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Dame

mhd. bis spez. · 19 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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25 in 19 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Dame

Bd. 4, Sp. 436
Dame (franz.; ital. Dama, Donna, v. lat. domina, »Herrin«), Ehrentitel, der ursprünglich nur den adligen Franen zustand und als Notre Dame sogar der Mutter Gottes gegeben wurde. Später setzte man meist das zueignende Fürwort ma (Madame) davor. Die Königin von Frankreich wurde Madame angeredet (hier also gleichbedeutend mit Majestät), und die königlichen Prinzessinnen Frankreichs hießen Dames oder Mesdames de France (vgl. Madame). D. d'honneur ist Bezeichnung einer Hofdame, der diese Würde aus Rücksicht auf ihren Stand oder den ihres Mannes verliehen ist (s. Ehrendame), während D. de la cour jede D. genannt wird, die Zutritt bei Hofe hat. Unter Dames du palais (Palastdamen) verstand man am französischen Hofe früher alle Damen, die zum Hofstaate der Prinzessinnen gehörten und ihnen je nach der Art ihres Dienstes und gemäß ihrer Rangordnung aufwarten mußten. Den ersten Platz unter ihnen nahm die Oberhofmeisterin (D. d'honneur) ein; diejenige, die speziell mit der Toilette beauftragt war, hieß D. d'atours. Ironisch, aber allgemein nennt man schon seit langer Zeit die Fisch- und Hökerweiber der großen Pariser Markthalle, überhaupt sämtliche Marktweiber Damen (les dames de la halle), weil sie dem König bei gewissen Gelegenheiten gratulieren und einen Blumenstrauß überreichen durften. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrh. kam der Titel D. auch nach Deutschland, wurde anfangs nur in anrüchiger Bedeutung gebraucht und gelangte erst allmählich zu Ehren. Jetzt gebraucht man das Wort D., besonders in Frankreich, für Frauen der bessern Stände (vgl. Dietrich, Frau und D., Marb. 1864). – In den französischen Spielkarten heißt D. die im Rang zwischen dem König und dem Buben stehende Figur, im Schachspiel die Königin; vgl. Damespiel.
1755 Zeichen · 30 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    damesw. F.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    dame , sw. F. nhd. Damhirsch, Damhinde, Ziege ÜG.: lat. damma SH, dammula SH Hw.: s. dam (1); vgl. mnl. dame Q.: BdN, Lu…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    dāme

    Mittelniederdeutsches Wb. · +1 Parallelbeleg

    ° dāme Nebenform zu dēme, dem.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Dame

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Die Dame , plur. die -n. 1) Ein vornehmes Frauenzimmer, besonders wenn es verheirathet ist. Kaum aus dem Flügelkleid spi…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Dame

    Goethe-Wörterbuch

    Dame in der Frühzeit vereinzelt frz 1) Pl ( DjG 3 1,413 Mitsch 2 876 [ Mitsch 3 hat D-n ] ; B2,225,19 HBuff 9.1.75 Korr …

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Dame

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Dame , frz., aus Domina , Frau; vor Zeiten specieller Ehrentitel der franz. Prinzessinen königl. Stammes; Titel von den …

  6. modern
    Dialekt
    Dame

    Bayerisches Wörterbuch · +8 Parallelbelege

    Dame Band 3, Spalte 3,1126

  7. Sprichwörter
    Dame

    Wander (Sprichwörter)

    Dame 1. Den Damen die Ehre, sagte der Schweinetreiber, die Sauen gehen vor. Holl. : L'honneur aux dames, de varkens tred…

  8. Spezial
    Dame

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Da|me f. (-,-n) 1 (Frau) dama (dames) f. , signura (-res) f. 2 (kultivierte weibliche Person) sciora (-res) f. , dama (d…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit dame

323 Bildungen · 311 Erstglied · 12 Zweitglied · 0 Ableitungen

dame‑ als Erstglied (30 von 311)

DAMEBRETT

DWB2

dame·brett

DAMEBRETT n. zuss. mit 2 dame. bildungen mit dam- und damen- stehen bis ins 20. jh. hinein nebeneinander, in der gegenwartssprache setzt sic…

damejana

LDWB1

damejana [da·me·jā·na] f. (-nes) Korbflasche f. → fiasco.

Damelarsch

SHW

Damel-arsch Band 1, Spalte 1337-1338

Dameldein

SHW

Damel-dein Band 1, Spalte 1337-1338

Damellolch

SHW

Damel-lolch Band 1, Spalte 1339-1340

Damelsack

SHW

Damel-sack Band 1, Spalte 1339-1340

Dmelǟrs

WWB

Damel-ǟrs m. [verstr. OWestf östl. Münsterl] Domelees ( Det Rk ) unentschlossener, tändelnder, vergeßlicher Mensch; sich spielerisch beschäf…

Dmelerīe

WWB

damel·e·rie

Damelerīe f. [verstr. Münsterl Wie] dummes, unnützes, albernes Tun, Getue, Tändelei. — Ausruf: Daomelerigge! Unsinn! ( Wie Lb).

Dmelfritteken

WWB

Damel-fritteken n. Dmelfritken Mensch, der in kleinen handwerksmäßigen Arbeiten geschickt ist und sich allerlei ausklügelt ( Hfd Hi).

Dmelfut

WWB

damel·fut

Damel-fut f. Domelfutt Frau, die besonders langsam und langweilig spricht ( Bür Bo).

Dmelhans

WWB

damel·hans

Damel-hans m. [verstr.] Dāmelhans ( Wal Bh ) Träumer, Tölpel; Spielkind.

Dmelīe

WWB

dame·lie

Damelīe f. [verbr. nördl. OWestf] Spielerei, Fisematenten, Tändelei. Däi Hund hett dän Lüttken ut luter Daomeläie biäten ( Min Ha).

damelig

SHW

damelig Band 1, Spalte 1337-1338

damelkenvel

KöblerMnd

damelkenvel , N. nhd. Rehfell ÜG.: lat. (dammula) E.: s. ahd. dāma 1, sw. F. (n)?, Damhirsch, Damhinde; s. lat. dāma, damma, F., Gemse, Rehk…

Dmelkop

WWB

damel·kop

Damel-kop m. [verstr.] vergeßlicher, zerstreuter, alberner oder dummer Mensch.

Damelleren

LothWB

damel·leren

Damellere n [damèlərə Pü. Wolm. ; dàmèle Ri. Go. Hom. ] pl. dasselbe wie Damaschten. — els. 2, 682 Dammëll.

Dmellotteken

WWB

Damel-lotteken n. Damellottchen Schimpfw. für Frauen (RAVBL 14,49).

Dameln

Campe

dam·eln

Dameln , v. intrs. N. D. tändeln, mit dem Nebenbegriffe des Albernen, Thörichten und Zwecklosen. Dämeln, welches man in manchen Gegenden hör…

dame als Zweitglied (12 von 12)

Anstandsdame

RDWB1

Anstandsdame f (домашняя) воспитательница, наставница, бонна (немка), гувернантка (француженка), дуэнья (чаще об Испании) (а не "приличная д…

Empfangsdame

RDWB1

Empfangsdame f (Lakune) секретарша в приёмной

Êdeldame

Adelung

edel·dame

Die Êdeldame , plur. die -n, eine adelige Dame, für das niedrigere Edelfrau.

Ehrendame

Adelung

ehren·dame

Die Ehrendame , plur. die -n, ein Nahme, welcher an einigen Höfen der obersten Hofdame gegeben wird; Franz. Dame d'honneur.

HIPPODĂME

Hederich

hippo·dame

HIPPODĂME , es , ist nach einiger Aussprache mit Hppodamia einerley. Dieser Namen ist vielen Frauenzimmern in der alten Welt gemein und heiß…

hofdame

DWB

hof·dame

hofdame , f. 1 1) dame an einem fürstlichen hofe. 2 2) die perlfliege, hemerobius perla. Campe .

NAVPIDĂME

Hederich

NAVPIDĂME , es , des Amphidamas Tochter, mit welcher Sol den Augias zeugete. Hygin. Fab. 14. p. 47 .

Patronatsdame

Wander

patronat·s·dame

Patronatsdame Es sind Patronatsdamen. So heisst man scherzweise in Koblenz die Mädchen, welche dort bei Herstellung von Mauser-Patronen besc…

staatsdame

DWB

staats·dame

staatsdame , f. zum hofstaat gehörige vornehme gesellschafterin einer fürstin. Campe. Adelung, illustris aut nobilis in gynaeceo regio femin…

Trip-Madame

Adelung

trip·madame

Das Trip-Madame , des -es, plur. car. eine Art des Sedums mit pfriemenförmigen ohne Ordnung stehenden Blättern, welches als ein Sallat geges…