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Tort

mhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
18 in 15 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
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10
Verweise raus
14

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Tort m.

Tort m.

Tort m. ‘Kränkung, Verdruß, Unrecht’, Übernahme (Ende 17. Jh.) von afrz. frz. tort ‘Unrecht, Schädigung’, aus gleichbed. mlat. tortus, tortum (eigentlich ‘was krumm, nicht geradlinig ist’), spätlat. tortum ‘Verdrehtes, Verkehrtes’, dem substantiverten Maskulinum bzw. Neutrum des Part. Perf. von lat. torquēre ‘drehen, wenden, winden, martern’ (s. Tortur); häufig in der Wendung jmdm. einen Tort antun ‘jmdn. kränken, ärgern, schädigen’ (um 1700), afrz. frz. faire tort.
470 Zeichen · 18 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    tortAdv.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    tort , Adv. Vw.: s. dort L.: Hennig (tort)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Tort

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    * Der Tort , des -es, plur. inus. ein nur im gemeinen Leben aus dem Franz. Tort, mit Deutscher Aussprache, entlehntes Wo…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Tort

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Tort [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Tort

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Tort (franz., v. lat. tortum , »verdreht«), eine absichtlich zugefügte Beleidigung; Unrecht, Unbill.

  5. modern
    Dialekt
    Tort

    Bayerisches Wörterbuch · +7 Parallelbelege

    Tort Band 4, Spalte 4,19

  6. Spezial
    tort

    Ladinisch-Deutsch (Mischí)

    tort [tọ̄rt] m. (torc) Leid n., Unrecht n., Benachteiligung f. ▬ avëi tort Unrecht haben, im Unrecht sein; ester tl tort…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tort

114 Bildungen · 100 Erstglied · 12 Zweitglied · 2 Ableitungen

tort‑ als Erstglied (30 von 100)

Tortteig

SHW

Tort-teig Band 1, Spalte 1593-1594

tortel

MNWB

tor·tel

dorteldûve , tortel- , f. , Turteltaube.

torteldūve

KöblerMnd

torteldūve , F. nhd. Turteltaube Hw.: s. dorteldūve, terteldūve, tritteldūve, turteldūve; vgl. mhd. turteltūbe E.: s. tortel, dūve (2) W.: s…

Tortelett

Pfeifer_etym

torte·lett

Torte f. ‘rundes, mehrschichtiges Feingebäck mit Füllung und Garnierung’ (Anfang 16. Jh., bis ins 18. Jh. auch Tarte, Turte, Dorte), niederr…

Tortelette

Pfeifer_etym

torte·lette

Torte f. ‘rundes, mehrschichtiges Feingebäck mit Füllung und Garnierung’ (Anfang 16. Jh., bis ins 18. Jh. auch Tarte, Turte, Dorte), niederr…

torteln

RhWB

tort·eln

torteln tordələ vereinz. schw.: 1. torkeln Wittl-Bergw . — 2. im Finstern tappen, tasten Saarbr-Wehrden .

Tortenform

SHW

Torten-form Band 1, Spalte 1593-1594

Tortenbackerei

PfWB

torten·backerei

Torten-backerei f. : 'das Backen von Torten'. Ich bin die Toʳtebackerei jetzt satt [ LU-Opp ]. Südhess. I 1594 . —

tortenbäcker

DWB

torten·baecker

-bäcker , m. Kramer teutsch-ital. 2, 1101 ; Adelung 4, 633 ; Campe 4, 853 ; vgl. den subst. inf. tortenbacken Amaranthes frauenz.-lex. 1978 …

Tortenbär

RhWB

torten·baer

Torten-bär Dür m.: verächtl. Schimpfw., bes. für ein plumpes Frauenzimmer.

Tortenbecker

Campe

torten·becker

Der Tortenbecker , — s, Mz . gl.; die — inn , eine Person, welche Torten zu backen verstehet und diese Kunst ausübt.

Tortenei

RhWB

torte·nei

Torten-ei Bitb-NWeis n.: dillähnl. Unkraut im Felde.

Tortenhürdchen

RhWB

Torten-hürdchen -hȳətχə Rip n.: flaches, viereckiges Flechtwerk, das die Konditoren gebrauchen, um Torten 1 a wegzubringen.

torten I

RhWB

torten I -ǫ- = ärgern s. Tort II;

torten II

RhWB

torten II -ā- = ohrfeigen s. Torte.

Tortenkopf

RhWB

torten·kopf

Torten-kopf -kǫp MGladb-Rheind m.: einer, der gern Torten 1 a, Kuchen isst.

tortenpfanne

DWB

torten·pfanne

-pfanne , f. Stieler 1433 ; Adelung 4, 633 ; Campe 4, 853 ; Amaranthes 2030 ; allg. haushalt.-lex. 3, 530; Gäbelkover artzneybuch 1, 252 ; H…

tort als Zweitglied (12 von 12)

Tatort

RDWB1

Tatort m место преступления (а не "место действия")

Gutort

Wander

gut·ort

Gutort Der kann aan uf's Gutort bringe'. – Tendlau, 431. Einem das Leben rauben. Der Friedhof hiess bei den Juden der gute Ort.

houbetort

MWB

hoube·tort

houbetort stN. ‘Ausgangspunkt, Ursprung’ daz sich di lvͤzz vnd di rayn [...] hebent datz havp ortt des Vͦgenpachs vnd gent vͤber den Eidenpe…

Mediatort

DRW

media·tort

Mediatort, m. nicht reichs- oder landesunmittelbares, vielmehr einer zwischengeschalteten hoheitlichen Gewalt unterstehendes Territorium ohn…

postort

DWB

post·ort

postort , m. ort mit einer postanstalt, poststation Campe : ein alter schirrmeister, der im nächsten postorte gerade seine zehn ruhestunden …

Privatort

DRW

privat·ort

Privatort, m. zu 1Ort (IV) Örtlichkeit, die nicht öffentlich oder nur schwer zugänglich ist vgl. Privatkopulation zu hof, da der hoffarts-te…

sindeltort

MNWB

sindel·tort

sindeltort (sinnel- , zindel[e]- , zintl- , zendel-) , -dort , -drot , -rot (SL) , -drat (SL), -bort gezwirnter Zindel. —

sinneltort

KöblerMnd

sinneltort , Sb. Vw.: s. sindeltort

zintltort

KöblerMnd

zintltort , Sb. Vw.: s. sindeltort

Ableitungen von tort (2 von 2)

getort

GWB

getort s dörren Elke Dreisbach E.D.

torte

DWB

torte , f. , ' feiner, flacher kuchen aus zuckerteig '. in der nhd. schriftsprache besonders seit dem beginn des 18. jh.s allgemein gebräuch…