Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
stampfen
stampfen
stampfen Vb. ‘schwer und kräftig mit dem Fuß auftreten, (im Mörser) zerkleinern’, ahd. stamphōn (um 1000), mhd. stampfen ‘zerstoßen, enthülsen’, mnd. mnl. nl. stampen, engl. to stamp ‘aufstampfen, trampeln’, anord. stappa (aus *stampa-) ‘stampfen, zusammenpacken’, schwed. stampa ‘stampfen, treten, walken’ (germ. *stampōn) sowie ahd. stamph (8. Jh.), mhd. stampf, asächs. mnd. stamp ‘Werkzeug zum Stoßen, Stampfen, Mörserstößel’, mnd. stamp(e), aengl. pīlstampe ‘Stößel’ und die jan-Bildung mhd. stempfen ‘stampfen, schlagen, prägen, mit einem Stempel versehen’, mnd. mnl. stempen, aengl. stempan ‘(im Mörser) zerstoßen’ (germ. *stampijan) lassen sich mit aind. stambáḥ ‘(Gras)büschel’, griech. stémbein (στέμβειν) ‘unaufhörlich schütteln, mißhandeln, schmähen’ und (ohne s-Anlaut) lat. temnere (aus *tembn-) ‘verachten, verschmähen’, eigentlich ‘mit den Füßen treten’, auf die nasalierte Variante ie. *stemb- ‘(auf)stampfen, treten, beschimpfen’ der verbreiteten, unter Stab (s. d.) angeführten Wurzel zurückführen. Die Ausgangsbedeutung ‘mit den Füßen stampfen’ entwickelt sich im Germ., als Gewebe nicht mehr mit den Füßen, sondern in Holzfässern gewalkt werden, zu ‘stampfend bearbeiten, im Mörser zerstoßen’. – Stampfer m. ‘Gerät zum Stampfen’ (17. Jh.), mnd. stamper (14./15. Jh.); ‘wer stampfend etw. bearbeitet’ (16. Jh.), ‘wer mit den Füßen stampft’ (17. Jh.).