Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
vluht stf.
1. flucht. Graff 3,767. diu fluht huop sich von dan Nib. 1954,1. die vluht geben fliehen Iw. 41. Er. 6623. wessich war ich mehte, ich hete gerne fluht Nib. 526,2. an ir vlühte das. 1557,1. an der fluht Trist. 8855. als der vogel sich ûf ze flühte hebet das. 846. ze flühte loufen Nib. 923,2. die der vluht vergâʒen Iw. 142. ûf der flühte spor troj. 11973. — des site was vor valsche ein fluht floh ihn Parz. 162, 24. er, vor missewende ein wâriu fluht das. 4,22. von valschem wandel was sîn fluht g. Gerh. 774. von allen sünden habet vluht b. d. rügen 1616. — plur. ich hân ze vlühten mich selten gekêret krone 132 Sch. daʒ man mich an flühten funde Rab. 942. swer immer gêt en flühten H. zeitschr. 7,362.
2. zuflucht, refugium. er was der nôthaften fluht a. Heinr. 64. war hât diu arme sêle fluht Parz. 467,5. die heten die vallenden suht die heten zuo ime grôʒe fluht nahmen ihre zuflucht zu ihm Ulr. 1093. mîn triuwe hât doch gein iu fluht Parz. 488,8. iurs gastes vluht, dier gein mir tet für den tôt das. 415,7.