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ätzen

nhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
17 in 15 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
51
Verweise raus
24

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

ätzen

ätzen

ätzen Vb. ‘mit chemischen Mitteln, besonders Säuren und Laugen, zerstörend auf die Oberfläche eines festen Stoffes einwirken’. Ahd. ezzen (9. Jh.), mhd. etzen, atzen ist ein kausatives Verb zu ahd. eʒʒan, mhd. eʒʒen ‘essen, fressen’ (s. essen) und bedeutet ursprünglich ‘essen lassen, mit Nahrung versorgen’, bis ins 16. Jh. auch häufig ‘vom Vieh abweiden lassen’. Daß diese Bildung im Germ. allgemein üblich ist, zeigen die gleichbed. Entsprechungen mnd. mnl. nl. etten, aengl. ettan, anord. etja sowie das Simplex von got. fraatjan ‘zum Essen austeilen’. Im Dt. herrscht heute allein der von der Vorstellung des Zerfressenwerdens eines Stoffes durch Chemikalien ausgehende fachsprachliche Gebrauch (s. auch beizen), der sich seit der 1. Hälfte des 15. Jhs. (zunächst in der Medizin, später vor allem in der Drucktechnik, Metallbearbeitung und Chemie) durchzusetzen beginnt, aber bereits in Glossenbelegen des 9. bis 12. Jhs. für ahd. ezzen (‘mit scharfer Flüssigkeit reinigen’) nachweisbar ist. Der alte Wortsinn bleibt im Jagdwesen erhalten, wo die umgelautete Form des Verbs gelegentlich (bis ins 20. Jh.) neben atzen (s. d.) verwendet wird. – Ätzung f., mhd. atzunge ‘Nahrung, Beköstigung’ (s. Atzung); als Fachwort (anfangs Atzunge, Etzung) seit dem 15. Jh.
1263 Zeichen · 41 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ätzen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Ätzen , verb. reg. act. welches heutiges Tages in gedoppelter Gattung üblich ist. I. Als ein Activum. 1) Für speisen, zu…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    ätzen

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    2 ätzen (einen Vogel) füttern Es hatt’ ein Knab’ eine Taube zart, | .. Geätzet aus seinem Mund 2,205 Dilettant uKritiker…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Aetzen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Aetzen ( verb. frequent . von essen) durch Säuren und zersetzende Mittel in der Oberfläche eines harten Körpers vertieft…

  4. modern
    Dialekt
    ätzen

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    ätzen amorcer’ Martin Parl. N. 335. vgl. ätzen einem ( Menschen oder Tiere ) zu essen geben Bayer. 1, 180.

  5. Sprichwörter
    Aetzen

    Wander (Sprichwörter)

    Aetzen Aetzen thut ergetzen.

  6. Spezial
    ätzen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ät|zen vb.tr. 1 ‹chim› mangé sö, traté cun aji 2 (in der Kunst) inrissé (cun mesi chimics) .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit aetzen

16 Bildungen · 0 Erstglied · 14 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von aetzen 2 Komponenten

at+zen

aetzen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

aetzen als Zweitglied (14 von 14)

abätzen

DWB

aba·etzen

abätzen , abetzen , depascere, beinahe gleich viel mit abäsen, doch allgemeiner von allen thieren: die weide abetzen; hewschrecken, die nich…

abplätzen

DWB

abplätzen , im forstwesen, verkaufte bäume mit dem waldhammer zeichnen, bei zimmerleuten den holzkauf vollziehen, bei kupferschmieden so vie…

anplätzen

DWB

anplätzen , nach Frisch 2, 63 a , auferre parum corticis, ut signum saltuarii in arbore locum habeat: um einträchtig mit waldhämmern ihr gna…

aufätzen

DWB

auf·aetzen

aufätzen , nach den verschiednen bedeutungen des ätzens. das vöglein, das kind aufätzen, auffuttern: dasz ich ein junger, zart aufgeätzter e…

einätzen

DWB

ein·aetzen

einätzen , liquore corrodente inserere, incidere: sondern ewer aug und hand die poeten musz ergözen, dasz sie ewer macht und stand der unste…

Ergätzen

Adelung

Ergätzen , S. Adelung Ergetzen .

Nachschwätzen

Wander

nach·schwaetzen

Nachschwätzen Er kann gut nachschwätzen. – Tendlau, 155. Wer, ohne selbst zu denken, nur sagt, was er gehört.

plätzen

DWB

plat·zen

plätzen , verb. , factitiv zu platzen: hant bleczen, mit den henden bletzen, plaudere, complaudere Dief. 441 a . 137 b ; ein kind auf den hi…

Schätzen

Adelung

scha·etzen

Schätzen , verb. reg. act. welches nicht unmittelbar von Schatz abstammet, wohl aber ein Seitenverwandter von demselben ist. 1. Dafür halten…

vergrätzen

Pfeifer_etym

ver·graetzen

vergrätzen Vb. ‘(ver)ärgern, reizen’ (20. Jh.), zu älterem grätzen, gretzen ‘erregen, erzürnen’, mnd. gretten, grotten ‘zum Zorn reizen’. He…

wertschätzen

DWB

wert·schaetzen

wertschätzen , vb. , unfeste verbindung wie wertachten. 1 1) im sinne von ' hochschätzen ': komm und schau herrn Fischer an, meinen wehrt-ge…

Ableitungen von aetzen (2 von 2)

verätzen

DWB

verätzen , verb. als nahrung verbrauchen: veretze, weid ab, depasco Dasyp. 173 a ; wolte nicht länger bleiben, damit er nit verätzte und ver…

Zerätzen

Campe

Zerätzen , v. trs . durch vieles Ätzen zerstören, auflösen, verderben. D. Zerätzen. D. — ung .