tô/up sich neigen, tendieren, „Dan ik sin herte hadde bekort Dat id van der kuscheyt vloghe Unde sik to bosen dyngen toghe” (Schachb. 137), „vnd an der farwe tyhen sie sick vp de roͤde” (Vespucci A 4
v); — (
mediz.:) „Waer eyn man wort gewundet in ßyn woltsene off in syn rugge, datt em syn nacket sit tut vnd syn angesichte vptut, vnd dat he syn houet nicht vmmekeren kan” (Ostfries. Rqu. ed. Borchling 91); — sich bemühen, erstreben, „[de lozen] theen syck, umme de oueren hant tho hebben” (RV 197); — sich der Sache oder Angelegenheit annehmen, „De prelaten vormarkeden, dat dit vornemen mennigem myshagede, und ok heren und vorsten sich darto togen” (Schomaker 90). — 1.2. wandern, umherziehen, „Ten wandern itinerare viagiare peragrare” (Voc. Strals. ed. Damme
[]406), „Etlike laten de stratenrovers dorch ere lant tên” (Lüb. Tot. 34), c.
Adv. insbes. hen unde hēr, wedder unde vōrt, „Dewile dan de Sassen mit den swarten und wittenhoep hen und heer toegen ..., muste men sick orer anslege befruchten” (Beninga ed. Hahn 1, 520); — (bildl.,
mediz.:): sich verbreiten, „[1529] is ene seltzame Kranckheit aver Duͤdschland unde ock Hamborg getagen” (Staphorst II 1, 85), sich verbreiten, sich ausbreiten, „weme de krampe in den senen edder in den ledematen thut de seyde lilien blade in watere edder in wyne vnde legge eyn plaster warm dar vp” (Prompt. med. ed. Seidensticker 161). — 1.3. zusammenkommen, sich treffen, „Und in der monat die boden thien sollen von beyden parten one allerley behendicheit” (Livl. Ub. II 2, 405); — (Vbdg.:) ȫver ê(i)n t. sich einigen, „Ne conden oc the ratmanne unde the oldermanne ther eveninghe nicht over en teen, so scolden se ut iewelkem verdel besenden ver man” (Brem. Rqu. ed. Eckhardt 41); —
s. auch tôhôpetên, tôsammentên; — entstehen, herausbilden, „Js dat water blaw vnde is dar eyn hut bouen ghetaghen, so is dat braghen sere in deme houede” (Goth. Arzneib. 201). 2. c. Präp. up(pe) oder an sich auf etw./ jemdn. beziehen, „unde so denne de parthe then uppe eyne scrifft in der Stadt bock gescreven” (Lüb. Urt. 4, 326); — auch refl. „De schalk antworde im gerichte unde toͤch sick up sine eigen veide” (Brandis 108), (Vbdg.:) sik up bewîsinge t. Beweis führen, „und beden den koning dat he de sentencien wedderreipe, nach dem alse sik de bischop togen hadde up bewisinge und nicht bewisen enkonde” (Chr.
d. d. St. 7, 364), sik uppe den hilligen t. schwören, „Weigeret man ime des mit unrechte, unde tiüt he sik ut uppe'n hilgen, he is en unvervest man” (Ssp. 1, II 4 § 1), uppe vorlenginge t. verlängern, aufschieben, eine Verlängerung beantragen, „de jene, de uppe de Vorlenghinge tuͦd, de schal er an xiiij daghen dar na vort volghen” (Pomm. Gesch.-Denkm. 2, 53), up nôt t. Notwehr geltend machen, „bei Todschlägen reite der Thäter her tu dorpe unde bekant des unde tid up not unde sittet up sin wergelt” (Ssp. 1, II 14 § 1 Gl.). 3. Mitglied werden, in eine Institution eintreten, (Vbdg.:) int stift/klôster/konvent/ spētâl, in den ōrden t. ins Kloster, ins Stift u.Ä. eintreten, „wel de frouwe thein in clostere, spettal edder convend, de schal laten den dridden deil alle ores gudes” (Gosl. StR ed. Ebel 15); — (Vbdg.:) refl. sik in vê
ede unde vrēde t. sich jemdm. in Krieg und Frieden anschließen, „lantgrave Hinrik van Hessen ... toͤch sick in veide unde vrede des jungen hertogen Wilhelmes van Brunswyk” (Brandis 40). 4. c. Präp. van/ût einen Ort verlassen. —
[]4.1. wegziehen, den Wohnsitz/Ort wechseln, c.
Adv. „De beiden borgemeister togen darvan” (Schomaker 143), mit präpos. Erg. „de mürmestere, de sülvesheren, scölen des sommers nicht ten uth der stadt umme ander lüde arbeit sunder des rades vulbord” (Kieler Burspr. 181). — 4.2. refl. sich von etw. fernhalten, sich entfernen, „Wil gi vnkuscheyt vlen, Van leddicheyd schole gi vch teen” (Leyen Doctr. ed. Ljunggren 189), sich enthalten von, verzichten auf, „He toch sick van visschen vnde vleisch” (Hieron. Briefe [a] 260); — sich entziehen, sich entfernen, sich zurückziehen, „Dorn clage de scholtu gerne vlen Vnde dy van quader selschop then” (Josep ed. Schütz 261); — sich von jemdm. abkehren, abwenden, „war vmme verlate gy den heren god Israhel / vnd buͤwet eyn altar den afgoden vnd theen van dem deynste godes” (Halberst. Bibel, Josua 22, 16); — auch refl. „Des wil sek god ok van or teͤn” (Engels Unterweis. 1, 63). — 4.3. (Vbdg.:) van ander t. auseinandergehen, „Und, gott loff und dank, is dat concilium eindrechtich besloten und in groter einicheit de vedere alle in osculo pacis vonander getogen” (Oldecop 545). 5. c. Präp. ût eine Institution verlassen. — 5.1. (milit.:) heeresflüchtig werden, desertieren, „Des geboth Saull alle den gennen de bij eme weren dat men vmme soken scholde alle de vth synen here gethogen weren” (Lüb. Hist. 17). — 5.2. (Vbdg.:) ût dem orden t. aus dem Orden austreten, „he [wolde] uth der cappe unde uth deme orden ... then ... unde denre unde cappellan [werden]” (Ribn. Chr. 165), ût dem dēnste t. kündigen, eine Tätigkeit aufgeben, „[er hatte] ome gefraget, wat one darto beweget hedde, dat he so ut einem guden deinste getogen und up sin older ein bedeler monnik geworden were” (Oldecop 25). 6. (milit.:) feindlich ausziehen, gegen jemdn. vorgehen, „ein thehnde Krigsuolck” (Chytr. 205), c. Präp. „we ... toghen jeghen de heydenen” (Baier 37), „de godesridder scholen nummer mit wapen up de cristen tên” (Lüb. Tot. 38); — (Vbdg.:) in den strît/tô strîde t. in den Kampf ziehen, „Ghy en scholen nicht theen teghen juwe brodere tho strijde vp de van Israhell” (Lüb. Hist. 99), tô velde/in dat velt t. ins Feld ziehen, „Toch de curfurste van Sassen mit dem lantgraven van Hessen wedder den keyser to velde” (Schomaker 175), in den krîch t. in den Krieg ziehen, „se [syn] vth einfoldt eres Herten mit Absolon van Jerusalem wedder Dauid in den Krych getagen” (Nic. Gryse Laienbibel 1, Cc 3
v), in de hērvārt t. einen Kriegeszug unternehmen, in den Krieg ziehen, „Den knokenhauwermesteren hefft de rad erloͤvet, dat se dejenne, de onechte syn ..., na dusser tiid nicht nemen en
[]dorven in oͤre selschop ... edder in de hervard theen” (Gött. Stat. 150); — c. Präp.