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Vorbei

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Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Vorbei

Bd. 5, Sp. 458b
Vorbei, ein Umstandwort, die Richtung einer Bewegung bei etwas, zur Seite desselben weg, nach vorn oder hinten zu, je nachdem das sich Bewegende von hinten oder von vorn kömmt, zu bezeichnen; zum Unterschiede von vorüber, welches die Richtung einer Bewegung vor einem Dinge, von einer Seite desselben zur andern hin und weg bezeichnet. So sind beide Wörter zu unterscheiden, obgleich beide häufig für einander als gleichbedeutend gebraucht werden, und vorüber nur für das in der edlen Schreibart gewöhnlichere geachtet wird. So wird der Runde, wenn sie die Posten oder Wachen besucht, von den Wachen, wenn sie auf ihre Frage wer da? geantwortet hat, zugerufen: vorbei! oder, Runde vorbei! anzuzeigen, daß sie als Runde vorbei und weiter gehen dürfe. Es wird mit allen Aussagewörtern zusammengesetzt, welche eine Bewegung oder Richtung bezeichnen. S. d. folgenden. Es wird dann zu dem Dinge, an dessen Seite hin die Bewegung vor sich gehet, noch einmahl bei gesetzt, oder auch vor, sofern man vorüber auch für vorbei gebraucht. Bei jemand vorbei gehen, es mag der Gehende von vorn oder entgegen, oder er mag von hinten oder nachkommen. Er ging ohne mich anzusehen bei mir vorbei. Auch wird das mit vorbei zusammengesetzte Wort zuweilen mit dem vierten Falle gefügt, z. B. einen vorbeigehen, sowol ihn auf dem Wege nicht besuchen, als auch, ihn ungebührlich übergehen. S. auch Vorbeifahren, Vorbeifliegen  Zuweilen auch mit dem dritten Falle. S. Vorbeiführen. Oft wird der Gegenstand, zu dessen Seite hin die Bewegung vor sich gehet, ganz verschwiegen, indem dasselbe durch den Zusammenhang hinlänglich bezeichnet wird, wie in dem oben angeführten »Runde vorbei,« und in Zusammensetzungen, er hat vorbeigeschossen, nämlich bei dem Ziele, wo es dann oft so viel als fehl bedeutet. Uneigentlich dient vorbei, das Verfließen und das Ende einer Zeit oder Dauer zu bezeichnen, wo aber vorüber edler und passender ist. Vorbei ist vorbei! d. h. was vergangen ist, ist vergangen, ist nicht mehr zurückzubringen. Besonders mit den Wörtern sein und lassen. S. Vorbeisein, Vorbeilassen.
2088 Zeichen · 25 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Vorbei

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Vorbei , ein Umstandwort, die Richtung einer Bewegung bei etwas, zur Seite desselben weg, nach vorn oder hinten zu, je n…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    vorbei

    Goethe-Wörterbuch

    vorbei [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    vorbei

    Bayerisches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    vorbei Band 2, Spalte 2,100

  4. Sprichwörter
    Vorbei

    Wander (Sprichwörter)

    Vorbei 1. Was vorbei ist, lass vorbei sein. Böhm. : Lonského snĕhu nevzpomínej. – Lonských sliv nepřipominej. – Nezpomín…

  5. Spezial
    vorbei

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    vor|bei adv. 1 (örtlich) dlungia ia 2 (zeitlich: vergangen) rové, passé. ▬ die Feiertage sind vorbei i santus é rová; es…

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Wortbildung

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Zerlegung von vorbei 2 Komponenten

vor+bei

vorbei setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

vorbei‑ als Erstglied (30 von 303)

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „vorbei". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/vorbei/campe?formid=V04520
MLA
Cotta, Marcel. „vorbei". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/vorbei/campe?formid=V04520. Abgerufen 10. May 2026.
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Cotta, Marcel. „vorbei". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/vorbei/campe?formid=V04520.
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