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Einbilden

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Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Einbilden

Bd. 1, Sp. 1688
Einbilden, verb. reg. act. 1. * Eigentlich, das Bild einer Sache einer andern einverleiben; in welcher im Hochdeutschen völlig ungewöhnlichen Bedeutung es noch bey dem Opitz heißt: Ich fand[] in ihr dich so gebildet ein, für abgebildet. 2. Figürlich, als ein Reciprocum, sich einbilden, sich in Gedanken ein Bild, eine Vorstellung von einer Sache machen. 1) Überhaupt. Ich konnte es mir leicht einbilden, daß es so kommen würde. Ich kann mir unmöglich einbilden, daß er dieser Boßheit fähig seyn sollte. Das konnte ich mir einbilden, daß sie mir widersprechen werden, Gell. Ehedem war auch das einfache bilden in diesem Verstande üblich. Ey wenn ich bilde mir ir zuht So wirt mein muot u. s. f. König Wenzel. 2) In engerer Bedeutung, mit verschiedenen Nebenbegriffen und Einschränkungen. (a) * Sich Hoffnung auf etwas machen; ein im Hochdeutschen ungewöhnlicher Gebrauch. Ich bilde steif mir Gottes Beystand ein, Opitz. (b) Sich eine ungegründete Vorstellung, einen falschen Begriff machen. Bilde dir doch das nicht ein. Er bildet sich ein, alle Leute wären so wie er. Sich etwas steif und fest einbilden, im gemeinen Leben. Auch active, einem etwas einbilden, ihn bewegen eine ungegründete Sache für wahr zu halten, kommt zuweilen vor. Eine eingebildete Hoffnung, eine ungegründete Hoffnung. (c) Sich eine ungegründete Vorstellung von seinen eigenen Vollkommenheiten machen. Er bildet sich viel ein. Er bildet sich nichts geringes ein. Darauf darfst du dir nichts einbilden, du hast nicht Ursache stolz darauf zu seyn. Was bildest du dir ein? Wozu verleitet dich dein Stolz? Ein eingebildeter Mensch, der sich viel einbildet, ein stolzer Mensch; in den niedrigen Sprecharten ein einbildischer oder einbilderischer Mensch.
1721 Zeichen · 30 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Einbilden

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Einbilden , verb. reg. act. 1. * Eigentlich, das Bild einer Sache einer andern einverleiben; in welcher im Hochdeutschen…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    einbilden

    Goethe-Wörterbuch

    einbilden 1 einprägen die Mythologie der Griechen, durch die größten Künstler der Welt in sichtliche leicht einzubildend…

  3. modern
    Dialekt
    einbilden

    Bayerisches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    einbilden Band 2, Spalte 2,813f.

  4. Sprichwörter
    Einbilden

    Wander (Sprichwörter)

    Einbilden 1. Manche bilden sich ein, ihre Eier seien mehr werth, als anderer Leute Hühner. – Winckler, V, 39. 2. Mancher…

  5. Spezial
    einbilden

    Russ.-Dt. Übers. (de-ru)

    einbilden sich (D) auf etw. nichts ~ fest. не заблуждаться, не иметь иллюзий, не тешить себя иллюзией (или иллюзиями) au…

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Zerlegung von einbilden 2 Komponenten

ein+bilden

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einbilden‑ als Erstglied (1 von 1)

einbilden [sich ~]

LDWB2

einbilden·sich

ein|bil|den [sich ~] vb.refl. 1 (sich vorstellen) se imaginé 2 (sich einreden) , se fissé, se baié ite, crëie (crëi, cherdü) 3 (überzeugt se…