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Torte

mnd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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15 in 15 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Torte

Bd. 8, Sp. 1244
Torte das Wort ist allg., im Rhfrk, WMosfrk, Aach, Eup auf torte, sonst auf tarte (frz. tarte) zurückgehend; Rhfrk tǫrt, tǫăt, Pl. -də [Kreuzn-Langenth, Birkf-Stdt, Saarbr -ā-; Simm-Laub tǫrt, aber scherzh. ębəltārt neben -tǫrt]; WMosfrk an der Saar, Mos, Altk-Hellert, Wittl, Bitb tərt, –ōə-, Pl. -dən [Kobl-Stdt -ā-], Siegld dātχə (veralt.); sonst tārt, tāət, auch Bitb-Irrel Prümzurlay wie in Prüm [doch Malm-Aldring --; Sol-Opladen -ā:-; Berg. n. Ürd. L., MülhRuhr tārtə], Pl. -tə(n); Eup-Stdt, Aach-Stdt Merkst tūə(r)t, Pl. -tə, im Gegens. zu -ā- »Butterbrot«; Demin. tęrtχə, –Eə-, –ēə-, –E-, –tšə(n), –tjə f.: 1.a. ein besserer Fladen, rund u. klein od. vierkantig u. gross, mit Obst belegt, darüber ein Netzwerk von Teigstreifen, im Gegens. zum Fladen ohne dieses; Appel-, Birre-, Prumme-, Kirsche-, Knurschele- (Stachelbeeren-), Käst.; wenn T.ə gebacke werde, wird der Deg met en Roll gerollt; dann kütt he op rong (runde) Plate ze lige; der Tütt (Obstbrei) schmiert mer met en Tartentruffel op (de T. wird belāt); wenn e fein glatt es, werde de Rilchere (Riegelchen, Streifen) drop gelāt Dür, Allg.; im Siegld nur das schon halb vergessene Quetschedatche ein zieml. flaches, kleineres, längl. Gebäck von Butterweckod. Blätterteig mit einigen gekochten Zwetschen in der Mitte; Spauztärtchen kl. Apfelkuchen, der zuerst von einem Bäcker Fischer (Spauz genannt) gebacken wurde Trier-Stdt. RA.: Dat schmack wie T., es su got wie T. Rip, Nfrk; Tütt (Obstmus) op Weck, dat schmät wie T. Köln-Pulh. Et geht wie T. glatt, wie geschmiert LRip, MGladb. E Kärtchen (Spielkarte) wie en Tärtchen so gut Bo-Endenich. En leckere T. en en jonge Dern hät ok den aldste Geck noch gern Klev. We de Koschte (Krusten) net mag, de krit och ken T.! ohne Fleiss kein Preis MGladb-Korschenbr. Eich hon en Honger, eich kennt en T. fresse! Bitb-Irrel. Do hätt ech bal en de T. getredde! etwas angerichtet, deine Gunst verscherzt Sieg-Ägid. De hät e Gesech, als wenn mer möt ner Schottel en en T. hätt gefohlt ein breites, pockennarbiges Gesicht Eusk-Derkum. Redd van T.ə! ein anderes Thema Bo-Stdt. — Gih mer op et Märtchen (Markt), kafen en Tärtchen on e Kälfchen möt em Schwänzchen on en Dillilillilänzchen! Handkitzelvers Trier-Stdt. Die Jonges krige Rabaue, de Weiter (Mädchen) welle mer haue; de J. krige T.ə, de W. lecke de Plate usf. Düss. — b. Butterbrot, frz. tartine, u. zwar eine einzelne Brotschnitte, auf einer Seite geschmiert, Botter-, Kies-, Honigt., im Gegens. zur Botterramme, die aus zwei aufeinandergelegten Brotschnitten besteht Prüm, Malm, WSchleid, Monsch, Eup, Geld-Leuth (vgl. Wk. VIII 9 [Stück]); T.ə schnorre Butterbrote essen Aach. Dieser Westrand hat die Bed. 1 a erst neuzeitl. daneben, aber meist in den Zs. Appelt. usf.; der Fladen herrschte hier eben vor kurzem noch vor; Eup-Stdt, Aach-Stdt Merkst unterscheidet diese Tārt von der Tūərt 1 a. RA.: das Mädchen sitt us we en afgeleckt T. sehr bleich, angegriffen Allg. — 2. übertr. a. sachl. α. Tärtchen die Pfanne (Blech), auf welcher die Torte gebacken wird Bitb-NWeis. — β. scherzh. Ohrfeige; enem en T. langen; du krist glik en paar T.ən! NBerg, Kemp-Dornbusch Lobberich, Geld-Leutherheide, Remag. — b. persönl. α. Tärtche verächtl. naschhaftes junges Mädchen, verwöhnter Backfisch Kobl-Stdt. — β. Torten Neckname derer von Saarbg-Wehr.
3347 Zeichen · 92 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    torteF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    torte , F. Vw.: s. tarte

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Torte

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Torte , plur. die -n, Diminut. das Törtchen, Oberdeutsch Törtlein, in den Küchen, ein Gebackenes, welches gemeinigli…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Torte

    Goethe-Wörterbuch

    Torte [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Torte

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Torte (franz. tarte ; ital. u. span. torta ; v. lat. tortus , »gedreht«), ursprünglich ringförmiges Backwerk, jetzt: sei…

  5. modern
    Dialekt
    Torte

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    Torte Band 4, Spalte 4,20

  6. Sprichwörter
    Torte

    Wander (Sprichwörter)

    Torte 1. Gute Torten und böse Gewohnheiten muss man brechen. 2. Torten und Frauen sind schön, wenn sie gut zu verdauen (…

  7. Spezial
    Torte

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Tor|te f. (-,-n) turta (-tes) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit torte

57 Bildungen · 36 Erstglied · 21 Zweitglied · 0 Ableitungen

torte‑ als Erstglied (30 von 36)

torteldūve

KöblerMnd

torteldūve , F. nhd. Turteltaube Hw.: s. dorteldūve, terteldūve, tritteldūve, turteldūve; vgl. mhd. turteltūbe E.: s. tortel, dūve (2) W.: s…

Tortelett

Pfeifer_etym

torte·lett

Torte f. ‘rundes, mehrschichtiges Feingebäck mit Füllung und Garnierung’ (Anfang 16. Jh., bis ins 18. Jh. auch Tarte, Turte, Dorte), niederr…

Tortelette

Pfeifer_etym

torte·lette

Torte f. ‘rundes, mehrschichtiges Feingebäck mit Füllung und Garnierung’ (Anfang 16. Jh., bis ins 18. Jh. auch Tarte, Turte, Dorte), niederr…

torteln

RhWB

tort·eln

torteln tordələ vereinz. schw.: 1. torkeln Wittl-Bergw . — 2. im Finstern tappen, tasten Saarbr-Wehrden .

Tortenform

SHW

Torten-form Band 1, Spalte 1593-1594

Tortenbackerei

PfWB

torten·backerei

Torten-backerei f. : 'das Backen von Torten'. Ich bin die Toʳtebackerei jetzt satt [ LU-Opp ]. Südhess. I 1594 . —

tortenbäcker

DWB

torten·baecker

-bäcker , m. Kramer teutsch-ital. 2, 1101 ; Adelung 4, 633 ; Campe 4, 853 ; vgl. den subst. inf. tortenbacken Amaranthes frauenz.-lex. 1978 …

Tortenbär

RhWB

torten·baer

Torten-bär Dür m.: verächtl. Schimpfw., bes. für ein plumpes Frauenzimmer.

Tortenbecker

Campe

torten·becker

Der Tortenbecker , — s, Mz . gl.; die — inn , eine Person, welche Torten zu backen verstehet und diese Kunst ausübt.

Tortenei

RhWB

torte·nei

Torten-ei Bitb-NWeis n.: dillähnl. Unkraut im Felde.

Tortenhürdchen

RhWB

Torten-hürdchen -hȳətχə Rip n.: flaches, viereckiges Flechtwerk, das die Konditoren gebrauchen, um Torten 1 a wegzubringen.

torten I

RhWB

torten I -ǫ- = ärgern s. Tort II;

torten II

RhWB

torten II -ā- = ohrfeigen s. Torte.

Tortenkopf

RhWB

torten·kopf

Torten-kopf -kǫp MGladb-Rheind m.: einer, der gern Torten 1 a, Kuchen isst.

tortenpfanne

DWB

torten·pfanne

-pfanne , f. Stieler 1433 ; Adelung 4, 633 ; Campe 4, 853 ; Amaranthes 2030 ; allg. haushalt.-lex. 3, 530; Gäbelkover artzneybuch 1, 252 ; H…

Tortenpumme

RhWB

Torten-pumme -pu·m., –o-, –pø·m.kə Heinsb f. (n.): Apfeltorte, tarte de pommes.

torte als Zweitglied (21 von 21)

Kirschtorte

RDWB1

Kirschtorte f Schwarzwälder Kirsch, Schwarzwälder Kirsch - популярный в Германии шоколадно-кремовый торт с вишнями

Linsertorte

RDWB1

Linsertorte f ursprünglich "Linzer Torte" популярный в Германии торт из песочного теста, смешанного с орехами; сверху торт покрывается слоем…

Apfeltorte

Adelung

apfel·torte

Die Apfeltorte , plur. die -n, eine Torte, welche mit Apfelschnitten beleget worden.

Baumtorte

Adelung

baum·torte

Die Baumtorte , plur. die -n, bey den Kuchenbäckern, eine Torte aus eben demselben Teige, aus welchem man den Baum- oder Stangenkuchen bäcke…

Fleischtorte

Campe

fleisch·torte

○ Die Fleischtorte , Mz. die — n , eine Torte mit Fleisch gefüllt. S. Fleischgebackene .

Markstorte

Adelung

marks·torte

Die Markstorte , plur. die -n, in den Küchen, eine von Rindsmark verfertigte Torte. S. 2. Mark.

Marktorte

Campe

markt·orte

Marktorte ) , Mz. — n , in den Küchen, eine von oder mit Rindsmark gemachte Torte.

Retorte

Pfeifer_etym

ret·orte

Retorte f. birnenförmiges Glasgefäß mit langem, abgebogenem Hals zum Destillieren, entlehnt in der Sprache der Alchimisten (1. Hälfte 16. Jh…

sandtorte

DWB

sand·torte

sandtorte , f. bezeichnung einer tortenart, die im munde wie sand zergeht. frauenz.-lex. (1773) 2994. Adelung. Jacobsson 7, 166 b .

schautorte

DWB

schau·torte

schautorte , f. eine zum anschauen dienende torte ( vgl. schauessen ), nachahmung einer torte, z. b. in ton. Campe.