Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
stänkern
stänkern
stänkern Vb. ‘Gestank verursachen’, besonders übertragen ‘Streit, Zank anstiften’, auch ‘unberechtigt fremdes Eigentum durchsuchen’ (eigentlich ‘dem Gestank nachgehen’), belegt seit dem 17. Jh. nach älter bezeugtem bestenckern, erstenckern (16. Jh.). Es handelt sich um Iterativbildungen zu frühnhd. stänken ‘Gestank erzeugen’, ahd. stenken ‘räuchern, duften’ (um 900), mhd. stenken ‘Geruch erzeugen’, einem Kausativum zu dem unter stinken (s. d.) behandelten Verb. – Stänker m. ‘Zanksüchtiger’, auch ‘unberechtigt fremdes Eigentum durchsuchende Person’, früher ‘wer stinkt’ (17. Jh.). Stänkerei f. ‘Streiterei, Händel’ (17. Jh.), zuerst in der Studentensprache, von da aus allgemein.