Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
BRÛN adj.
a. als farbe. sîn hût diu was im und daʒ vel ze brûn enweder noch ze blanc (gedruckt lanc) troj. 79. a. pferdedecken snêwîʒe, gel, brûn, rôt, grüene, und blâ Trist. 665. brûn lûter was im daʒ hâr Trist. 3334. mit brûn reideme hâre Trist. 3919. dîn reideleht lanc prûneʒ hâr Parz. 252, 30. 631,12. brûn scharlachen was ir roc Parz. 232,26. brûneʒ scharlach von Gint, daʒ man heiʒet brûtlachen W. Wh. 63,22. eine knappe von brûnem scharlachen Wigal. 8871. brûn scharlachen: oder welt ir tragen scharlachen rôt? U. Trist. 776. — daʒ engerlin aldâ die brûnen bluomen stân Nithart rosenkranz in dem zweiten bande der Hagenschen ausgabe des Tristan, und Diut. 2,257. H. Trist. 3782. prûn, rôt, wîʒ ist diu vil reine guote frauend. 588,24 (die zweite frouwe). er vant die rehten hirzwurz... diu wurz was bî dem blanken brûn Parz. 644,1. im gab diu küneginn ein schœneʒ hemde blanc seiden: als eʒ da ir blenke ruorte, eʒ ruort etwaʒ brûneʒ dâ bei ir hüffel Docen's sendschreiben s. 66.
b. das gegentheil von lûter tropisch: iuwer lûter edelkeit ist worden tunkel unde brûn: ir hânt durch einen garzûn gewâget alze sêre die keiserlîchen êre fragm. 13. a. 3. glänzend, funkelnd. ther kuning von Tûse ther vuorte von sîner clûse menegen helm prûnen fragm. d. b. 1717. di christen heten dâ gefrumt manigen helm prûnen blaich unt verhouwen pf. K. 161,4. dô sluogen die recken mit den brûnen ecken Lampr. Alex. 1384 (1734). 4115 (4465). Herb. 13034. im (dem schwerte) sîn güete umb die ecke vaste entweich. sîn brûniu varwe diu wart bleich En. 9260. daʒ brûn îsen Lampr. Alex. 3950 (4300). 4211 (4561). mit brûnen scharpfen swerten Lanz. 8079. ein swert brûn unde breit Eracl. 1193. brûne klingen MS. 2,57. a. brûner schilt RA. 35. 78.