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Taug'

an. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
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8 in 6 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Taug' n.,, f.

Bd. 7, Sp. 59
Wossidia Taug' n., vereinzelt f. Gerät oder Werkzeug; Lautformen: Taug', Tau, Tog', Täu, Tög', Tögg', s. Karte Webstuhl 1. in den einzelnen Handwerken und Berufen deren besonderes Arbeitsgerät als einfaches Wort und als Grundwort von Zss. a. Geräte des Goldschmieds: 'welk knecht synes heren (des Meisters) touwe vordeyt' (Wi 1380) UB. 19, 525. b. eisernes Schmiedegerät in der Zs. Smäd'taug'. c. Schiffsgerät: 'syn (eines Schiffers) towe' (1394) UB. 22, 401; bes. Tau, Seil, s. Tau 1. d. in der Verbindung 'slitende touwe' (s. sliten) und der Zs. Slitetouwe dem Verschleiß ausgesetzte Mühlengeräte. e. Fanggerät, Netz: 'die thow zur waden' (1568) C. Cordsh. Neust. 231, vgl. Wad'taug'; in der Verbindung 'smale touwe' und den Zss. Kleintau, Smalltaug' Fanggerät, Netz für Kleinfischerei: 'piscaturam cum smale touwe et non cum sagena' (Wi 1349) UB. 10, 312. f. Zubehör zur Braupfanne: 'tow' (Wi 1633) Hans. Geschbl. 21, 333. g. wie Wagentaug' Wagengeschirr, eig. alles das nackte Wagengestell ergänzende Zubehör: '3 wagen myt etlick selen unde thouwen' (Wi 1498) Jb. 91, 202; in engerer Bedeutung auf bestimmte Teile bezogen, so Zugholz (Wacht): Taug' säd' min Vadder tau dei Vörwacht (1885) RoRostock@KlockenhagenKlock; wie Langbom in der Zs. Langtog'. h. das aus ledernem Riemen- und Gurtwerk bestehende Sielengeschirr: '2 Paar 6 Pferde Täugge, 1 Klein 2 Pferde Täugge' (1719) Horn Selmsd. 2, 40; Zss.: Vör-, Vörder- und Hinner-, Achtertaug', -täug'. i. koll. Eggen: 'egghetow' (Schö@Blüssen 1530) Jb. 16, 88. k. koll. Beutel in der Zs. Büdeltouw. 2. bes. der Webstuhl a. Beschreibung: der Webstuhl der dörflichen Hausweberin wurde überwiegend aus starkem Eichenholz, dessen Lohe ihn zugleich gegen Wurmfraß schützt, hergestellt, so daß er jahrhundertelang in der Familie forterben konnte; der dieser Beschreibung zugrunde gelegte Webstuhl aus PaParchim@GarwitzGarw (s. Abb. 1), jetzt im Berliner Museum für Volkskunde, wurde im Anfang des 18. Jh. vom Zimmermann doublecolTaug' Abb. 1 (Museum für Volkskunde Berlin) gebeilt, noch nicht vom Tischler gehobelt; die Webstühle dieser Art haben vorne zwei hohe Eckpfosten, miteinander verbunden durch ein starkes, hochkant liegendes Brett, worauf das Sitzbrett (Sitt-, Sittelbrett) ruht; die beiden hinteren Pfosten sind etwa um ein Drittel niedriger und durch ein starkes, flach liegendes Brett, die Slutscheid', verbunden; zwei Sidenbräd' zwischen den vorderen und den hinteren Pfosten schließen den rechteckigen horizontalen Rahmen, der somit einem Bettgestell ähnelt, oben bis zur Hälfte überdacht durch zwei vom oberen Ende der beiden hohen Pfosten ausgehende horizontale Balken oder Galgenarme (vgl. Galgen 2); das Brett unter dem Sitzbrett und die Slutscheid' greifen durch die Pfosten (Stipers) hindurch und werden außen festgekeilt. Wesentlich für die Führung des Kettengarns (Käd' 4, Uptogg) sind drei waagerechte Walzen des Webstuhls: der Ketten- oder Garnbaum, der Brustbaum und der Warenbaum. Der Garnbaum (Goorn-, Wäwbom) ruht in halbrunden Ausschnitten, die sich oben an den hinteren Schmalseiten der niedrigeren Hinterpfosten befinden; seine dicken überstehenden Enden weisen Bohrlöcher auf, rechts für den Nahlaterstock und links, damit er mittels eines eingesteckten Stockes (Bomknüppel Schö) zum Aufziehen und Aufwickeln des Kettengarns gedreht werden kann; das Ende rechtsseits der Weberin trägt außerdem ein hölzernes Zahnrad; vom Garnbaum läuft der Aufzug horizontal zu dem vor der Brust der Weberin befindlichen Bostbom; er leitet das fertige Gewebe abwärts zum Warenbaum; dieser steckt mit seinen Achsen in den dicken Seitenbrettern des Webstuhls und wird Löper, wegen seiner tieferen Lage auch Unnerlöper genannt; nach der Art des hergestellten Gewebes hieß er Dauk-, Tügbom oder Linnenbom, im späteren Sprachgebrauch drei syn. Ausdrücke. Der Garnbaum hat eine Längsrille, die dazu bestimmt ist, einen dünnen Stock (s. Pietsch 4 c) aufzunehmen, der zuvor durch die Endschlingen der Kette gezogen wurde und diese festlegt; entsprechend wird das Gewebe am andern Ende mittels der in die Rille des Warenbaums gedrückten und dort festgepflockten Pietsch festgelegt; die Schwierigkeit, die sich ergibt, solange das Anfangsgewebe wie auf unserer Abb. 1 noch nicht bis zum Warenbaum reicht, wird in PaParchim@GarwitzGarw dadurch überwunden, daß man von vornherein den durch das Ende des Gewebes gesteckten Stock durch starke einigermaßen parallele Bindfäden mit dem Warenbaum verbindet; wenn dieser, der an seinem rechten Ende neben dem Klinkrad noch einen Kranz langer Pflöcke trägt (s. Abb. 2), mit der doublecolTaug' Abb. 2 (Museum für Volkskunde Berlin) Hand gedreht wird, so wickeln sich die an ihm festgebundenen Bindfäden auf und ziehen das Gewebe nach sich, das dann mit seiner Pietsch festgelegt wird; verwendet man statt des glatten Garwitzer Brustbaums einen solchen mit Längsrille, so kann man zwar das Gewebe vorläufig am Bostbom festlegen, muß aber bald darauf, wenn sein wachsender Umfang hier stört, die Pietsch vom Brustbaum zum Linnenbom umlegen; vgl. Bom. 259; 262; in älterer Zeit wurde vorübergehend, nämlich beim Aufbringen der Kette, zusätzlich ein waagerechter Aufziehbaum unterhalb des Garnbaumes an die auch beim alten Garwitzer Webstuhl dafür hergerichteten Hinterpfosten gehängt; vgl. auch Bom. 257; bei manchen Webstühlen ist ein zusätzlicher Kniebaum (Kneibom) vorhanden, der das vom Brustbaum schräg nach unten zum Warenbaum laufende Gewebe von den Knien der Weberin fernhält und es zugleich durch einen Gegendruck spannt; denselben Dienst leistet er schon beim Aufziehen der Kette, s. upbömen. An einem unterhalb der Stelle des Aufziehbaumes befindlichen Querbalken oder in einem unten an der Slutscheid' hängenden Klotz (so unsere Abb. 1) sind die Träden (Fautbräd', Fautschämel, Schämel, beim Berufsweber in Schö Schamel) drehbar befestigt, deren freie Enden unter dem Webstuhl bis zu den Füßen der Weberin hindurchreichen. Über den je nach der beabsichtigten Breite und Fadendichte des Gewebes gewählten Reidel-, Reid'-, Vörkamm, durch den beim Upbömen die Kette gezogen wird, um die Fäden richtig auf dem Goornbom zu verteilen, s. Reidelkamm (Bd. 5, 839 mit Abb.); lattenartige Lese- oder Kreuzstäbe, die beiderseits der Fadenkreuzung zwischen die Fadenschichten geschoben werden, sichern die Schichtenlage der Fäden des als Leß bezeichneten Fadenkreuzes, wenn es als Ende der Kette durch Andrehen des Garnbaums bis vor diesen gelangt ist. Erst nach dem Upbömen werden in greifbarer Nähe des Webersitzes die Kammlad' und dahinter die Häwelken an die Galgenarme gehängt; danach werden die Fadenkreuzschlaufen zerschnitten und durch die Häwelken und dann durch den Kamm der Kammlade gezogen, s. inrigen. Die Kammlade (s. Abb. 3) bildet einen viereckigen doublecolTaug' Abb. 3 (Museum für Volkskunde Berlin) Rahmen, der mit den beiderseits überstehenden Enden seines oberen Balkens auf den Galgenarmen beweglich ruht; dadurch wird bei allen verschiedenen Ausführungen der Aufhängeeinrichtung stets eine schaukelnde Bewegung der Lad' in der Längsrichtung des Webstuhls ermöglicht, so daß man mit dem Kamm den Einschlagfaden fest an das fertige Gewebe anschlagen (an-, ranslahn) kann; über dem unteren, schweren Abschlußbalken des Rahmens befindet sich ein weiterer, paralleler Balken, der sich auf den Seitenbalken auf und ab schieben läßt; zwischen beiden wird der Kamm eingeschlossen, dessen obere und untere Leiste in Rillen der beiden Balken greifen; die zwischen den Leisten steckenden Zähne (Blatt, Kammblatt, Wäwerkammblatt) bestehen beim Garwitzer Webstuhl noch aus gespaltenen Rohrstücken, von denen die beibehaltene Bezeichnung Reitkamm abzuleiten ist, Syn.: Reit 2, Reitblatt, Wäwkamm; durch die Zwischenräume zwischen den Zähnen des Kammblattes werden die Kettfäden mit dem Intrecker hindurchgezogen: den Kamm beslahn (Bd. 1, 786) oder int Blatt stäken (Bd. 1, 930). Die Häwelken (Häwken, Häwten, Häwelten, vereinzelt auch Häwel; mnd. hevelte n.; die Bedeutungsangaben in Bd. 3 sind z. T. ungenau und nach diesem Artikel zu berichtigen) bestehen aus einem Paar sogenannter Schäfte, die, vom Webersitz her gesehen, als Vörschaft, -schacht und Hinnerschaft, -schacht unterschieden werden (s. Abb. 4); oben sind sie doublecolTaug' Abb. 4 (Museum für Volkskunde Berlin) miteinander durch zwei über eine Walze laufende Riemen verbunden; die Walze lagert in zwei senkrechten Scheiden, die in den Oewerlegger, den auf dem Galgen ruhenden Querbalken, eingelassen sind; bei Abb. 1 ist der Webstuhl für das Weben eines komplizierten Musters mit vier Schäften eingerichtet; dabei laufen die jeweils zwei Schäfte verbindenden Riemen über Rollen; die hölzernen Rollenhalter sind ihrerseits paarweise durch über die Walze laufende Riemen verbunden; ihr verdicktes unteres Ende, das die Rollen einschließt, heißt Trizblock oder -kopp; die den einzelnen Schaft (Häft HaHagenow@LankLank) bildenden senkrechten Litzen zwischen zwei waagerechten Schaftstäben enthalten beim Berufsweber in ihrer Mitte Metallösen und werden in der Hausweberei ersetzt durch eigenhändig aus gezwirntem Garn (Häweltwiern) geknüpfte senkrechte Reihen von Schlingen, wobei die mittlere Schlinge die Ös' (Helfenauge) bildet. Nach unten sind die Häwelken durch Stricke, die an ihren unteren Schaftstäben befestigt sind, über die beiden Swengel (s. Swengel I 1 b) mit den Träden verbunden, so daß sich bei jedem Treten der eine Schaft senkt, während sich der andere hebt. Die Aufzugfäden werden mit der Reid'nadel (Reid'haken, Rihnadel, -haken) unter Beachtung ihrer Lage im Fadenkreuz abwechselnd durch die Ösen des einen und des andern Schaftes gezogen und damit in ihrem Schaft festgehalten, so daß sie sich mit diesem heben und senken, während sie sich zwischen den Litzen des andern Schaftes frei auf und ab bewegen können; durch abwechselndes Treten der Träden (Ümpedden) bilden die Aufzugfäden immer wieder ein neues rautenförmiges Fach (Sprung), durch welches von der Seite her das Weberschiffchen mit der in ihm eingeklemmten Spule (Schottspaul für die Spule ohne und samt Schiffchen, s. Abb. 5; die Spule ohne Schiffchen heißt doublecolTaug' Abb. 5 (Museum für Volkskunde Berlin) meist Legg' oder Späulken, s. Spaul 2 c) und damit der sich von ihr abwickelnde Einschlagfaden vor der Kammlade hindurchgeworfen wird (Inslagg, inslahn); danach wird mit dieser der Faden jeweils zweimal fest an das Gewebe geschlagen. Während bei der einfachen Leinenbindung (einfaches Verkreuzen der Kett- und Schußfäden) ein Häwelkenpaar genügt, ist für schwierigere Bindungen und für Muster die Zahl der benötigten Häwelken wie der Träden größer, beim Berufsweber bis zu 25, in der Regel aber bis zu 8; in der Hausweberei wird bei nur einem Häwelkenpaar trotzdem ein Musterweben (bunt wäben) ermöglicht, indem zwecks zusätzlicher Fachbildung von einer Hilfsperson zwischen die Aufzugsfäden, meistens hinter den Häwelken, eine dünne Latte gesteckt und gekantet (Spon kanten) wird (mit 'n Spon wäben), so daß nach dem von den Häwelken erzeugten Sprung ein Fach von andersartiger, vom Muster geforderter Teilung der Aufzugsfäden dem Einschlag geöffnet werden kann; ohne Hilfsperson behilft man sich, indem man einen Knüppel, der schon durch sein Eigengewicht spaltbildend wirkt, in den Aufzug zur Scheidung der Fäden hineinlegt (mit 'n Knüppel wäben). Da der Berufsweber für den Wäw- oder Reitkamm nur die Bezeichnung Blatt als zünftig gelten läßt (Kamm seggen dei Frugenslüd' dortau LuLudwigslust@GranzinGranz), gebraucht er die Bezeichnung Kamm für die Häwelken, so auch in Stoffbenennungen wie Fifkamm, fifkämmig. Wird das Gewebe (Wäwels), das sich bei fortschreitendem Weben zu sehr der Kammlade nähert, auf den Linnenbom aufgewickelt, so muß gleichzeitig wieder Kettgarn vom Garnbaum abgewickelt werden; deshalb befindet sich für die rechte Hand der Weberin in gleicher Höhe mit den Pflöcken des Zeugbaums (vgl. Abb. 2) außen am Rahmen das Stielende des Nahlaterstocks; eine andere verbreitete Form des Nahlaterknüppels ist bei Klöpper 1 beschrieben, vgl. Bom. 257; auch die bei Bom. 263 abgebildeten Leitersprossen an einseitigem Holm, der senkrecht an die rechte Seite des Webstuhls angeschlagen ist, gehörten zu den in Pa@ vertretenen Möglichkeiten, den Stiel des Nahlaters und damit den Garnbaum festzulegen. Um das Gewebe in der Breite stramm zu halten und seine gleichmäßige Breite zu wahren, wird es auseinandergespreizt durch den Breithalter (Sparr- oder Spirraud'; Abb. und Beschreibung s. Bd. 6, 642), der hinter dem Brustbaum mit den an jedem Ende befindlichen Spitzen in die Geweberänder eingedrückt wird und immer wieder nahe an die Einschlagsstelle vorgerückt werden muß. Zubehör des Webstuhls ist der Spaulkasten oder -korf, der einen Vorrat von vollen Spulen enthält und in den die leer gewebten zurückgelegt werden, öfters mit gesonderten Fächern für Häwkentwiern, Intrecker, Reid'nadel und den zum Gnideln des Gewebes benutzten Schüerknaken; weiteres Zubehör des Webstuhls sind der Schlichttopf mit der Schlichte (Slicht, Slichtmaus, -grütt, auch Amidam) sowie die zwei Schlichtbürsten, die von oben und unten die Kettfäden mit Schlichte versehen, um sie glatter und haltbarer zu machen, bevor sie der starken Reibung in Häwelken und Kämmen ausgesetzt werden. b. Belege: der Leinenweber soll sein Meisterstück 'up der werkmestere towe maken' (Wi 1415) Burm. Altert. 69; Leinenwebern als dörflichen Schaulmeistern soll man 'falls sie die Schulen mit ihren Thauen besetzen, ... den Dienst auffkndigen' (1708) Erläuterung d. Kirch.-Ord. I 4a; durch den Landesgrundgesetzlichen Erbvergleich von 1755 ist auf jedem Gute zugelassen 'ein Grob-Leinweber mit drey Tauen' Bär. Gr.-Ges. 1, 915; mod. s. Karte; im Neckreim: Ja, ja, se (die Großmutter) läwet noch, Se sitt uppe Taug' un wäwet noch Wo. V. 4, 32; übertr.: se hett all wedder einen uppe Taug' erwartet ein Kind (1885) GüGüstrow@GülzowGülz. Die Karte zeigt auch die Verbreitung der Syn.; Wäwtaug' gilt mit seinen verschiedenen Lautformen vor allem im SW, wo sich die Tradition der Hausweberei am längsten hielt, während im Hauptteil des Landes schon das jüngere Wäwstauhl, -stohl vorherrscht. Die germ. Verwandtschaft des Wortes s. D. Wb. 15, 396 'zauen'. — Mnd. touwe, tow. — Br. Wb. 5, 33; 91; Dä. 485a; Da. 221b; Kü. 3, 397; Me. 5, 20; 141.
14177 Zeichen · 152 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–14. Jh.
    Altnordisch
    taugst. F. (ō)

    Köbler An. Wörterbuch

    taug , st. F. (ō) nhd. Faser, Tau (N.), Strick (M.) (1) E.: germ. *taugō, F., Strick (M.) (1), Seil; idg. *deuk-, V., zi…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    taugm.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    taug , m. , s. nichts-, un-, vieltaug.

  3. modern
    Dialekt
    Taug

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    Taug Band 3, Spalte 3,1377

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit taug

64 Bildungen · 58 Erstglied · 1 Zweitglied · 5 Ableitungen

taug‑ als Erstglied (30 von 58)

taug(e)schlächtig

Idiotikon

taug(e)schlächtig Band 9, Spalte 44 taug(e)schlächtig 9,44

taugäben

MeckWB

taugäben 1 a. geben, überlassen: 'dat gut tho Mistorp ... hebbe wy em thogeven' (1400) UB. 24, 96; de Drak hett ehr dat togäben, wat se hett…

Taugänger

MeckWB

tau·gaenger

Taugänger m. jedes Schwein, welches noch geweidet wird und kein Mastfutter erhält: Togänger Schill. Kr. 2, 7 b . Syn. Faselswin, vgl. Swin I…

taugahn

MeckWB

taug·ahn

taugahn 1. hingehen, kommen a. in a. Spr.: 'myt beyden demmen unde weghen, alze van der stat vore tů gheit unde hynden af' (hinführen; 1377)…

Taugang

MeckWB

taug·ang

Taugang m. Zugang 1. Eintritt: frien Taugang Schö Schlagsd . 2. Zugehendes: frischen Taugang neue Dienstboten Pa Bel . Mnd. tôgank.

Taugarn

Meyers

taug·arn

Taugarn , grobes Hausgespinst zu den schwersten Seilerwaren.

Taugaut

MeckWB

taug·aut

Taugaut -got n. seem. Tauwerk: Taugot Ro NHagD ; Wo. Seem. 1, 207; Fotmatten würden maakt von Taugot 229.

taugbar

DWB

taug·bar

taugbar , adj. was tauglich Stieler 271 . Steinbach 2, 801 . Schm. 2 1, 596.

Taugenichts

SHW

Tauge-nichts Band 1, Spalte 1429-1430

taugedanig

MeckWB

taugedanig -gedenig, a. Spr. todenig zugetan: 'KOeninge (hebben) sick eres ... Ordens ... thodenich ... gemaket' (sich ihm zugewendet) Gry. …

taugegen

MeckWB

taug·egen

taugegen (zweite Silbe betont) zugegen: ick bün ... bi jug taugegen 1. Kor. 5, 3. — Mnd. tôgegen.

Taugelnis

DRW

Taugelnis, f. Heimlichkeit, Versteck vgl. 3taugen thaz thin elimosina sí in tougalnesse, inti thin fater, thie íz gisihit in tougalnesse, ge…

Taugemüs'

MeckWB

tauge·mues

Taugemüs' n. Zuspeise: Tüffel un Taugemüs' Lu Kar ; Maus gew 't as Taugemüs' Schö; beim Hochzeitsmahl wir dick Ris un Plummen dat Taugemüs' …

taugen

DWB

tau·gen

taugen , verb. aptum, idoneum, utilem esse. I I. Formen und herkunft. I@1 1) taugen ist ursprünglich ein präteritopräsens, von dem sich einz…

taugen

FWB

1. ›Geheimnis; Heimlichkeit‹; vor allem: ›Unergründbarkeit Gottes, göttliches Geheimnis‹.; 2. ›Einsamkeit‹.

taugenbuch

FWB

1. ›Buch der Apokalypse‹; vgl. auch das Synt. das buch der taugen unter tauge (die); 2. ›Zauberbuch, Buch mit Geheimwissen‹

taugendlich

DWB

taug·endlich

taugendlich , adj. taugend, tauglich, vergl. taugenlich, tugendlich: das schwartzwurtzwasser stillet das heftig blutspeien, für sich selbst …

taugenheit

DWB

taugen·heit

taugenheit , f. tauglichkeit, kraft: die neigung oder taugenheit der knaben auf ein studium. Schuppius 732 .

taugenicht

DWB

tauge·nicht

taugenicht , taugenichts , m. ( imperativische zusammensetzung; gramm. 2, 963 wird taug-nichts angesetzt und taug als die organische 3. pers…

Taugenichts

Pfeifer_etym

taugen·ichts

taugen Vb. ‘geeignet, brauchbar sein’. Das Präteritopräsens ahd. tugan (9. Jh.), mhd. tugen, tügen, tougen, asächs. aengl. dugan, mnd. dȫgen…

taugenlich

DWB

taugen·lich

taugenlich , adj. , im 15.—17. jahrh. was tauglich ( vergl. taugendlich, tugendlich): wo aber nit freunt, die taugenlich, vorhanden sein. ös…

taugenlich I

Idiotikon

taugenlich I Band 12, Spalte 1098 taugenlich I 12,1098

taugenlich II

Idiotikon

taugenlich II Band 12, Spalte 1099 taugenlich II 12,1099

Taugenlichheit

DRW

taugenlich·heit

Taugenlichheit, f. wie Tauglichkeit (I) [hebammen werdent] von unsern g.h. uff empfangnen gnugsammen bericht ihrer erfarnuß und taugenlichhe…

Taugenī

Idiotikon

Taugenī Band 12, Spalte 1098 Taugenī 12,1098

Tauger

GWB

tau·ger

Tauger [bisher nicht publizierter Wortartikel]

taug als Zweitglied (1 von 1)

Achtertaug'

MeckWBN

achter·taug

Wossidia Achtertaug' n. a. Spr. Sielengeschirr für die Hinterpferde eines Vierergespannes, s. Vörtaug'.

Ableitungen von taug (5 von 5)

getaugen

RhWB

ge-taugen: gədjən Neuw-Rodenb schw.: sich g., sich gedulden.

tauge

DWB

tauge , f. was dauge theil 2, 844: ach leider, wir seind arm ellende menschen, ungebunden, als ein alt fasz, das wenig reif hat, das zerfelt…

untaug

DWB

untaug , m. : ein nichtstaug aut untaug homo ineptus, bardus, bliteus, ingenium tardum, ficulneum, nullius pretii, nihili, crassa Minerva ho…

untaugen

DWB

untaugen , adv. , mhd. untougen ' aperte ' ( Fick-Torp 3 4 , 208 ), reicht ins frühnhd.: passionsspiele 450 Wackernell. bei Weller dicht. d.…

untauglich

DWB

untauglich , adj. adv. , gth. v. tauglich. mhd. untugelich; mnd. undogelik; dän. uduelig; schwed. oduglig; mnl. ondogelijc impatibilis ( zur…