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verrufen

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
10 in 9 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

verrufen

verrufen

rufen Vb. ‘die Stimme laut ertönen lassen’. Das ursprünglich reduplizierende germ. Verb ahd. (h)ruofan (8. Jh.), mhd. ruofen, (md.) rūfen, rōfen, asächs. hrōpan, mnd. rōpen, mnl. nl. roepen, afries. hrōpa, aengl. hrōpan ‘rufen’ (germ. *hrōpan) ist ebenso wie schwach flektierendes ahd. (h)ruofen (9. Jh.), mhd. rüefen, ruofen, (md.) rūfen, rōfen, anord. hrōpa, hrœpa ‘verleumden, rufen’, schwed. ropa, got. hrōpjan ‘rufen’ (germ. *hrōpjan) vermutlich lautnachahmenden Ursprungs und gehört zu einer b-Erweiterung der Schallwurzel ie. *kar(ə)- ‘laut preisen, rühmen’, wozu auch Ruhm (s. d.) und außergerm. aind. carkarti ‘erwähnt rühmend’, karkaríḥ, karkarī́ ‘eine Art Laute’, kīrtíḥ ‘Ruhm, Kunde, Erwähnung, Preis, Lob’, griech. karká͞irein (καρκαίρειν) ‘erdröhnen, erbeben, zittern’, kḗryx (κήρυξ), (dor.) kā́ryx (κάρυς) ‘Herold, Bote’, lit. kar̃das ‘Widerhall, Echo’, kardìntis ‘sich bemerkbar machen, von sich hören lassen’, ablautend alit. apkerdžiu ‘ich verkünde’ gestellt werden können. – 1Ruf m. ‘lautliche Äußerung, Appell, Forderung, Berufung (in ein Amt), Leumund’, ahd. (h)ruof (11. Jh.), mhd. ruof, (md.) rūf, mnd. rōp ‘Ruf, Geschrei’, mnl. nl. roep, aengl. hrōp ‘Ruf, Geschrei, Klage’, anord. hrōp ‘Verleumdung, Gerücht’, got. hrōps ‘Ruf, Geschrei’ und ahd. (h)ruoft ‘Geschrei’ (8. Jh.), mhd. ruoft ‘Ruf, Geschrei, Schall, Leumund’ sind Abstraktbildungen zum Verb (vgl. auch ahd. gi(h)ruofti, mhd. geruofte, s. Gerücht). verrufen Vb. (veraltet) ‘öffentlich bekanntmachen’, mhd. (stark und schwach) verruofen, verrüefen ‘öffentlich ausrufen’, danach ‘in schlechten Ruf bringen’ (17. Jh.). Heute nur noch verrufen Part.adj. ‘übel beleumdet, berüchtigt’ (18. Jh.). Rufname m. (19. Jh.).
1695 Zeichen · 69 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Verrufen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Verrufen , verb. irreg. act. S. Adelung Rufen , in einen übeln Ruf bringen. Ein Neuling, der verrufen darf, Was Lehrer, …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    verrufen

    Goethe-Wörterbuch

    verrufen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    verrufenAdj.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    ver-rufen Adj. : ' übel beleumdet ', veruf, -rufe [verbr.]; vgl. verschreien . Daðes (das ist) e verufe Nescht [KU-Kaulb…

  4. Sprichwörter
    Verrufen

    Wander (Sprichwörter)

    Verrufen 1. Er ist verruefe wie de Churerbatze. (S. Regentag.) – Sutermeister, 84; Kirchhofer, 70; Eiselein, 108. Zur Be…

  5. Spezial
    verrufen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ver|ru|fen adj. 1 descredité (-tá, -tada) 2 (übel beleumdet) da n stlet inom.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit verrufen

4 Bildungen · 2 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von verrufen

ver- + rufen

verrufen leitet sich vom Lemma rufen ab mit Präfix ver-.

Zerlegung von verrufen 2 Komponenten

ver+rufen

verrufen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

verrufen‑ als Erstglied (2 von 2)

verrufeneⁿ

Idiotikon

verrufeneⁿ Band 6, Spalte 677 verrufeneⁿ -ü- 6,677

verrufen als Zweitglied (1 von 1)

Pfandverrufen

DRW

pfand·verrufen

Pfandverrufen, n. verkürztes Gerichtsverfahren zur Pfandverwertung von pfandtverruͤffen, ußklagen 1614 BernStR. VII 2 S. 797 Faksimile wie d…

Ableitungen von verrufen (1 von 1)

unverrufen

DWB

unverrufen , part. adj. adv. zu verrufen. von münze u. währung ( th. 12, 1027): Fischart Garg. 183 ndr.; Henrici (1727 ff. ) 4, 409; Menante…