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Edom

mnd. bis Lex. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Edom

Bd. 5, Sp. 380
Edom (Idumäa), die südliche Fortsetzung Palästinas (s. Karte »Palästina«) von dem Südende des Toten Meeres bis zum Nordende des Älanitischen Meerbusens (Golfs von Akaba), ist vielfach von Felsenklüften und Gebirgen durchsetzt; im N. ist es durch das tiefe Felsental El Ahsi von dem Lande der Moabiter geschieden, während im W. und O. seine Grenzen unbestimmt und wechselnd waren. Im O. erhebt sich als Fortsetzung der moabitischen Berge das Gebirge Seïr; sein höchster Gipfel ist der 1329 m hohe, aus Buntsandstein bestehende Hor, an dessen Ostabhang die Felsenstadt Petra liegt. Die meist nackten, wilden Gebirge bergen manche fruchtbare Oase. – Schon früh waren die Edomiter, Abkömmlinge des E. oder Esau, den ihnen nächstverwandten Israeliten feindlich gesinnt; von Saul wurden sie besiegt und von David unterworfen; Salomo rüstete in den edomitischen Häfen eine Handelsflotte aus. Bei der Teilung des Reiches fielen die Edomiter an Juda, lösten sich unter Joram von demselben ab, bis sie von Amazia und Usia wieder unterjocht wurden; unter Ahas rissen sie sich abermals los und halfen sogar bei der Zerstörung Jerusalems durch Nebukadnezar (586 v. Chr.). Damals bemächtigten sie sich Südpalästinas mit Hebron, wurden jedoch später von Juda, dem Makkabäer, geschlagen und von Johann Hyrkan völlig unterworfen. Ihnen entstammten der Prokurator Antipater und sein Sohn Herodes d. Gr., König von Judäa. Seit etwa 300 v. Chr. waren in das Gebirge Seïr arabische Nabatäer eingedrungen, so daß der Name E. (latinisiert Idumaea) gegen W. rückte; doch verschwindet er seit der Zerstörung Jerusalems durch Titus für immer aus der Geschichte, das Land wurde fortan in dem Namen Arabien (Arabia Petraea) inbegriffen. Bedeutendere Städte waren: Sela (griech. Petra, s. d.) und die Häfen Elath (Älana, s. d.), Bozra (s. d.) und Ezjongeber, von wo Salomos Flotte nach Ophir segelte. Im talmudischen Schrifttum wird unter E. auch »Rom, das Römische Reich« verstanden.
1963 Zeichen · 32 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    edomM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    edom , M. Vw.: s. ēgendōm Son.: örtlich beschränkt

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Edom

    Goethe-Wörterbuch

    Edom im AT Land südl Kanaan; nur in G-s bibelkrit Studie ‘Israel in der Wüste’; mehrf ‘Land E.’, auch ‘Gebirge E.’ 7,169…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Edom

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Edom , s. Idumäa .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit edom

16 Bildungen · 4 Erstglied · 12 Zweitglied · 0 Ableitungen

edom‑ als Erstglied (4 von 4)

edomatio

MLW

edomatio , -onis f. coercitio — Bezwingung : Meginh. Bamb. fid. p. 255,11 numquid ... carnis mortalitatem exuerant, quos tam constanter ad i…

Edomiter

GWB

edom·iter

Edomiter Bewohner Edoms (sd) 7,169,25 DivNot Israel iWüste Rose Unterberger R. U.

edomitisch

GWB

edomitisch zu Edom (sd) gehörig 7,169,28 DivNot Israel iWüste Rose Unterberger R. U.

edom als Zweitglied (12 von 12)

pedom

KöblerIdg

*pedom , Sb. nhd. Boden, Platz (M.) (1), Schritt ne. ground (N.); RB.: Pokorny 790 Hw.: s. *pē̆d- (2) E.: s. *pē̆d- (2) W.: gr. πέδον (pédon…

âsegedôm

MNWB

asege·dom

+° âsegedôm (asige- , asigen- , asingendom) , n. , Urteil.

bischedôm

MNWB

bischedôm , n. , auch m. , s. bischopdôm Bischofstum, bischöfliche Würde, Bistum.

māgedôm

MNWB

mage·dom

māgedôm , māget- , m. , Jungfräulichkeit, Unbeflecktheit, de m. sünte Mârien, den m. behōlden, nēmen.

sêk(e)dôm

MNWB

seke·dom

sêk(e)dôm (segdom) , -duͦm , m. , Krankheit , de rôde s. die Ruhr; Menstruation.

vicedôm

MNWB

vice·dom

+ vicedôm , -duͦm , m. , Viztum, Vertreter eines obersten Würdenträgers, im bes. des Domdekans (vicedominus).

vizedom

KöblerMnd

vize·dom

vizedom , M. Vw.: s. vicedōm L.: Lü 482a (vizedom)

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „edom". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/edom/meyers
MLA
Cotta, Marcel. „edom". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/edom/meyers. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „edom". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/edom/meyers.
BibTeX
@misc{lautwandel_edom_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
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  year         = {2026},
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  urldate      = {2026-05-09},
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