheol 254 3 ‘gleich, gleichermaßen ohne Unterschied’ si vohten freislîchen / zwêne tage al in ein [ equaliter pugnaverunt ] SAlex 2141; nie bas gestritten / wurde von rittern zwain. / ir baider hertzen waren in ain / verrigeltt gar mitt gewaltt GTroj 7674
MWB 1 1623,55; Bearbeiter: Runow