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Dolde

mhd. bis Dial. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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17 in 16 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Dolde

Bd. 1, Sp. 1388
Dolde Rhfrk dulən Sg. u. Pl. [dul Goar-Camp, Wittgst (neben -o-)]; WMosfrk von Saarbr an bis Malm dǫ·l.ən [Bitb-Wiersd -a-]; vereinzelt auch im SRip in Bo-Mehlem, Sieg-Rhönd, in May, Aden, Ahrw dǫ·l.ən u. dǫ·l. m.; OMosfrk in Zell, Koch, Kobl, Goar, Westerw, Siegld dǫ·l. f. [auch WMosfrk in Trier-Fell Schweich]; das Rip u. Berg hat eine auf duolde zurückgehende Form, u. zwar dō:lə(n) m. Sieg, MülhRh, Waldbr, Gummb, Remschd, Bo [dū·ə.l Waldbr-Morsb Wallershsn; -ō:-, Pl. -:- f. Bo-Walberbg, Waldbr-Sinspert, Altk-Birken]; dō:l f. Mettm-Cronenbg; dō:ldər m. MülhRh-Overath, Wippf-Engelsk, Sieg-Hänschd; -lər Sieg-Lohmar (veralt.); SNfrk do·u. in Grevbr, Erk, MGladb, Kemp-Waldniel; dø·y. Kemp-Born; Sol f. dǫ·u.l: 1. an Bäumen u. Pflanzen. a. Baumwipfel Allg. mit Ausnahme des Geb., wo 1 c gilt [abgeschlagener Wipfel Saarl-Hüttersd]. — b. Spitze einer Pflanze uWupp, Waldbr-Dattenf; Gipfeltrieb der Reben; D.ə mache diese kürzen Ahr; junger Spross an Reben Saar, Mos bis Bernk. — c. die untersten stärksten Äste eines Baumes, da wo der Stamm sich zu verzweigen beginnt; im einzelnen gesunder, starker Ast mit Zweigen Kobl, Goar, Siegld, Waldbr, Gummb, MülhRh, Sieg, Selfkant (do·u.). — Enge Gabelung zweier Äste, durch die man beim Klettern schlecht schlüpfen kann May-Kottenh. — d. doldenähnlicher Stock- u. Wurzelausschlag, z. B. der Eichen nach dem Roden, dem Lohschälen Wend, Birkf, Merz, Trier-Ld (Saar). — e. meist Demin. Dellche Zweig voller Früchte, etwa Kirschen, den man zum Herunterwerfen abbricht Mosfrk. — f. Haselnüsse zu mehreren an einem Stiele Neuw. — 2. übertr. a. die Spitze des Kirchturms Bitb-Rittersd. — b. kleine Holz- oder Tonpfeife Kobl-Horchh. — c. verächtl. Kopf Allg. Den os net fest om (im) Dollen närrisch Prüm-Ihren; et wingt (windet) em in den Dolen Waldbr-Dattenf; ich hauen der en iwer (an in) den Dollen, datsde mens, de hätts Nomənsdag! Eif; de hat et huəch em Dou on niər en de Täsch MGladb-Neuwerk. — Dir (dürr) Doll Glatze May-Hatzenp.
2033 Zeichen · 58 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    DOLDE

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +2 Parallelbelege

    DOLDE s. TOLDE.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Dolde

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Dolde , plur. die -n, ein im Hochdeutschen beynahe veraltetes Wort, welches den Gipfel einer jeden Sache, besonders …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Dolde

    Goethe-Wörterbuch

    Dolde büschelförmiger Blütenstand Heracleum speciosum, giganteum .. Von der Blüthe red ich nicht, zu deren eigentlicher …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Dolde

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Dolde , Doldenblüthe (umbella) , heißt in der botan. Kunstsprache ein Blumenstand, wo an der Spitze eines Hauptblumensti…

  5. modern
    Dialekt
    Dolde

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    Dolde Band 3, Spalte 3,1834f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit dolde

51 Bildungen · 40 Erstglied · 11 Zweitglied · 0 Ableitungen

dolde‑ als Erstglied (30 von 40)

doldeln

DWB

doldeln , kräuseln, in locken bringen, als gold gespunnen was ir har, gedoldelt als die treubel Suchenwirt xxv, 212 .

Doldenblume

SHW

Dolden-blume Band 1, Spalte 1561-1562

Doldenartig

Campe

dolden·artig

Doldenartig , adj. u. adv. nach Art einer Dolde. Ein doldenartiges Blatt, ein solches, wo an der Spitze des Blattstieles eine große Anzahl v…

Doldenblütig

Campe

dolden·bluetig

○ Doldenblütig , adj. u. adv. in der Pflanzenlehre, nach Art der Dolde blühend, Doldenblumen tragend.

doldenblume

DWB

dolden·blume

doldenblume , f. eine doldenförmige, eine schirmblume. dolderblumen umbelliferi Stieler 203 .

Doldenende

RhWB

dolden·ende

Dolden-ende dō:lənę·ŋ.k uWupp n.: scherzh. Kopf. Enem jet op et D. geven.

Doldenform

GWB

dolden·form

Doldenform Übergang der D. zur Kipfform N13,145,25 u 175,28 Morph Plp Brigitte Mattausch B. M.

Doldenfrüchtchen

Meyers

dolden·fruechtchen

Doldenfrüchtchen ( Hängefrüchtchen ), die für die Doldengewächse charakteristische Form des Doppelachaeniums (s. Frucht ).

doldengewächs

DWB

dolden·gewaechs

doldengewächs , n. schirmpflanze. eichenwälder, mespilusarten und doldengewächse, wie in unsrer deutschen heimat Humboldt Kosmos 1, 13 . ver…

Doldenholz

RhWB

dolden·holz

Dolden-holz dǫ·l.ən-holts Prüm-Flering n.: das Holz der Äste u. Zweige eines Baumes.

Doldenhorn

Meyers

dolden·horn

Doldenhorn , schweizer. Alpengipfel, auf dem Nordkamm des Lauterbrunnentals im Berner Oberland, ist 3647 m hoch.

doldenisop

DWB

dolden·isop

doldenisop , m. dessen blätter an dem gipfel gleich einer dolde zusammenstehen Adelung.

Dolden-Isopp

Adelung

Der Dolden-Isopp , des -es, plur. inus. in den Gewächshäusern, eine Art Isoppes, dessen Blätter an dem Gipfel in der Gestalt einer Dolde nah…

Doldenrispe

Meyers

dolden·rispe

Doldenrispe ( Corymbus ), ein Blütenstand, der eine Rispe mit doldenartig in eine Ebene gestellten Blüten darstellt, z. B. beim Holunder.

doldenschoß

DWB2

dolden·schoss

doldenschoß m. , n.: 1579 wann sie junge toldenschoß bekommen, soltu den setzlingen keyne andere schoß .. lasen, dan alleyn .. die besten Se…

doldenspitz

DWB2

dolden·spitz

doldenspitz m. : 1468 Diefenbach n. gl. 27 b . 1925/40 bad. wb. 1,496 a . 2 zu dolde A 2 ; pflanzentrieb, zweigspitze:

doldenspitze

DWB2

dolden·spitze

doldenspitze f. : 1489 cyma est virgarum summitas toldenspitze Brack voc. rer. i 3 b . 3 zu dolde B 1 ; vorwiegend in botanischer terminolog…

doldenträger

DWB2

dolden·traeger

doldenträger m. : 1911 Worgitzky lebensfragen 246. – für einzelne pflanzen anderer ordnungen:

dolde als Zweitglied (11 von 11)

hopfendolde

DWB

hopfen·dolde

hopfendolde , f. erste sprosse des hopfens. Frisch 1, 466 a . aus Colerus hausbuch.

rebendolde

DWB

reben·dolde

rebendolde , f. oenanthe, eine gattung doldenpflanzen. Nemnich 4, 752 .