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buche

mhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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17 in 16 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

buche f.

Bd. 2, Sp. 469
buche, f. fagus. des goth. ausdrucks gewahren wir nicht mehr, vermuten darf man bôka oder vielleicht bôkô; ahd. puocha oder puochâ (Graff 3, 35), mhd. buoche, pl. buochen MS. 1, 20a. ags. auszer bôc auch bêce n., was ahd. puochi, mhd. büeche wäre, und zum bair. das buech für wald stimmt (Schm. 1, 146), engl. beech (mit ch, wie in bench, ags. benc, oder in much, altn. miök); nnl. beuk m.; altn. beyki n., wozun. bög stimmt, während schw. bok den vocal von buche hält. das altn. ey in beyki für bœki (wie in sœkja, goth. sôkjan, ahd. suochan) steht analog dem in eykr jumentum, schw. ök, n. ög, von der wurzel aka ôk vehere. hiernach ist goth. ô, ahd. uo der organische vocal von bôka, puocha, unser bauchen, beuchen, lixivia macerare (1, 1166. 1742), wenn es zu buche gehört, würde dieselbe abweichung darbieten. zum ô und uo stimmt auch die urverwandtschaft des lat. fagus und gr. φηγός, deren vocale sich verhalten wie in mater und μήτηρ zu muotar. fagus ist das it. faggio, armor. fao, fav, welsche ffawydd. fagus und φηγός fallen zur wurzel φαγεῖν, weil ihre frucht zur speise und nahrung des viehes gereicht, wie faba aus fagba, bône aus bagbunô (1, 1243. 2, 234), fames aus fagmes folgt, vgl. baum und bagms. im skr. aber entspricht die wurzel bhak edere, welcher Bopp auch bacca und goth. basi überweist; man könnte fraxinus = faxinus hinzunehmen und esculus mit esca vergleichen. ob auch unser backen, ahd. pachan puoh, wie es die laute gestatten, mit der vorstellung von puocha und speise sich einigen lieszen, bleibt hier unangeschlagen, vgl. buchen spicare. Die buche ist gleich der eiche vorzugsweise ein deutscher baum und gedeiht in unserm boden aufs prächtigste, den Finnen heiszt sie die deutsche eiche 'saksan tammi'; im buchenwald werden hauptsächlich die opfer der heidnischen zeit begangen worden sein, die buche gewährt das holz zum brand und zur runentafel, wie die eiche zum zimmern, man sagt die buche scheiten, in scheiter spalten; eicheln und bücheln sind die mast der herde, eichen und buchen geben den breitesten, kühlsten schatten, s. buchengang, buchengewölbe, buchenhain, buchenlaubdach, buchenwald, buchenzelt; wir lagerten uns mittags unter der schattigen buche (patulae recubans sub tegmine fagi); mich umfängt ambrosische nacht, in duftende kühlung nimmt ein prächtiges dach schattender buchen mich ein. Schiller 75a; es fallen die tropfen stärker, doch mich schirmt, o buche, dein laubdach. Candidus deutscher Christus 83. Luther schreibt buche, nicht büche: ich wil auf dem gefilde geben tennen, buchen und buchsbawm mit einander. Es. 41, 19; das er adern abhawe und neme buchen und eichen. 44, 14; die herlichkeit Libani soll an dich komen, tennen, buchen und buchsbawm mit einander. 60, 13; oben auf den bergen opfern sie und auf den hügeln reuchern sie, unter den eichen, linden und buchen, denn sie haben feine schatten. Hos. 4, 13, welche stellen sämtlich das genus nicht erkennen lassen, doch ist es unbezweifelbar weiblich, denn nur wenige kennen ein männliches, z. b. da fand ich erst ein dürr laub von einem buchen. Würtz 244. Man übersehe nicht, dasz buche zuweilen auch die frucht, gleichsam fagum, unterschieden von fagus (wie malum, pomum von malus, pomus) ausdrückt: meine nahrung war nichts anderst als buchen, die ich unterwegs auflase. Simpl. 1, 67; schweiz. buech, die frucht der buche. Stalder 1, 237. ebenso gut also konnte buche auch die schreibtafel, das buch bezeichnen. s. hagenbuche, hainbuche, mastbuche, rothbuche, weiszbuche.
3520 Zeichen · 71 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    bûchestm.

    Findebuch (Mhd. Wortschatz)

    * bûche stm. Lauge Pilgerf.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    BucheDie

    Campe (1807–1813) · +3 Parallelbelege

    Die Buche oder

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Buche

    Goethe-Wörterbuch

    Buche in Ilias Ausz (wie in Voß’ Übs) für φηγός, (eigentl: Eiche) 41 1 ,276,27 uö a als Requisit vor allem idyllischer d…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Buche

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Buche , Roth- od. Mastbuche (Fagus sylvatica) , Weiß- oder Hainbuche (Carpinus Betulus) . 1. Die Rothbuche , ein bekannt…

  5. modern
    Dialekt
    Buche

    Bayerisches Wörterbuch · +6 Parallelbelege

    Buche Band 3, Spalte 3,644

  6. Sprichwörter
    Buche

    Wander (Sprichwörter)

    Buche 1. Die Buche von oben, die Eiche von unten. Dän. : Bögen skal fluees fra toppen, egen fraroden. ( Prov. dan., 84. …

  7. Spezial
    Buche

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Bu|che (Fagus sylvatica) f. (-,-n) ‹bot› fagher (-s) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit buche

146 Bildungen · 124 Erstglied · 22 Zweitglied · 0 Ableitungen

buche‑ als Erstglied (30 von 124)

Buchecker

Pfeifer_etym

buch·ecker

Ecker f. Name der Buchenfrucht, früher auch der Eichenfrucht (s. Eichel); als Simplex kaum noch gebräuchlich, dafür meist Buchecker f. (Zusa…

bucheckern

DWB

buch·eckern

bucheckern , n. glans fagea, worin das goth. akran, ags. äcern u. s. w. enthalten ist, vgl. 1, 173. Frank spr. 1, 130 hat buocheckern, nd. b…

bucheichel

DWB

buche·ichel

bucheichel , f. glans fagea, nach dem lat. ausdruck. Henisch 33, 56 . s. buchnusz .

Bucheichel(n)

RhWB

buch·eicheln

Buch-eichel(n) bō:xēχələ Aach , Grevbr ; bō:kēkələ Erk , Heinsb , Kref ; b:k- Erk-Rath ; bø·y.kəneik Eup f.: -ecker.

Bucheignerzeichen

FiloSlov

Bucheignerzeichen , n знак , м , книговладельческий

Bucheinband

FiloSlov

buche·inband

Bucheinband , m переплёт , м , книжный → FiloSlov Buchdecke, f

Buchel I

Idiotikon

Buchel I Band 4, Spalte 978 Buchel I 4,978

Buchel II

Idiotikon

Buchel II Band 4, Spalte 978 Buchel II 4,978

Buchel III

Idiotikon

Buchel III Band 4, Spalte 979 Buchel III 4,979

Bucheljahr

SHW

Buchel-jahr Band 1, Spalte 1191-1192

Buchelöl

SHW

Buchel-öl Band 1, Spalte 1191-1192

Buchelaffe

PfWB

buche·laffe

Buchel-affe m. : erfundenes Tier, wie etwa die Elbentrütsche, Pl. Buchelaffe [NW-Jägerth]. Einfältige und dumme Menschen foppt man, indem ma…

buchelbaum

DWB

buchel·baum

buchelbaum , fagus. voc. 1482 e 2 b für buchbaum, wie auch eichelbaum für eichbaum vorkommt.

Bucheleⁿ

Idiotikon

Bucheleⁿ Band 4, Spalte 979 Bucheleⁿ 4,979

Buchelklopfer

PfWB

buchel·klopfer

Buchel-klopfer m. : Volkstanz im Walzertakt, in PS-Erfw der Gener. um 1935 nicht mehr bekannt, Buchelkloppeʳ . Nach jeder zweiten Runde des …

Buchelkopf

PfWB

buchel·kopf

Buchel-kopf m. : FlN in KL-Fischb, Buchelkopp. Im Bestimmungswort steht -l- für -n-.

Buchelsieb

PfWB

buchel·sieb

Buchel-sieb n. : 'Sieb, mit dem die Bucheln ausgesiebt werden', Buchelsebb [ PS-Hintwdth ]; vgl. Buchsieb . —

buche als Zweitglied (22 von 22)

hagebuche

DWB

hage·buche

hagebuche , hagenbuche , f. carpinus betulus, die weiszbuche, die als junger stamm vorzüglich für die hecke angepflanzt wird, weil sie das k…

hainbuche

DWB

hain·buche

hainbuche , f. erweichte form von hagenbuche carpinus betulus ( sp. 140). Nemnich 2, 895 ; hainbuche ornus Steinbach 1, 215 .

hanbuche

DWB

han·buche

hanbuche , f. carpinus betulus, aus hagenbuche sp. 140. Nemnich 2, 895 .

mastbuche

DWB

mast·buche

mastbuche , f. die gemeine buche, fagus sylvatica. Nemnich 2, 1560 .

snātbuche

KöblerMnd

snātbuche , F. Vw.: s. snātbȫke

Steuerbuche

DRW

steuer·buche

Steuerbuche, f. als Holzdienst abzuliefernde Buche die drit [puech] sol er herabschlachen zu ainer stewerpuech, der soll er 48 puechen geben…

waldbuche

DWB

wald·buche

waldbuche , f. die gemeine buche, rotbuche, fagus silvatica L., im gegensatz zur hain- oder hagebuche. Bechstein forstbot. 4 226. Adelung.

Weißbuche

Campe

weiss·buche

Die Weißbuche , Mz. — n , der Name eines Baumes, welcher zu einem ganz andern Geschlechte gehört als die Rothbuche (Fagns sylvatica L .) und…