Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
bechern
bechern
Becher m. ‘Trinkgefäß ohne Henkel’. Ahd. behhari ‘Becher, Kelch, Opferschale, Krug’ (11. Jh.), mhd. becher, asächs. bikeri, mnd. mnl. bēker, anord. bikarr (woraus engl. beaker ‘Becher’) sind Entlehnungen aus mlat. bicarius m., bicarium n. ‘Becher, (Trink)gefäß’ oder schon aus gleichbed., im Roman. fortlebenden vlat. *bicārus, *biccārius m. (-cc- vielleicht durch Einfluß von vlat. *baccus, *bacca, s. Becken). Man führt diese Formen meist auf griech. bī́kos (βῖκος) ‘(Wein-, Wasser)krug, -becher’ zurück, eventuell über ein deminutives byzant.-griech. *bīkárion (*βικάριον). Da mlat. bicarius und gleichbed. bicarium eine Fülle lautlicher Varianten neben sich haben (vgl. anlautend ba-, be-, by-, pe-, pi-), erwägt man auch, die mlat. Formen an spätlat. bacar, bacarium, bacario (neben becario) ‘Weinkrug (mit Henkel)’, Bildungen zu lat. bāca, bacca ‘(Wein)beere’, anzuknüpfen. – bechern Vb. scherzhaft für ‘tüchtig trinken, zechen’ (2. Hälfte 18. Jh.).