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Dom

ahd. bis spez. · 22 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
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33 in 22 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Dom

Bd. 1, Sp. 1512
Der Dom, des -es, plur. die -e. 1) Eigentlich, eine Art eines runden, hohen Daches, welches man noch häufiger eine Kuppel zu nennen pfleget, S. dieses Wort. Eine Kirche mit einem prächtigen Dome. Diese Bedeutung ist zwar im Hochdeutschen selten, allein im Oberdeutschen kommt sie noch zuweilen vor. 2) Figürlich, eine Kirche mit einem Dome, und weil nur die bischöflichen Kirchen ehedem auf diese Art gebauet wurden, eine Kirche, an welcher sich ein Hochstift befindet, eine Kathedral-Kirche, oder die Hauptkirche eines Erzbischofes oder Bischofes; eine Domkirche. In dieser Bedeutung ist das Wort heut zu Tage, besonders im Hochdeutschen, noch am üblichsten. In weiterer Bedeutung wird zuweilen im gemeinen Leben auch eine jede Stiftskirche, eine Collegial-Kirche, ein Dom, oder eine Domkirche genannt, wie z. B. von dem Dome zu Erfurt bekannt ist, obgleich auch dieser anfänglich zu einer bischöflichen Kirche gestiftet worden. Anm. Im Deutschen kommt dieses Wort wohl am ersten in den Monseeischen Glossen vor, wo Tuom, durch matrix, d. i. eine Mutterkirche, oder Kathedral-Kirche, erkläret wird. Im Oberdeutschen lautet dieses Wort noch jetzt Thum. Der Mangel der Kenntniß der eigentlichen Bedeutung hat Wachtern und viele andere verführet, dieses Wort von dem veralteten Duom, Thuomo, Gericht, Gewalt, abzuleiten, S. Thum, welcher Ableitung selbst ein sonst so scharfsichtiger Ihre beypflichtet, welcher glaubet,[] die Domkirchen hätten von der mit denselben verbundenen geistlichen Gerichtsbarkeit den Nahmen. Allein δωμα, in dem mittlern Lateine Doma, bedeutete anfänglich einen Altan, hernach eine Kuppel, welche Bedeutung das Franz. Dome noch jetzt hat. S. du Fresne Gloss. v. Doma. Domo, Duomo, ist im Ital. gleichfalls eine Kathedral-Kirche, und es ist glaublich, daß die Deutschen das Wort aus dieser Sprache entlehnet haben. Wäre diese Ableitung nicht vorzüglich wahrscheinlich, so würde das Lat. Domus alle Mahl eine bessere Abstammung an die Hand geben, als das veraltete Duom, Gericht; indem die Kirchen in den mittlern Zeiten sehr oft ein Haus, domus, desjenigen Heiligen genannt werden, zu dessen Ehre sie gestiftet waren. S. auch Münster.
2156 Zeichen · 30 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    dōm

    Althochdeutsches Wörterbuch

    dōm s. tuom st. m. n.

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    domm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    dom m. s. dëhem.

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    ²dômm.

    Mittelniederdeutsches Wb. · +4 Parallelbelege

    2 dôm (duͦm) , m. , 1. Dom, Hauptkirche. 2. *° In Hamburg übertragen auf die in der Domhalle vor Weihnachten stattfinden…

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Dom

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Der Dom , des -es, plur. die -e. 1) Eigentlich, eine Art eines runden, hohen Daches, welches man noch häufiger eine Kupp…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Dom

    Goethe-Wörterbuch

    Dom im Fremdzit 1) ‘Thum’ 14,296 Faust I Plp A 1 (ehemalige) Bischofs-, Stiftskirche mit Chor, Hauptkirche einer Stadt, …

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Dom

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +5 Parallelbelege

    Dom , portug., dasselbe was das span. Don, aus dem lat. dominus .

  7. modern
    Dialekt
    Dom

    Bayerisches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    Dom Band 3, Spalte 3,1845

  8. Sprichwörter
    Dom

    Wander (Sprichwörter)

    Dom 1. Der Dom es nit en einem Johr gebaut. ( Köln. ) – Firmenich, I, 471, 10. 2. Im Dom is et ut, im hilgen Geest kling…

  9. Latein
    dom

    Mittellateinisches Wb.

    dom v. dum . Niederer

  10. Spezial
    dom

    Ladinisch-Deutsch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    dom [dọ̄m] m. (-s) Dom m., Bischofskirche f ., Kathedrale f ., Stiftskirche f ., Münster n.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit dom

551 Bildungen · 477 Erstglied · 70 Zweitglied · 4 Ableitungen

dom‑ als Erstglied (30 von 477)

Domes

SHW

Dom-es Band 1, Spalte 1569-1570

Domfabrik

SHW

Dom-fabrik Band 1, Spalte 1569-1570

Domgückel

SHW

Dom-gückel Band 1, Spalte 1569-1570

Dompfaff

SHW

Dom-pfaff Band 1, Spalte 1569-1570

Domviertel

SHW

Dom-viertel Band 1, Spalte 1569-1570

Doma(l)

BWB

Doma(l) Band 3, Spalte 3,1649f.

domabilis

MLW

domabilis , -e . 1 qui domari potest — zähmbar : Albert. M. animal. 2,49 ‘hoc (sc. Indicum) animal’ ... ‘est agreste’, vix -e domabile , ‘co…

Domäne

Pfeifer_etym

Domäne f. ‘Staatsgut, Spezialgebiet’; um 1600 wird frz. domaine in der speziellen Bedeutung ‘landesherrlicher Grundbesitz, Kammergut’ ins Dt…

DOMÄNEN

DWB2

DOMÄNEN-. substantivische zuss. mit domäne 1 . bezeichnungen für institutionen, personen, ländereien, einkünfte u. ä., die im zusammenhang m…

domänenamt

DWB2

domaenen·amt

domänenamt n. : 1749 Bock Preussen 116. 1961 Schatz behördenschriftgut 286.

domänenrat

DWB2

domaenen·rat

domänenrat m. : 1724 d. neueste v. gestern 2,137 B. 1841 Mörike br. 2,20 F./K.

domänenwesen

DWB2

domaenen·wesen

domänenwesen n. : 1766 n. corp. constitutionum pruss.-brand. 4 ( 1771 ) 425. 1791 öst. zentralverwaltung II 4, aktenstücke 172 W. H. Rahnenf…

domalis

MLW

dom·alis

* domalis , -e . (domare) mansuetus, domitus — zahm, abgerichtet, dressiert (de re v. A.-M. Bautier, BullPhilHist. Année 1976. p. 217): Char…

doman

LDWB1

doman [do·mạŋ] I adv. morgen, der morgige Tag ( → indoman) II f.sg. 1 Tag m., Tageshelle f., Morgendämmerung f. , der anbrechende Morgen 2 (…

domanda

LDWB1

dom·anda

domanda [do·mạn·da] f. (-des) 1 Frage f., Anfrage f. 2 Ansuchen n., Gesuch n., Antrag m., Beantragung f., Ersuchen n. 3 Nachfrage f. 4 Anlie…

domandarampin

LDWB1

domanda-rampin [do·mạn·da-ram·pịŋ] f. (domandes-rampin) Fangfrage f.

Domaniāl

Meyers

Domaniāl (lat.), die Domäne betreffend, zur Domäne gehörig; daher Domanialgut , Domänengut (s. Domäne ).

dom als Zweitglied (30 von 70)

gudom

KöblerIdg

*gudom , Sb. nhd. Darm, Eingeweide ne. intestines; RB.: Pokorny 393 Hw.: s. *gēu- E.: s. *gēu-

mendom

KöblerIdg

*mendom , Sb. nhd. Fehler, Gebrechen ne. mistake (N.); RB.: Pokorny 729 (1217/82), ind., ital., kelt. Hw.: s. *mendā W.: lat. mendum, N., kö…

pedom

KöblerIdg

*pedom , Sb. nhd. Boden, Platz (M.) (1), Schritt ne. ground (N.); RB.: Pokorny 790 Hw.: s. *pē̆d- (2) E.: s. *pē̆d- (2) W.: gr. πέδον (pédon…

saldom

KöblerIdg

*saldom , N. Vw.: s. *sald-<o:p></o:p>

Sodom?

KöblerAhd

*Sodom? , Sb.=ON nhd. Sodom ne. Sodom Hw.: s. *sodomolant?, *sodomoloiti?, *sodomorīhhi?; vgl. as. *Sodom? E.: s. lat. Sodoma, F., ON, Sodom…

Öllerdom

MeckWBN

Wossidia MeckWB Öllerdom n. 2. alte Geschichte, Sage, in hd. Lautform: 'n Altertum Wo. Sag. 2, XIX; hierzu: Altertümels weit ick nich XIV.

ādeldôm

MNWB

adel·dom

ādeldôm , m. , n. , Abstammung, Adel, Vornehmheit , adliges Wesen, adliger Stand.

âsegedôm

MNWB

asege·dom

+° âsegedôm (asige- , asigen- , asingendom) , n. , Urteil.

bischedôm

MNWB

bischedôm , n. , auch m. , s. bischopdôm Bischofstum, bischöfliche Würde, Bistum.

bischopdôm

MNWB

bischop·dom

bischopdôm , bischedôm , -dum , n. , (m.) 1. Bistum, Diözese. 2. bischöfliche Würde, bischöfliches Amt.

ēdeldôm

MNWB

edel·dom

ēdeldôm , eddel- , -duͦm , m. , s. ādeldôm, Abstammung, Adel, Vornehmheit, Vortrefflichkeit der Art, des Wesens, adlige Gesinnung , adliges …

eidom

KöblerMnd

eidom , M. nhd. Eidam Hw.: vgl. mhd. eidem, mnl. eidom E.: s. ahd. eidum 28, eidam, st. M. (a?), Eidam, Schwiegersohn; germ. *aiþuma, *aiþum…

eldesdôm

MNWB

elde·s·dom

° eldesdôm , -duͦm , n. , Amtgut eines Amtsbezirks , mit dem das Schulzenamt verbunden ist (Haltaus 312: „ eltestum senioratus, sculteti off…

Förstendom

MeckWBN

forsten·dom

Wossidia MeckWB Förstendom n. Fürstentum; prägnant in hd. Lautung: dat Fürstentum das Fürstentum Ratzeburg (zu Mecklenburg-Strelitz gehörig)…

hôchdôm

MNWB

hoch·dom

° hôchdôm , m. , Verwandtschaft in aufsteigender Linie (SL).

jȫdendôm

MNWB

joden·dom

jȫdendôm , m. , Judentum, jüdische Art, nur übertr. de rö̑mische j. das papistische Gesetzeswesen (Nic. Gryse Spegel R 16).

joncfroudom

KöblerMnd

joncfroudom , N. Vw.: s. juncvrouwedōm*

juncvrûwdôm

MNWB

° (juncvrûwdôm) (joncfroudom) in der Vbdg. in j. sitten unverheiratet sein (Nigels Chr. 47) (dän. jomfrudom ).

Ableitungen von dom (4 von 4)

dome

AWB

dome I 38,1 s. tuom 2 st. m.

Erdom

MeckWB

Erdom s. Irrtum .

gedom

RhWB

ge-dom gedm Saarbg , Bitb , Trier , Bernk Adj. präd.: geduldig, zahm. ermattet, aber erst so geworden durch Bändigen, Finden eines Herrn De…