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Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Voll

Bd. 4, Sp. 1227
Voll, adj. et adv. voller, volleste, in einigen gemeinen Mundarten, völler, völleste. Es bedeutet, so viel von einem andern Dinge enthaltend, als es nur fassen kann, als der Raum nur verstattet, angefüllet; im Gegensatze des leer. 1. Eigentlich. Ein volles Glas, welches mit einem andern Dinge angefüllet ist. Ein voller Becher. Ein voller Beutel, der mit Gelde angefüllet ist. Mit vollem Munde sprechen, indem der Mund mit Speisen angefüllet ist. Mit vollem Munde loben, auf eine übertriebene, unmäßige Art. Jemanden ein volles Maß geben. Ein volles (mit Milch angefülltes) Euter. Volle Ähren. Das volleste Gefäß. Ingleichen in der Adverbial-Form. Das Glas ist voll. Der Beutel ist noch lange nicht voll. Den Mund sehr voll nehmen. Wenn sich die Töne nach der Tiefe wenden, so muß der Sänger den Mund immer voller nehmen. Die Summe ist noch nicht voll. Das Hundert war schon mehr als voll. Die Schatzkammer ist jetzt voller, als sie jemahls gewesen. Voll beziehet sich, es mag als ein Beywort, oder als ein Nebenwort stehen, vermöge seiner Bedeutung, allemahl auf denjenigen Körper, welcher mit etwas angefüllet ist. In den vorigen Fällen war dieses Etwas verschwiegen, weil es leicht aus dem Zusammenhange ersehen werden konnte. Allein, in vielen Fällen muß es ausdrücklich gemeldet werden, und alsdann hat das Wort voll manches Besondere. Es geschiehet solches entweder vermittelst der Partikel von. Das Glas ist voll von Bier. Das Haus war voll von Menschen. Voll von hochmüthigen Gedanken, Mosh. Doch diese Form wird jetzt selten mehr gebraucht, außer, wenn die ganze Redensart elliptisch oder in Gestalt eines Mittelworts stehet. Voll von einer unaussprechlichen Freude kamen wir auf unser Zimmer. Oder, wenn das voll hinter das Nennwort gesetzt wird, welches besonders in der höhern und dichterischen Schreibart üblich ist. Er hat den Kopf von meinen Blattern voll, Weiße. Von Wein und Liebe voll, Raml. O seht, ein großer Topf von lauter Golde voll, Gell. Ingleichen in solchen Fällen, wo schon die Wortfügung das voll hinter das Nennwort wirft. Die Erzählung dieser Begebenheiten, von welchen ich ganz voll war, mußte ich aufschieben. Zuweilen mit Auslassung des Vorwortes von, so daß das Nennwort in der dritten Endung stehen bleibet. Blicke voll göttlichem Tiefsinn, Klopfst. Ich weiß es, deine Tugend Hebt sich voll edlem Flug weit über deine Jugend, Weiße. Doch diese Art ist die seltenste, und gehöret mit zu den dichterischen Freyheiten. Üblicher ist die zweyte Endung. Fol alles mannes, Ottfried. Voll Frevels, voll Ungeziefers, voll Lasters, voll Silbers und Goldes, voll Segens des Herrn, voll Traurens, voll Lachens u. s. f. in der deutschen Bibel. Die Erde ist voll deiner Güte, Ps. 33, 5. Weß das Herz voll ist, Matth. 12, 34. Andromache, voll ihres Verlustes und voll einer schrecklichen Zukunft, Jacobi. Daß wir einst voll heiligen Entzückens in dunkeln Hainen einher gehen, Geßn. Voll sanften Entzückens seufzte der Greis, eben ders. Voll der Begeisterung, die alle Bande der Natur zerreißt, Zimmerm. Voll neugieriger Erwartung an der Thüre stehen. Sieh, die Blume richtet sich auf; voll blitzender Perlen, Lacht sie schöner umher, Zachar. Und hängt voll lüsterner Begier Bloß seinen Freuden nach, Weiße. Wo, besonders in der höhern Schreibart, das voll auch hinter den Genitiv tritt.[]Denn er, mein treuer Knecht, gerechten Wandels voll, Durch sein Erkenntniß viel rechtfertig machen soll, Opitz. Er öffnet eine Flasche Wein Und läßt, des Giftes voll zu seyn, Sich noch die zweyte reichen, Haged. Und alsdann mit dem Genitiv oft zusammen gezogen wird, Bey- und Nebenwörter zu bilden. Anmuthsvoll, segensvoll, sehnsuchtsvoll, mitleidsvoll u. s f. In dem gewöhnlichen Sprachgebrauche der Hochdeutschen stehet das Hauptwort gemeiniglich ganz unverändert ohne alles Merkmahl des Genitivs, als wenn es die erste Endung wäre. Ein Beutel voll Geld. Eine Scheuer voll Getreide. Ein Glas voll Wasser. Der Hafen war ganz voll Schiffe. Das Meer ist voll Seeräuber, das Buch voll Irrthümer. Der Mund läuft ihm voll Wasser. Der Baum ist voll Früchte. Ein Arm voll Holz. Voll Erwartung saß ich da. Da sie so voll Schmerz sich aus meinen Armen losreißen. Daß in manchen Fällen hier ein wahrer Genitiv Statt findet, erhellet, wenn man dem Substantiv ein Beywort vorsetzt. Der Hafen war voll feindlicher Schiffe. Das Meer ist voll wilder Seeräuber, das Buch voll grober Irrthümer. Voll froher Erwartung. Aber in andern Fällen ist doch die erste, oder, wenn man will, die vierte Endung unleugbar; voll Geld, voll Holz. Die ganze Form ist indessen elliptisch, und verräth, daß von ausgelassen worden; ein Beutel voll von Geld, ein Arm voll von Holz. Sie findet auch nur alsdann Statt, wenn das Hauptwort kein Beywort bey sich hat. Hat es eines bey sich, so muß es entweder das von vor sich haben, oder im Genitiv stehen. Voll von froher Erwartung, oder voll froher Erwartung, nicht voll frohe Erwartung. Voll von süßem Weine, oder voll süßen Weines, nicht voll süßen Wein. Indessen lassen sich auch in dieser Form Zusammensetzungen machen: kummervoll, für kummersvoll, eine schauervolle Nacht. Sehr häufig pflegt man in diesem Falle, wenn das Merkmahl des Genitivs an dem Nennworte fehlet, die Sylbe er an das voll zu hängen, voller. Voller Gnade und Wahrheit, Joh. 1, 4. Das Buch ist voller Irrthümer, das Meer voller Seeräuber, das Haus voller Ungeziefer. Der Mund lief ihm voller Wasser. Voller Schlaf seyn. Ein Mann voller Treue und Redlichkeit. Ein Leben voller Büberey. Voller Wunden seyn. Früchte voller Saft. Womit ich voller Blödigkeit so lange gezaudert habe, Gottsched. Der Himmel ist voller Gewitter. Und voller Neubegierde schielt Er bloß nach dem Gewinn, Weiße. Die Götter müßten ja Die Erde voller Wälder machen, Rost. Da diese Sylbe die Stelle des Genitivs vertritt, oder vielmehr den Genitiv des folgenden Nennwortes anzeiget, so darf dieses kein neues Merkmahl des Genitivs haben; voller Betrug, nicht voller Betrugs. Eben so wenig kann dieses voller gebraucht werden, wenn das Hauptwort ein Beywort vor sich hat, weil dieses den Genitiv hinlänglich bezeichnet, daher er in voll entbehrlich ist, weil in mehrern Fällen nur Ein Merkmahl des Genitivs seyn darf. Volhynien und Podolien sind noch voller Russischer Truppen. O Brutus, voller tiefen Sorgen Seh ich dein Herz für Rom zertheilt, Less. Sind beyde gleich fehlerhaft, indem es voll Russischer Truppen und voll tiefer Sorgen heißen sollte. Die Erde ist voll deiner Güte, nicht voller deiner Güte.[]Hieraus erhellet zugleich, daß dieses er an dem voll ein wahres Überbleibsel des Articulus postpositivus ist, welcher ehedem in der Deutschen Sprache häufiger gebraucht wurde, als jetzt, ob er gleich noch nicht ganz veraltet ist. Da dieser Artikel unsern Sprachlehrern unbekannt ist, so ist es kein Wunder, daß sie nicht wissen, was sie aus diesem voller machen sollen, und wenn ja einige auf die Spur kamen, so stießen sie sich daran, daß voller sowohl vor männlichen als weiblichen Hauptwörtern gebraucht wird. Indessen ist dieser ganze Gebrauch des voller mehr der gemeinen und vertraulichen Sprechart eigen, als der edlern, in welcher man denselben am sichersten vermeidet. Aus allem, was bisher von diesem Worte gesagt worden, siehet man, daß voll nur alsdann als ein eigentliches Beywort gebraucht wird, wenn dasjenige, womit ein Raum angefüllet ist, verschwiegen wird. Ein voller Becher. Soll dasjenige, womit der Raum angefüllet ist, ausgedruckt werden, so muß das Wort in der Adverbial-Form stehen. Ein Becher voll Wein oder voll Weins, nicht ein von Wein voller Becher. Eben so fehlerhaft ist, wenn einige Neuere in der höhern Schreibart ein von Kummer volles Herz sagen, wo sie sich allenfalls mit der Zusammensetzung hätten helfen können, ein kummervolles Herz. Da dasjenige, womit etwas angefüllet ist, seiner Menge nach unbestimmt ist, so leidet voll auch keinen bestimmten Artikel nach sich. Voll Güte des Herren, nicht voll der Güte des Herren. Wohl aber das Fürwort; voll der Güte des Herren, welche ich erfahren habe. 2. In einigen figürlichen Bedeutungen, von welchen auch die meisten der vorigen Anmerkungen gelten. (1) Für betrunken, doch nur in den harten und niedrigen Sprecharten. Ein voller Mensch, ein trunkener. Sich voll trinken. Jemanden voll machen. Voll werden. Voll seyn. Blindvoll, blitzvoll, hagelvoll, in den niedrigen Sprecharten, im hohen Grade betrunken. (2) Einen hohen und doch nicht übertriebenen Grad der Ausdehnung, den zur Vollständigkeit gehörigen Grad der Ausdehnung habend, nur in einigen Fällen, wie vollkommen. Volle Hände, runde, fleischige Hände. Eine volle Brust, eine vollkommne, gewölbte. Sein Angesicht ist voll und rund, Weiße. S. auch völlig. (3) In noch weiterm Verstande, alle zur Vollständigkeit gehörige Theile, sein gehöriges Maß und die gehörige Zahl habend; ganz. S. auch Völlig. Die Summe ist noch nicht voll. Einen unwichtigen Ducaten für voll ausgeben. Es hat sein volles Gewicht. Der volle Mond oder Vollmond. Der Mond ist noch nicht voll. Ich habe dir ein volles Jahr Zeit gelassen. Er haßt sie aus vollem Herzen, von ganzem Herzen. Im vollesten Wuchse standen die Bäume da, Geßn. Im vollen Laufe. Ich bin schon volle acht Tage hier. Einem volle (völlige) Genüge thun. Doch wird die Zwietracht nicht in vollen Flammen lodern? Weiße. Die volle Mast, in der Landwirthschaft, zum Unterschiede von der halben, S. Mast. Ein voller Bogen, in der Baukunst, der einen halben Zirkel ausmacht, zum Unterschiede von einem gedruckten und flachen. Die volle Marter, in den Gerichten, die ganze Tortur, wo der Inquisit auf der Leiter ausgespannet wird. (4) Voll von etwas seyn, alle Empfindungen, alle Kräfte des Geistes damit beschäftigen und solches äußern. Er war ganz voll von dieser Begebenheit, sie beschäftigte seine ganze Seele. So auch ein volles Herz, das ganz von Empfindungen Einer Art beschäftigt wird. Es überwältigte mich die Bewegung eines zu vollen Herzens. Mein Herz ist voll, es kann seine Fülle nicht mehr fassen, Dusch.[]Anm. 1. Dieses Wort wird mit allerley Redetheilen zusammen gesetzt, und nimmt seine Stelle alsdann sowohl vorn als hinten; letzteres nur allein mit solchen Hauptwörtern, sehnsuchtsvoll, kummervoll, wehmuthsvoll u. s. f. welche den Gegenstand oder die Materie der Fülle bezeichnen, ersteres aber auch mit andern Arten von Wörtern, S. sie im folgenden. Wenn es mit Zeitwörtern zusammen gesetzt wird, so wirft es seinen Ton auf das Zeitwort, und wird zur so genannten untrennbaren Partikel, welche ihre Stelle vor dem Zeitworte unverändert behält, und daher auch kein Augment leidet. Vollênden, vollbríngen, vollfǘhren, ich habe volléndet, vollbracht u. s. f. Nur hüte man sich, nicht solche Redensarten für Zusammensetzungen zu halten, welche keine sind, sondern wo voll das gewöhnliche Nebenwort ist. Ein Glas voll gießen, etwas voll machen, voll füllen, voll seyn, voll werden u. s. f. sind keine Zusammensetzungen, theils, weil hier sowohl das Neben- als auch das Zeitwort seinen eigenen vollständigen Ton hat, theils auch, weil die Bedeutung ganz einfach und nichts weniger als elliptisch oder figürlich ist. Daher folgt das Nebenwort in der Conjugation auch der gewöhnlichen Regel: ich mache voll, bin voll gewesen. Gottsched und andere Sprachlehrer geben es hier sehr irrig für eine trennbare Partikel aus; da doch hier keine Zusammensetzung Statt findet, sondern voll ein Nebenwort von der gewöhnlichen Art ist. Anm. 2. Dieses alte Wort lautet schon bey dem Ulphilas fulls, bey dem Ottfried und seinen Zeitgenossen full, im Nieders. vull, im Angels. ful, im Ißländ. follin, im Griech. βυλλος. Aus dem doppelten l erhellet, daß es ein Intensivum von viel ist, und eigentlich den Laut einer sehr wühlenden Menge ausdrückt. Das Nieders. vull bedeutet sowohl voll als viel. In den Slavonischen Mundart heißt voll plne, plny, poln, welches die Verbindung unsers voll mit dem Latein. plenus zu bezeichnen scheinet. Die älteste Schreibart dieses Wortes ist freylich foll; indessen ist das f schon sehr frühe mit dem v vertauschet worden, welches nunmehr allgemein ist; ob man gleich das f in dem Hauptworte Fülle und dem Zeitworte füllen beybehalten hat, S. dieselben.
12147 Zeichen · 189 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Voll

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Voll , adj. et adv. voller, volleste, in einigen gemeinen Mundarten, völler, völleste. Es bedeutet, so viel von einem an…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    voll

    Goethe-Wörterbuch

    voll [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Voll

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Voll , Karl , Kunstgelehrter, geb. 18. Juli 1867 in Würzburg, studierte in München neuere Sprachen, war 1892–96 Reallehr…

  4. modern
    Dialekt
    voll

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    voll [fòl, fol allg. ], flekt. voller, volli, voll e s neben unfl. voll wie in der dichterischen Sprache des Nhd.; Komp.…

  5. Sprichwörter
    Voll

    Wander (Sprichwörter)

    Voll 1. Abends voll, morgens noll. – Lehmann, 757, 9. 2. All tag voll vnd vbersatt, alle wochen zweymal im badt, macht e…

  6. Spezial
    voll

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    voll I adj. 1 (ganz gefüllt) plëgn (-s, plëna), colm (-s, -a) 2 (voll besetzt) plëgn (-s, plëna) 3 (beladen) ciarié (-iá…

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Wortbildung

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voll‑ als Erstglied (30 von 1.439)

voll(e)sprëchen

Idiotikon

voll(e)sprëchen Band 10, Spalte 782 voll(e)sprëchen 10,782

voll(e)stā(n)

Idiotikon

voll(e)stā(n) Band 11, Spalte 647 voll(e)stā(n) 11,647

voll(ge)tān

Idiotikon

voll(ge)tān Band 13, Spalte 352 voll(ge)tān 13,352

vollacheln

SHW

voll-acheln Band 2, Spalte 841-842

vollangeln

SHW

voll-angeln Band 2, Spalte 841-842

vollauf

SHW

voll-auf Band 2, Spalte 841-842

Vollbart

SHW

Voll-bart Band 2, Spalte 841-842

vollblasen

SHW

voll-blasen Band 2, Spalte 841-842

Vollblut

SHW

Voll-blut Band 2, Spalte 841-842

Volldampf

SHW

Voll-dampf Band 2, Spalte 841-842

Volldüng

SHW

Voll-düng Band 2, Spalte 841-842

vollessen

SHW

voll-essen Band 2, Spalte 841-842

Volleule

SHW

Voll-eule Band 2, Spalte 841-842

Vollgas

SHW

Voll-gas Band 2, Spalte 843-844

vollgauzen

SHW

voll-gauzen Band 2, Spalte 843-844

vollgeben

SHW

voll-geben Band 2, Spalte 843-844

vollhaben

SHW

voll-haben Band 2, Spalte 843-844

voll als Zweitglied (30 von 1.003)

Ährenvoll

Campe

Ährenvoll , — er, — este, adj. u. adv. voller Ähren, reich an Ähren. »Dort schwimmen die Westwinde auf der grünen Fläche der ährenvollen Gef…

Handvoll

RDWB1

Handvoll f (kein Bezug zu "полный") жменя устар. , пригоршня, горсть, охапка разг. немало, изрядное количество eine ganze Handvoll Beispiele…

Ɉammervoll

Campe

Jammer·voll

Ɉammervoll , adj . u. adv . voll Jammers, sowol höchst klagend, als auch, höchst elend, unglücklich, und, voll Unglücks, wie auch in hohem G…

Ɉubelvoll

Campe

Ɉubelvoll , adj . u. adv . voll Jubels, voll der lebhaftesten auch der feierlichsten Freude. Wenn unter hohen jubelvollen Zungen Ein süßer T…

Abenteuervoll

Campe

abenteuer·voll

○ Abenteuervoll , adj. u. adv. reich an Abenteuern. — — — jemehr sie sich — — Dem abenteuervollen Schauplatz nahn. Bürde.

abscheuvoll

DWB

abscheu·voll

abscheuvoll : kein flusz verwäscht den greul von abscheuvollen dingen. J. E. Schlegel 1, 56 .

abschiedvoll

GWB

abschied·voll

abschiedvoll Augenblick .. da ich von Ihnen und Ihrer .. Tochter mich trennen musste, und mit Abschiedvollem Herzen die letzte Hand küsste G…

absichtsvoll

DWB

absicht·s·voll

absichtsvoll , cogitatus : für manchen bald mit ungeduld durchharrten bald absichtsvoll verlornen tag. Göthe 9, 125 . ein sieg, den ich durc…

ABWECHSLUNGSVOLL

DWB2

abwechslung·s·voll

DWB2 ABWECHSLUNGSVOLL adj. DWB2 vgl. abwechslungsreich: DWB2 v1885 Sanders erg.-wb. 591 c . 1894 ein reizendes abwechslungsvolles programm H…

Achtungsvoll

Campe

achtung·s·voll

Achtungsvoll , — er, — ste, adj. u. adv. voll Achtung, viele Achtung zeigend. Sein achtungsvolles Betragen gegen mich.

ADELVOLL

DWB2

adel·voll

DWB2 ADELVOLL adj. DWB2 edel, vornehm: DWB2 ⟨1822/3⟩ ein majestätischer greis, dessen hoher .. körperbau, mit .. dem adelvollen, blühenden a…

ärgervoll

DWB

aerger·voll

ärgervoll , taedii plenus, voll verdrusz: er hoft, ihm schneide gott Apoll ob dieser unsch m ärgervoll die langen ohren ab. Haug.

AFFEKTVOLL

DWB2

affekt·voll

DWB2 AFFEKTVOLL adj. : DWB2 DWB2 1746 ein tragischer dichter könte diese historie ( Medea ) nach seinem willen ändern, .. nehmen sie ( Gleim…

ahndevoll

DWB

ahnd·e·voll

ahndevoll , praesagii plenus, dies blieb auch in den neueren Göthischen ausgaben stehn, welche sonst ahnen für ahnden setzen, denn ahnevoll …

ahndungsvoll

DWB

ahndung·s·voll

ahndungsvoll , was ahndevoll, in den folgenden stellen ist es dem gewöhnlich durchgeführten ahnungsvoll noch nicht gewichen: diese ruinen zu…

ahnungsvoll

DWB

ahnung·s·voll

ahnungsvoll , ein lieblingsausdruck Göthes, von welchem reichliche belege zu geben sind, man merke aber, dasz alle älteren ausgaben immer ah…

Allmachtsvoll

Campe

allmacht·s·voll

◬ Allmachtsvoll , adj. u. adv. für allmächtig. z Allmachtsvoll ertheil' ich dir die Kraft. Falk. » Allmachtsvolles Gold.« Karschinn. Auch al…

Allmachtvoll

Campe

allmacht·voll

◬ Allmachtvoll , adj. u. adv. voll Allmacht, Alles vermögend. Uneigentlich. Wann sonst dem allmachtvollen Hauch Ir süßer Ton I leisem Schmac…

andachtsvoll

DWB

andacht·s·voll

andachtsvoll : im gedräng der andachtsvollen schaar. Wielands Klelia 1, 67 . bei Hagedorn 2, 11 und Gotter 1, 158 andachtvoll.

andachtvoll

DWB2

andacht·voll

DWB2 ANDACHTSVOLL , andachtvoll adj. DWB2 von andacht erfüllt. DWB2 DWB2 1 zu andacht 3 : 1646 die andacht-volle brunst der frommen lust und…

andenkevoll

GWB

andenke·voll

andenkevoll zu Andenken 1 a Euern lieben Andenckevollen [ Korr GWB B3,324 ] Brief hab ich heute kriegt, und muß nur wenigstens euch dagegen …

Anmaßungsvoll

Campe

anmassung·s·voll

○ Anmaßungsvoll , — er, — ste, adj. u. adv. voller Anmaßung, sehr, höchst anmaßend. »Seh ich dich endlich meiner Rache nahe, — du anmaßungsv…

Anmuthsvoll

Adelung

anmuth·s·voll

Anmuthsvoll , -er, -ste, adj. et adv. voll Anmuth. Eine anmuthsvolle Gegend. O fliehe nicht, rief sie mit anmuthsvollem Ton, Wiel.

anmutsvoll

DWB

anmut·s·voll

anmutsvoll , Gotter 1, 113. 3, 147 ; an diesem anmutsvollen orte. Wieland 11, 193 ; ihr anmutsvollen bettlerinnen gebietet selbst im flehn. …

Anspruchsvoll

Campe

anspruch·s·voll

○ Anspruchsvoll , — er, — ste, adj. u. adv. voller Ansprüche, viele und große Ansprüche machend. Ein anspruchsvoller Mensch.

ANSTANDSVOLL

DWB2

anstand·s·voll

DWB2 ANSTANDSVOLL adj. DWB2 auch anstandvoll. zu anstand 5 a . den regeln des anstands folgend, adv. ‘ auf schickliche weise ’ DWB2 v1807 di…

anstandvoll

DWB

anstand·voll

anstandvoll , decore plenus: die anstandvolle, unverstellte gleichgültigkeit und ungezwungne kälte. Wieland.

Arbeitsvoll

Campe

arbeits·voll

○ Arbeitsvoll , oder Arbeitvoll, adj. u. adv. voller Arbeit, was viel Arbeit erfodert, mühsam. Ein arbeitsvoller Tag. — Schiller.

Ableitungen von voll (7 von 7)

bevollen

Lexer

be-vollen adv. BMZ aus bî vollen völlig Nib. Gudr. Walth.

ervolle

BMZ

ervolle swv. 1. mache voll, fülle an. manege tugende mit den der boum ervollet wirt H. zeitschr. 7,513. 2. erfülle, vollende. ervolt ir sîne…

ervollen

DWB

ervollen , 1 1) implere, erfüllen: mhd. dër half im wol ervollen in sturme sînen muot. Nib. 205, 3 ; ir gebot ich gërne ervolle. Wh. 291, 24…

Ervollung

Idiotikon

Ervollung Band 1, Spalte 784 Ervollung 1,784

unvoll

DWB

unvoll , adj. , nicht voll Campe : dasz die rechtsspr. ... ze sinen jaren komen für das geringere, unvolle, ze sinen tagen komen für das vol…

vervollen

DWB

vervollen , v. , versinken, untergehen: her ( ein lastschiff ) vorvollete in der see, do wart nicht von geborgen (1400) handelsr. d. d. orde…

volle

DWB

volle , m. , schwach flectierend, vollen, m., vollheit, fülle, vollständigkeit, genüge mhd. wb. 3, 363 a ; Lexer 3, 446 ; Schmidt elsäss. wb…