Eintrag · Wander (Sprichwörter)
- Anchors
- 22 in 20 Wb.
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Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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1050–1350
MittelhochdeutschTADELstm. stn.
Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege
TADEL stm. stn. tadel, fehler. vor allem tadel vrî Parz. 228,7. sunder tadel (: adel) H. Trist. 1372. het er anders kein…
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1200–1600
Mittelniederdeutsch¹tādelm.
Mittelniederdeutsches Wb. · +2 Parallelbelege
1+° (tādel) , taddel , m. : Fehlerhaftigkeit, Makel , up dat hê jûw dâr stellet hillich unde unstrêflĩk unde âne t. vȫr …
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15.–20. Jh.
NeuhochdeutschTadel
Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege
Der Tadel , des -s, plur. ut nom. sing. 1. Eine körperliche und in weiterm Verstande, eine jede Unvollkommenheit, ein Fe…
- 18./19. Jh.
- modern
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SprichwörterTadel
Wander (Sprichwörter)
Tadel 1. Besser gerechter Tadel als falsches Lob. Engl. : A smart reproof is better than mouth deceit. ( Bohn II, 301. )…
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SpezialTadel
Deutsch-Ladinisch (Mischí)
Ta|del m. (-s,-) 1 (Rüge, Verweis) slomenada (-des) f. , bruntorada (-des) f. 2 (Beanstandung) critica f. 3 (Makel) defe…
Verweisungsnetz
46 Knoten, 39 Kanten
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Wortbildung
Komposita & Ableitungen mit tadel
115 Bildungen · 44 Erstglied · 69 Zweitglied · 2 Ableitungen
tadel‑ als Erstglied (30 von 44)
tadellos
SHW
tadel-los Band 1, Spalte 1301-1302
tadelbar
DWB
tadelbar , adj. statt tadelhaft 2, tadelich ( nun veraltet ) Birken ostl. lorberhain 45 . Kramer hoch - nidert. wb. 210 b : zu erwehnen, wor…
tadelbrief
DWB
tadelbrief , m. : welche fakultät hätte so scheinbare tadelbriefe an alle groszen des reichs geschrieben, wie Voiture gethan? J. Paul freihe…
tadelbuch
DWB
tadelbuch , n. oder das rote buch, liber seu catalogus vituperii publici, in welches zur öffentlichen rüge diejenigen eingeschrieben wurden,…
tadelei
DWB
tadelei , f. , abgeleitet aus tadel 2 ( vgl. gramm. 2, 96), das tadeln, besonders kleinliches: in mancher tadelei kann man auch loben finden…
tadelen
Lexer
tadelen swv. einen tadel zufügen. der bischof von Strassburg beklagt sich, das etliche burger zwei pfaffen aus dem thumherrenhof getrungen u…
tadeler
DWB
tadeler , s. DWB tadler .
tadelfleck
DWB
tadelfleck , m. , vgl. DWB tadel 1: keiner ... ire augen one tadelflecken hette betriegen können. Kirchhof wendunm. 322 a .
Tadelflecken
Campe
Der Tadelflecken , — s, Mz . gl. ein Tadel, Fehler, welcher gleichsam ein Flecken ist, der die Vollkommenheit des Ganzen störet. Einem einen…
tadelfrei
DWB
tadelfrei , adj. frei von tadel (1 und 2), vgl. DWB tadellos : jenes ist als arbeit tadelfreier als dies gewebe. Arnim kronenw. 1, 108 ; woh…
tādelgans
MNWB
° tādelgans , f. ( Pl. -gense ) : Schmähredner, Mäkler, dâr sê dan gōdes wōrt mit vil hôger disputâciôn alse nāsewîse t.-gense verkrö̂gen un…
tadelgern
DWB
tadelgern , m. einer der gern tadelt, carptor, zoilus Stieler 647 ( vgl. hadergern) Knittel kurtz-gedichte 1, 24 überschrift: du schnöder ta…
Tadelgott
Campe
○ Der Tadelgott , — es, Mz . u. in der Fabellehre der Alten, einer der Untergötter, welcher sich und die Götter mit Tadel und Spott belustig…
tadelhaft
DWB
tadelhaft , adj. 1 1) mit tadel (1) behaftet: der do stæticlich straft und ist doch selber tadelhaft. Vintler 2279. 3740 ; der ist reich von…
tadelhaft,
FWB
1. ›fehlerhaft, unzulänglich‹; 2. von Personen: ›befähigt, Fehler oder Mängel zu finden‹
tadelhaftic
Lexer
tadel-haftic adj. dasselbe. tadelhaftige und untuglîche arbeit Np. 170. tadelhaftige ( räudige ) schôf und lemmer ib. 231.
tadelhaftig
DWB
tadelhaftig , adj. 1 1) was tadelhaft 1: nachdem .. durch dieselben hantwerker vil geringer, tadelhaftiger und untuglicher arbeit gemacht ..…
tadelheftic
KöblerMhd
tadelheftic , Adj. Vw.: s. tadelhaftic
tadelich
DWB
tadelich , adj. vituperabilis Stieler 2253 : mit tadelichen fehlen beflecket. Kirchhof wendunm. 245 a ; o schöpfer pur, wie hast du alle cre…
Tadelig
Campe
Tadelig , adj . u. adv . Tadel, Fehler habend, und also auch so beschaffen, daß es getadelt werden kann. Andere schreiben tadelich , welches…
tadelik
RhWB
tadelik = sogleich s. dadelich.
tadelkind
DWB
tadelkind , n. im tadeln unterrichtetes kind: die .. zeit bewiesz es allzusehr, wie gut das tadelkind die lehren eingesogen. Günther 498 .
tadellos
DWB
tadellos , adj. und adv. , was untadelich, vgl. tadelfrei: mit tadellosem handel. Weckherlin 285 ; hab' ich zu tadellosen priesterinnen dir …
tadellust
DWB
tadellust , f. carpendi libido Stieler 1188 . Ludwig 1933 .
Tadellustig
Campe
Tadellustig , — er, — ste , adj . u. adv . Tadellust habend und beweisend.
tadelmeister
DWB
tadelmeister , m. meister im tadeln: ich wil der tadlmaister (die andern ir tädl herfür rucken) müessig stên. Aventin. 4, 194, 10 .
tādelmûl
MNWB
° tādelmûl , n. ( Pl. -er ) : Schmähredner, Mäkler, dat der t.er dê vȫle kunstrîkes windes pûsten ên ende wērde (Münst. Täufer 1, 375).
tadelmut
DWB
tadelmut , m. fingierter name: Cuntz von Tadelmuth, sein wappen ist ein kopf, dessen maul nach seiner nasen beist. Gryphius Horrib. 90 neudr…
tadelnswert
DWB
tadelnswert , adj. würdig getadelt zu werden, tadel verdienend, vgl. DWB tadelswert : dem menschen einmal zu trauen, ist das so tadelnswerth…
tadelnswürdig
DWB
tadelnswürdig , adj. dasselbe, vergl. tadelwürdig: ein tadelnswürdiges laster. Rabener 2, 31 ; mein misztrauen .. ist zu einer tadelnswürdig…
‑tadel als Zweitglied (30 von 69)
Abortadel
BWB
Abortadel Band 1, Spalte 1,149
Abtrittadel
BWB
Abtrittadel Band 1, Spalte 1,148
Adelbatadel
Idiotikon
Adelbatadel Band 1, Spalte 85 Adelbatadel 1,85
briustadel
Lexer
briu-stadel stm. brauhaus Urb. B. 2,437. Urb. Pf. 209.
burcstadel
Lexer
burc-stadel stm. BMZ suburbana Gl. area castri Mone z. 6,45.
Burg+stadel
PfWB
Burg + -stadel m. : 'Stelle, wo eine Burg steht oder stand', vgl. SchwäbWB Schwäb. I 1542 , Burgstadel [ Dochnahl 66]. —
Bū(w)stadel
Idiotikon
Bū(w)stadel Band 10, Spalte 1339 Bū(w)stadel 10,1339
Chornstadel
Idiotikon
Chornstadel Band 10, Spalte 1339 Chornstadel 10,1339
dienstadel
DWB
dienstadel , m. ist in einigen staaten verbunden mit einer höheren dienststelle. er ist persönlich d. h. er geht nicht auf die kinder über u…
distadel
KöblerMhd
distadel , st. M. nhd. ? Q.: MH (1470-1480) E.: s. stadel? W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 465 (dristadel), LexerN 3, 126 (dristadel)
dorfstadel
KöblerMhd
dorfstadel , st. M. nhd. Dorfstätte Q.: Urk (1348) E.: s. dorf, stadel W.: nhd. DW- L.: MWB 1, 1348 (dorfstadel), DRW
eckstadel
DWB2
eckstadel m. : 1369 runtingerb. 3,9 B. u1580 steir. gerichtsbeschr. 139 M./P.
fruchtstadel
DWB
fruchtstadel , m. scheune oder schuppen zum unterbringen des noch nicht völlig gedroschenen getreides vor regen, nubilarium. Stieler 2114 .
gestadel
DWB
gestadel , f. düte, s. DWB gestattel .
getadel
DWB
getadel , n. , verbalsubstantiv zu tadeln ( s. d. ), eine der jüngsten ableitungen von dem ebenfalls jungen verbum: es ist das ewige getadel…
getreidestadel
DWB
getreidestadel , m. , vgl. DWB fruchtstadel th. 4, 1, sp. 279: darumb sy ( die insel Cilicia ) die Römer yr scheür und treydstadel oder cast…
Gültstadel
Idiotikon
Gültstadel Band 10, Spalte 1339 Gültstadel 10,1339
Heu(w)stadel
Idiotikon
Heu(w)stadel Band 10, Spalte 1339 Heu(w)stadel 10,1339
heustadel
DWB
heustadel , m. scheune für das heu, heuboden, mhd. höustadel: heustadel foenile Frisch 1, 448 b : endlich versteckte ich mich in den heustad…
Hofstadel
Idiotikon
Hofstadel Band 10, Spalte 1339 Hofstadel 10,1339
höustadel
KöblerMhd
höustadel , st. M. nhd. Heustadel, Heuboden, Scheune, Gebäude zur Heuaufbewahrung ÜG.: lat. fenile Gl Q.: Gl (12. Jh./Anfang 13. Jh.) I.: Lü…
höuwestadel
KöblerMhd
höuwestadel , st. M. Vw.: s. höustadel
hūsstadel
KöblerMhd
hūsstadel , st. M. nhd. Scheuer, Stadel Q.: Chr (1440-1450) E.: s. hūs (1), stadel W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 1406 (hûsstadel)
katzenstadel
Lexer
katzen-stadel stm. stadel zur aufbewahrung der katzen, belagerungswerkzeuge Chr. 5. 19,27.
kerzenstadel
Lexer
kerzen-stadel stm. s. v. a. kerzestal Kchr. 3170 var.
kohlstadel
DWB
kohlstadel , m. kohlenschuppen. Tucher baum. 185, 19 .
kolstadel
Lexer
kol-stadel stm. kolenschuppen Tuch. 185,19.
kornstadel
Lexer
korn-stadel stm. BMZ kornspeicher Gen. D. 50,32.
kraftadel
DWB
kraftadel , m. kraftadelich , adj. , in neuester zeit in Baiern gebildet, um die altbairische volksart zu bezeichnen als durch unverdorbene …
Kuhmistadel
BWB
Kuhmistadel Band 1, Spalte 1,149