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Stampfe

mhd. bis Lex. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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5 in 5 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Stampfe Die

Bd. 4, Sp. 587b
Die Stampfe, Mz. — n. 1) Die Handlung da man stampfet; die Bearbeitung durch Stampfen; ohne Mehrzahl. Ein Körper ist in der Stampfe, wenn er gestampft wird. Die Hirse in die Stampfe schicken, sie zum Stampfen schicken. 2) Ein Werkzeug, damit oder darin zu stampfen; im O. D. Stampfel, in einigen Fällen auch Stampf, Stampe, Stampfer, Stempel. Eine Stampfe Kraut  zu stampfen, ein in Gestalt eines S gebogenes scharfes Eisen an einem hölzernen Stiele, das Kraut  zum Futter für das Vieh in einem Troge oder Gefäße klein zu stampfen oder stampfend zu zerschneiden. Besonders heißen Stampfen die schweren unten gewöhnlich mit Eisen beschlagenen Hölzer in den Lohmühlen, Graupen= und Grützmühlen, Ölmühlen, Walkmühlen , welche durch die Zapfen in einer Radwelle in die Höhe gehoben wieder herabfallen und das in einen hohlen Raum unter sie Gelegte stampfen oder stoßen und dadurch zermalmen, oder auf andere Art verändern und bearbeiten. Gewöhnlich werden nur diese Hölzer Stampfen genannt, oft aber auch zugleich der dazu gehörende Trog , worin ein Körper gestampft wird. S. der Stampf und die Bleistampfe. Bei den Uhrgehäusemachern ist die Stampfe ein Werkzeug, worin die Schalen zu den Gehäusen der Taschenuhren geschlagen werden, welches einem starken Einsatzgewichte zu einer Wage gleichet. Die schweren Hämmer in den Papiermühlen, womit das Papier geschlagen wird, führen auch den Namen Stampfen. Auch ein Rammklotz, die Jungfer, wird Stampfe genannt.
1464 Zeichen · 16 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    stampfeswv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)

    stampfe swv. stampfe, zerstosse. stampes du die würze altd. schausp. 2, 728.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stampfe

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Stampfe , plur. die -n, von dem Zeitworte stampfen. 1. Die Bearbeitung durch das Stampfen, ohne Plural. Die Hirse in…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Stampfe

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Stampfe ( Stampfer ), Handramme, s. Ramme .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stampfe

30 Bildungen · 23 Erstglied · 6 Zweitglied · 1 Ableitungen

stampfe‑ als Erstglied (23 von 23)

stampfeisen

DWB

stampf·eisen

stampfeisen , n. : stampfeisen, ein eisen, damit man etwas klein stösset, piloit de fer; pistello de ferro. Hulsius (1616) 306 a ; stampfeis…

Stampfelihūs N

Idiotikon

Stampfelihūs N. Band 2, Spalte 1731 Stampfelihūs N. 2,1731 u.

stampfen

FWB

1. ›(mit den Füßen) stampfen, fest auf die Erde treten‹.; 2. ›etw. (vor allem Früchte, Speisen) mit einem Handwerkszeug (Stößel) zerkleinern…

Stampfenstößel

PfWB

stampfen·stoessel

Stampfen-stößel , Stampfen-stößer m. : ' Küchengerät zum Zerstampfen ', Stambesteßel [ Krämer Gal 205], -steßeʳ [ IB-Blieskst ]; vgl. Stampf…

Stampferich

PfWB

stampf·erich

Stampferich m. : ' dicker Brei, dicke Suppe ', Stamberich (šdambəriχ) [ RO-Als ]. Das es e St. [ RO-Als ].

stampferig

PfWB

stamp·ferig

stampferig Adj. : 1. 'angetrunken, betrunken', stamberich (šdambəriχ) [ KU-Wolfst KL-Hirschhn Katzw Neukch KB-Kerzh LU-Maud NW-Elmst ]; Syn.…

stampferin

DWB

stampf·erin

stampferin , f. zu dem vorigen: stampferinn, pistrix. Steinbach 2, 667 . vgl. Stieler unter stampfer 1, a.

stampferl

DWB

stampf·erl

stampferl , n. , deminut. zu stampfer. 1 1) der kleine fusz eines kindes. Klein 2, 167 ; vorarlberg. stampferle Frommanns zeitschr. 3, 401 ;…

stampfermühle

DWB

stampfer·muehle

stampfermühle , f. papiermühle, worin das papier mit der schlagstampfe geglättet wird. Jacobsson 3, 610 b . s. auch schlägermühle ( theil 9,…

Stampfert

ElsWB

stamp·fert

Stamp f ert [ʿStàmpərt Lützelstn. ] m. Kartoffelbrei. D e r S. is t e lichtes Gemües, dis dörfen au ch d Kranken ësse n . — Hess. 395 Stampf…

Stampfesberg

PfWB

stampfes·berg

Stampfes-berg m. : 'Berg aus Brei im Schlaraffenland'. Das arem Weibsbild, das iwerzwerch, / das muß doch quer dorch de Stampesberg [ Münch …

Stampfesfresser

PfWB

stampfes·fresser

Stampfes-fresser m. : Neckname für die Bewohner von PS-Leim, Stambesfresseʳ [PS-Leim, Seebach Neckn. 26], für die Bewohner von IB-Rohrb [ IB…

Stampfesknopf

PfWB

stampfes·knopf

Stampfes-knopf m. : 'Kloß aus gestampften Kartoffeln, aus Kartoffelbrei', nur Pl., -knepp [NW-Frankeck Seebach Essen 96 Gal-Josbg]; Syn. s. …

Stampfesnickel

PfWB

stampfes·nickel

Stampfes-nickel m. : 'der Begleiter des Christkindes, Nebengestalt zum Nikolaus', -nickel [PS-Herschbg, Juner 83 Stoll 28, 98, 123]; vgl. St…

Stampfeswichser

PfWB

stampfes·wichser

Stampfes-wichser m. : Neckname für die Bewohner von IB-Rohrb, Stambeswickseʳ [ IB-Rohrb ], Stämbeswiggser [ Hussong Kirkel 146].

Stampfete

DRW

stamp·fete

Stampfete, f. Gesamtheit des in einem Arbeitsgang gestampften (II) Stampfguts von einer stampfotty hirs da niement sy ein angster oder ein g…

Stampfeteⁿ

Idiotikon

Stampfeteⁿ Band 11, Spalte 481 Stampfeteⁿ 11,481

stampfe als Zweitglied (6 von 6)

Bleystampfe

Adelung

bley·stampfe

Die Bleystampfe , plur. die -n, bey den Silberarbeitern, eine dicke mit Löchern versehene Bleyplatte, den Löffeln darin ihre Figur zu geben.

degenstampfe

DWB

degen·stampfe

degenstampfe , f. bleierne form um degengefäsze von gold oder silber darin zu bilden.

krautstampfe

DWB

kraut·stampfe

krautstampfe , f. stampfe mit einem wie C oder S geformten eisen, das sauerkraut einzustampfen, krautstöszel. Frisch 1, 545 b .

Schlagestampfe

Adelung

schlage·stampfe

Die Schlagestampfe , plur. die -n, bey den Papiermachern, ein eiserner Hammer, welcher von dem Wasser getrieben wird, und das Papier glatt u…

vuoʒstampfe

Lexer

vuoz·stampfe

vuoʒ-stampfe der maier sol haben ein schelen, ein fûszstampfe und ein bêrschwein, stier, einen ganzen ram, einen bock, einen gansen und eine…

Ölstampfe

DRW

Ölstampfe, f. wie Ölmühle daß man den müllnern solch lein- und hanifkauf bei den heusern zu iren ölstampfen nit mer wie vor gestatten wöllen…

Ableitungen von stampfe (1 von 1)

gestampfe

DWB

gestampfe , gestampf , n. das stampfen: ruheten jetzt von des tanzes gestampf. Voss Odyss. 23, 298 ; weit über die dunkele erd' hin tönte da…