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Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Voll adj, adv

Bd. 5, Sp. 437b
Voll, — er, — este, adj. u. adv. so viel von einem andern Dinge enthaltend, als es nur fassen kann, oder als der Raum gestattet. Ein volles Maß, welches bis oben angefüllt ist, so daß nichts mehr hinein kann. Ein volles Glas. Das Glas ist voll. Ein voller Beutel, der mit Gelde angefüllt ist. Etwas voll schütten, voll stopfen. Sich den Magen voll pfropfen. — — da rafft' ich, was die Hand nur griff, und pfropft' ihm seinen Doppelranzen voll. Voß. Ein voller Magen. Die Hand, den Mund voll nehmen, so viel davon nehmen, als man fassen kann. Den Mund voll nehmen, uneigentlich, sehr übertreiben, über die Maße prahlen, loben  auch, ihn oder vielmehr die Lunge voll Luft nehmen um Athem zu vielem und starkem Sprechen zu haben. Volle Ähren, die so viel Körner haben, als sie haben können, an welchen keine Hülse leer ist. Den Kopf voll haben, vielerlei Gedanken, Pläne  in demselben haben. Volle Segel, in der Schifffahrt, in welche der Wind von hinten oder auch etwas schief wehet, so daß sie von dem Maste abstehen. Voll und bei! ist eben daselbst ein Befehl an den Ruderbesteuerer, bei dem [] Winde zu steuern, doch so, daß das Schiff nicht ganz auf dem Strich dicht beim Winde liegt, sondern einen Strich oder zwei Striche davon ab, so daß die Segel nicht killen, sondern voll bleiben. Bei den Maurern ist eine Mauer voll, wenn sie keine Öffnung oder Höhlung hat. Ein Faß  voll binden, bei den Böttichern, es auf beiden Seiten des Bauches mit Bändern oder Reifen dergestalt versehen, daß zwischen ihnen kein Raum bleibt, und ein Reif auf dem andern aufliegt. Volle Bollwerke, in der Befestigungskunst, solche Bollwerke, wo die Wallgänge der Zwischenwälle zusammenstoßen, so daß in der Mitte des Bollwerks kein Platz leer bleibt, in Gegensatz der leeren Bollwerke. Wo der Zusammenhang nicht das Nähere ergiebt, oder wo bestimmter gesprochen werden soll, muß man dasjenige, womit etwas angefüllt ist, oder angefüllt werden soll, hinzufügen, welches entweder mit Hülfe des Verhältnißwortes von geschieht, oder indem man das jenes Etwas bezeichnende Grundwort in den zweiten Fall setzt. Das Maß ist voll von Getreide. Das Haus ist voll von Menschen. O seht ein großer Topf von lauter Golde voll.« Gellert. »Von Wein und Liebe voll.« Ramler. Voll von einer unaussprechlichen Freude. »Voll von hochmüthigen Gedanken.« Mosheim. »Er hat den Kopf von meinen Blättern voll.« Weiße. Ungut wird dieses von weggelassen, wenn das Grundwort dann nicht in den zweiten Fall gesetzt wird. »Blicke voll göttlichem Tiefsinn.« Klopstock. Ih weiß es, deine Tugend Hebt sich voll edlem Flug weit über deine Jugend. Weiße. Kürzer und kräftiger ist die Fügung mit dem zweiten Falle. Voll süßes Weines. »Die Erde ist voll deiner Güte.« Ps. 33, 5. »Andromache voll ihres Verlustes und voll einer schrecklichen Zukunft.« Jacobi. »Voll sanften Entzückens seufzte der Greis.« Geßner. »Voll der Begeisterung, die alle Bande der Natur zerreißt.« Zimmermann. Sieh, die Blume richtet sich auf; voll blitzender Perlen, Lacht sie schöner umher. Zachariä. Er öffnet eine Flasche Wein Und läßt, des Giftes voll zu sein, Sich noch die zweite reichen. Hagedorn. Durch die Stellung hinter das Grundwort sind die Zusammensetzungen mit voll entstanden, indem man beide Wörter nur zusammenziehen und den Artikel weglassen durfte. Anmuthsvoll, blütevoll, drangvoll, ehrenvoll, freudevoll  Oft hängt man auch anstatt des Zeichens des zweiten Falles am Grundworte, die Silbe er als Zeichen desselben an voll, voller, für voll der, welcher Art, den zweiten Fall mit Versetzung des Artikels auszudrucken, man sich besonders in den Fällen bedient, wo man dem Grundworte kein Zeichen des zweiten Falles anhängen kann, um durch dieses Mittel den zweiten Fall auszudrucken. Die Bäume sind voller Blüten, voll der Blüten, voll von Blüten  »Voller Gnade und Wahrheit.« Joh. 1, 4. »Womit ich voller Blödigkeit so lange gezaudert habe.« Gottsched. Х Der Himmel hängt voller Geigen. Und voller Neubegierde schielt Er bloß nach dem Gewinn. Weiße. Die Götter müßten ja Die Erde voller Wälder machen. Voß. Hat das Grundwort ein Beilegewort bei sich, so wird das Zeichen des zweiten Falles — er von voll genommen und an das Beilegewort gehängt, und man sagt voll übler Laune und nicht voller üblen Laune. Daher es auch in folgender Stelle von Lessing anstatt O Brutus, voller tiefen Sorgen Seh ich dein Herz für Rom zertheilt, heißen müßte, voll tiefer Sorgen. Dieser ganze Gebrauch mit voller eignet sich nur für das gemeine Leben und für die vertrauliche Schreibart; so auch der folgende, da man das Grundwort zu voll[] setzt, ohne alles Zeichen des zweiten Falles. Ein Glas voll Wein. Ein Beutel voll Geld. Der Baum hängt voll Früchte. Das Buch ist voll Irthümer. Der Mund lief ihm voll Wasser. Eine Hand voll Geld. Ein Arm voll Holz. Voll Erbitterung stand er da. Diese Fügung läßt sich bald so erklären, daß von hier ausgelassen ist und daß es eigentlich heißen müßte, ein Glas voll von Wein, ein Beutel voll von Geld , bald so, daß man das mit voll verbundene Grundwort für im zweiten Falle stehend nimmt, welches zu beweisen ist, wenn man noch ein Beilegewort davor setzet, z. B. das Buch ist voll grober Irthümer, voll großer Erbitterung stand er da. — Als förmliches Beilegewort wird voll nur gebraucht, wenn das, womit eine Sache angefüllt wird oder ist, verschwiegen wird. Ein voller Becher, ein volles Glas. Denn ungewöhnlich ist es zu sagen ein von Wein voller Becher, ein von Wasser volles Glas, für, ein Becher voll von Wein oder voll Weins  I weiterer und uneigentlicher Bedeutung: 1) Х Voll sein, betrunken sein. Sich voll trinken, sich betrinken, auch nur, auf eine noch niedrigere Art, zur völligen Genüge trinken. Ein voller Mensch, für betrunkener Mensch, nach Ad., scheint nicht gewöhnlich zu sein. I anderem mehr uneigentlichem Sinne sagt man, man sei voll von etwas, wenn alle Empfindungen, alle Kräfte des Geistes von etwas eingenommen, damit beschäftiget sind. Er ist ganz voll von dieser Begebenheit, sie beschäftiget seine ganze Seele. Mein Herz ist zu voll, als daß ich sprechen könnte, ist von Empfindungen gleichsam überströmet, ist zu bewegt  »Mein Herz ist voll, es kann seine Fülle nicht mehr fassen.« Dusch. Mein Herz ist voll Sehnsucht. »Weß das Herz voll ist, deß gehet der Mund über.« Matth. 12, 34. Jemand aus vollem Herzen lieben, hassen, mit einem Herzen, das voll von Liebe oder Haß ist. I gemeinen Leben sagt man auch sehr häufig, einem die Ohren voll schreien, voll dudeln , sehr und viel schreien, dudeln  so daß man übergenug hat. »Weil meine Mitschüler mir Tag für Tag die Ohren darauf (auf der Flöte) voll dudelten.« Bürger. 2) Alle Theile gehörig habend, sein gehöriges Maß, die gehörige Zahl habend, um das, was es sein soll, ganz zu sein. Es hat sein volles Gewicht. Einen leichten unwichtigen Dukaten für voll ausgeben. Die Summe ist noch nicht voll. Das Maß seiner Sünden ist noch nicht voll. Der Baum hält volle sechs Ellen im Umfange. Einem volle Genüge thun, volle Gerechtigkeit widerfahren lassen, alle genügende. Der volle Mond, oder Vollmond. Der Mond ist noch nicht voll. Die volle Mast, in der Landwirthschaft, die ganze, zum Unterschiede von der halben. Ein voller Bogen, in der Baukunst, ein Bogen der einen halben Zirkel ausmacht; zum Unterschiede von einem gedrückten, flachen, der weniger ausmacht. Die volle Marter, ehemahls in den Gerichten, die ganze, da der peinlich Beklagte auf die Leiter gespannt wurde. »I vollesten Wuchse standen die Bäume da,« im besten. Geßner. Die Bäume stehen in voller Blüte, mit ganz geöffneten, entfalteten Blüten. Sie kamen im vollen Laufe, im stärksten Laufen. Doch wird die Zwietracht nicht in vollen Flammen lodern? Weiße. Aus voller Brust singen. Einem ein volles Jahr zu etwas Zeit geben, ein ganzes. Es ist noch ein voller Monat bis dahin. Es fehlt nicht mehr voll eine Stunde an der festgesetzten Zeit. 3) Reichlich mit etwas versehen, nicht allein mit allem Gehörigen versehen, so daß es das, was es sein soll, ganz ist, sondern daß es dies auch reichlich ist, doch nicht übermäßig. Volle Wangen oder Backen, volle Waden haben. Ein voller Busen. Volle Hände, Arme, fleischige, runde. Sein Angesicht ist voll und rund. Weiße. Von leblosen Körpern gebraucht man voll für, keine deutliche Zwischenräume in der Masse zeigend (fartum). Iliger. Auf ähnliche Art gebraucht man es im Schiffbaue und in der Schifffahrt, wo ein voller Bug ein runder und bauchiger ist, und ein Schiff hat ei= [] nen vollen Bug, wenn es vorn sehr rund und bauchig ist. Ein vollgebauetes Schiff ist ein solches, das nicht allein einen vollen Bug und ein volles Hintertheil hat, sondern auch unten im Boden flach und rund gebauet ist. Unter vollem Gelde versteht man auf den Schiffen eine reichliche Menge von Lebensmitteln, welche ein jeder zu seinem Antheil bekömmt. Volle Blumen, z. B. volle Levkojen, Lack, Nelken, Narzissen, Aurikel, Hiazinten, Veilchen  gefüllte, welche eine größere Anzahl Blumenblätter haben, als die gewöhnlichen Blumen derselben Art, wenn sie wild wachsen oder wie sie aus dem Samen kommen, welche dann einfache oder hohle genannt werden. Volle Farben, in der Naturbeschreibung, solche, wo der Farbestoff sehr reichlich aufgetragen ist; auch stark (satur, abundans). Iliger. Ein voller Ton, ein nicht hohl und dumpf oder fein klingender. Der Flügel hat einen schönen vollen und runden Ton. I Zusammensetzungen mit Grundwörtern bekömmt voll seine Stelle sowol hinten, als vorn, z. B. mitleidsvoll, thränenvoll, Vollmacht, Vollmaß ; mit Beilegewörtern und Aussagewörtern aber vorn, z. B. vollblütig, vollbäckig, vollbringen, vollenden, vollführen  Mit Aussagewörtern zusammengesetzt giebt es seinen Ton an diese ab und man sagt vollbríngen, vollénden, vollführen  weil der Hauptbegriff im Aussageworte liegt. Es ist dann vom Aussageworte untrennbar. Wollte also ein neuerer Dichter das Wort vollbilden schaffen, für vollendend bilden, vollkommen bilden, so mußte er zu vollbilden und nicht vollzubilden sagen: Ward der schöne Umriß vollzubilden Uns kein Fünkchen Kunst noch Wissenschaft. K. L. A. Münchhausen. Liegt aber der Hauptbegriff in voll, so bleibt dies betont und es wird als getrenntes Umstandwort betrachtet z. B. den Korb voll brin. gen, voll Früchte, den Stall voll führen, mit Vieh, welches man hineinführt, anfüllen  Ehemahls schrieb man foll, wie man auch noch Fülle, füllen schreibt, jetzt schreibt man aber allgemein voll.
10419 Zeichen · 152 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Voll

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Voll , adj. et adv. voller, volleste, in einigen gemeinen Mundarten, völler, völleste. Es bedeutet, so viel von einem an…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    voll

    Goethe-Wörterbuch

    voll [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Voll

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Voll , Karl , Kunstgelehrter, geb. 18. Juli 1867 in Würzburg, studierte in München neuere Sprachen, war 1892–96 Reallehr…

  4. modern
    Dialekt
    voll

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    voll [fòl, fol allg. ], flekt. voller, volli, voll e s neben unfl. voll wie in der dichterischen Sprache des Nhd.; Komp.…

  5. Sprichwörter
    Voll

    Wander (Sprichwörter)

    Voll 1. Abends voll, morgens noll. – Lehmann, 757, 9. 2. All tag voll vnd vbersatt, alle wochen zweymal im badt, macht e…

  6. Spezial
    voll

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    voll I adj. 1 (ganz gefüllt) plëgn (-s, plëna), colm (-s, -a) 2 (voll besetzt) plëgn (-s, plëna) 3 (beladen) ciarié (-iá…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit voll

2.449 Bildungen · 1.439 Erstglied · 1.003 Zweitglied · 7 Ableitungen

voll‑ als Erstglied (30 von 1.439)

voll(e)sprëchen

Idiotikon

voll(e)sprëchen Band 10, Spalte 782 voll(e)sprëchen 10,782

voll(e)stā(n)

Idiotikon

voll(e)stā(n) Band 11, Spalte 647 voll(e)stā(n) 11,647

voll(ge)tān

Idiotikon

voll(ge)tān Band 13, Spalte 352 voll(ge)tān 13,352

vollacheln

SHW

voll-acheln Band 2, Spalte 841-842

vollangeln

SHW

voll-angeln Band 2, Spalte 841-842

vollauf

SHW

voll-auf Band 2, Spalte 841-842

Vollbart

SHW

Voll-bart Band 2, Spalte 841-842

vollblasen

SHW

voll-blasen Band 2, Spalte 841-842

Vollblut

SHW

Voll-blut Band 2, Spalte 841-842

Volldampf

SHW

Voll-dampf Band 2, Spalte 841-842

Volldüng

SHW

Voll-düng Band 2, Spalte 841-842

vollessen

SHW

voll-essen Band 2, Spalte 841-842

Volleule

SHW

Voll-eule Band 2, Spalte 841-842

Vollgas

SHW

Voll-gas Band 2, Spalte 843-844

vollgauzen

SHW

voll-gauzen Band 2, Spalte 843-844

vollgeben

SHW

voll-geben Band 2, Spalte 843-844

vollhaben

SHW

voll-haben Band 2, Spalte 843-844

voll als Zweitglied (30 von 1.003)

Ährenvoll

Campe

Ährenvoll , — er, — este, adj. u. adv. voller Ähren, reich an Ähren. »Dort schwimmen die Westwinde auf der grünen Fläche der ährenvollen Gef…

Handvoll

RDWB1

Handvoll f (kein Bezug zu "полный") жменя устар. , пригоршня, горсть, охапка разг. немало, изрядное количество eine ganze Handvoll Beispiele…

Ɉammervoll

Campe

Jammer·voll

Ɉammervoll , adj . u. adv . voll Jammers, sowol höchst klagend, als auch, höchst elend, unglücklich, und, voll Unglücks, wie auch in hohem G…

Ɉubelvoll

Campe

Ɉubelvoll , adj . u. adv . voll Jubels, voll der lebhaftesten auch der feierlichsten Freude. Wenn unter hohen jubelvollen Zungen Ein süßer T…

Abenteuervoll

Campe

abenteuer·voll

○ Abenteuervoll , adj. u. adv. reich an Abenteuern. — — — jemehr sie sich — — Dem abenteuervollen Schauplatz nahn. Bürde.

abscheuvoll

DWB

abscheu·voll

abscheuvoll : kein flusz verwäscht den greul von abscheuvollen dingen. J. E. Schlegel 1, 56 .

abschiedvoll

GWB

abschied·voll

abschiedvoll Augenblick .. da ich von Ihnen und Ihrer .. Tochter mich trennen musste, und mit Abschiedvollem Herzen die letzte Hand küsste G…

absichtsvoll

DWB

absicht·s·voll

absichtsvoll , cogitatus : für manchen bald mit ungeduld durchharrten bald absichtsvoll verlornen tag. Göthe 9, 125 . ein sieg, den ich durc…

ABWECHSLUNGSVOLL

DWB2

abwechslung·s·voll

DWB2 ABWECHSLUNGSVOLL adj. DWB2 vgl. abwechslungsreich: DWB2 v1885 Sanders erg.-wb. 591 c . 1894 ein reizendes abwechslungsvolles programm H…

Achtungsvoll

Campe

achtung·s·voll

Achtungsvoll , — er, — ste, adj. u. adv. voll Achtung, viele Achtung zeigend. Sein achtungsvolles Betragen gegen mich.

ADELVOLL

DWB2

adel·voll

DWB2 ADELVOLL adj. DWB2 edel, vornehm: DWB2 ⟨1822/3⟩ ein majestätischer greis, dessen hoher .. körperbau, mit .. dem adelvollen, blühenden a…

ärgervoll

DWB

aerger·voll

ärgervoll , taedii plenus, voll verdrusz: er hoft, ihm schneide gott Apoll ob dieser unsch m ärgervoll die langen ohren ab. Haug.

AFFEKTVOLL

DWB2

affekt·voll

DWB2 AFFEKTVOLL adj. : DWB2 DWB2 1746 ein tragischer dichter könte diese historie ( Medea ) nach seinem willen ändern, .. nehmen sie ( Gleim…

ahndevoll

DWB

ahnd·e·voll

ahndevoll , praesagii plenus, dies blieb auch in den neueren Göthischen ausgaben stehn, welche sonst ahnen für ahnden setzen, denn ahnevoll …

ahndungsvoll

DWB

ahndung·s·voll

ahndungsvoll , was ahndevoll, in den folgenden stellen ist es dem gewöhnlich durchgeführten ahnungsvoll noch nicht gewichen: diese ruinen zu…

ahnungsvoll

DWB

ahnung·s·voll

ahnungsvoll , ein lieblingsausdruck Göthes, von welchem reichliche belege zu geben sind, man merke aber, dasz alle älteren ausgaben immer ah…

Allmachtsvoll

Campe

allmacht·s·voll

◬ Allmachtsvoll , adj. u. adv. für allmächtig. z Allmachtsvoll ertheil' ich dir die Kraft. Falk. » Allmachtsvolles Gold.« Karschinn. Auch al…

Allmachtvoll

Campe

allmacht·voll

◬ Allmachtvoll , adj. u. adv. voll Allmacht, Alles vermögend. Uneigentlich. Wann sonst dem allmachtvollen Hauch Ir süßer Ton I leisem Schmac…

andachtsvoll

DWB

andacht·s·voll

andachtsvoll : im gedräng der andachtsvollen schaar. Wielands Klelia 1, 67 . bei Hagedorn 2, 11 und Gotter 1, 158 andachtvoll.

andachtvoll

DWB2

andacht·voll

DWB2 ANDACHTSVOLL , andachtvoll adj. DWB2 von andacht erfüllt. DWB2 DWB2 1 zu andacht 3 : 1646 die andacht-volle brunst der frommen lust und…

andenkevoll

GWB

andenke·voll

andenkevoll zu Andenken 1 a Euern lieben Andenckevollen [ Korr GWB B3,324 ] Brief hab ich heute kriegt, und muß nur wenigstens euch dagegen …

Anmaßungsvoll

Campe

anmassung·s·voll

○ Anmaßungsvoll , — er, — ste, adj. u. adv. voller Anmaßung, sehr, höchst anmaßend. »Seh ich dich endlich meiner Rache nahe, — du anmaßungsv…

Anmuthsvoll

Adelung

anmuth·s·voll

Anmuthsvoll , -er, -ste, adj. et adv. voll Anmuth. Eine anmuthsvolle Gegend. O fliehe nicht, rief sie mit anmuthsvollem Ton, Wiel.

anmutsvoll

DWB

anmut·s·voll

anmutsvoll , Gotter 1, 113. 3, 147 ; an diesem anmutsvollen orte. Wieland 11, 193 ; ihr anmutsvollen bettlerinnen gebietet selbst im flehn. …

Anspruchsvoll

Campe

anspruch·s·voll

○ Anspruchsvoll , — er, — ste, adj. u. adv. voller Ansprüche, viele und große Ansprüche machend. Ein anspruchsvoller Mensch.

ANSTANDSVOLL

DWB2

anstand·s·voll

DWB2 ANSTANDSVOLL adj. DWB2 auch anstandvoll. zu anstand 5 a . den regeln des anstands folgend, adv. ‘ auf schickliche weise ’ DWB2 v1807 di…

anstandvoll

DWB

anstand·voll

anstandvoll , decore plenus: die anstandvolle, unverstellte gleichgültigkeit und ungezwungne kälte. Wieland.

Arbeitsvoll

Campe

arbeits·voll

○ Arbeitsvoll , oder Arbeitvoll, adj. u. adv. voller Arbeit, was viel Arbeit erfodert, mühsam. Ein arbeitsvoller Tag. — Schiller.

Ableitungen von voll (7 von 7)

bevollen

Lexer

be-vollen adv. BMZ aus bî vollen völlig Nib. Gudr. Walth.

ervolle

BMZ

ervolle swv. 1. mache voll, fülle an. manege tugende mit den der boum ervollet wirt H. zeitschr. 7,513. 2. erfülle, vollende. ervolt ir sîne…

ervollen

DWB

ervollen , 1 1) implere, erfüllen: mhd. dër half im wol ervollen in sturme sînen muot. Nib. 205, 3 ; ir gebot ich gërne ervolle. Wh. 291, 24…

Ervollung

Idiotikon

Ervollung Band 1, Spalte 784 Ervollung 1,784

unvoll

DWB

unvoll , adj. , nicht voll Campe : dasz die rechtsspr. ... ze sinen jaren komen für das geringere, unvolle, ze sinen tagen komen für das vol…

vervollen

DWB

vervollen , v. , versinken, untergehen: her ( ein lastschiff ) vorvollete in der see, do wart nicht von geborgen (1400) handelsr. d. d. orde…

volle

DWB

volle , m. , schwach flectierend, vollen, m., vollheit, fülle, vollständigkeit, genüge mhd. wb. 3, 363 a ; Lexer 3, 446 ; Schmidt elsäss. wb…