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sphäre

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

sphäre f.

Bd. 16, Sp. 2205
sphäre, f. kugel, himmelskörper, kreis, bezirk. lehnwort aus gr. σφαῖρα, lat. sphaera; so schon ahd. spêra, himelspêra als übersetzung von orbis, orbis coelestis bei Notker (Marc. cap.), s. Graff 6, 360; mhd. spære, spêre, spêr Lexer handwb. 2, 1070: spera, sphera ... die sper. Dief. gloss. 546a, vgl. Weigand 2, 761. die lautgebung mit sp herrscht im mittelalter durchaus, wie im deutschen, so auch im mittellat. (spera Du Cange 7, 551b f.) und mittelengl. (spere gegen neuengl. sphere. Skeat 580a). die form sper erscheint noch bei Keisersberg, Dürer, Ruff, und, ausnahmsweise als masc., bei Höniger, s. unten. dagegen schreibt Maaler spher, spheer. von diesen ausläufern abgesehen, scheint das wort im 16. jahrh. auszer gebrauch zu kommen; S. Franck, H. Sachs und Schaller gebrauchen die ganz lat. form sphaera, sphera, s. die belege. (der plur. sphaeren bei Meyfart 1630.) es kommt neu in aufnahme im 18. jahrh.; es steht vielleicht zuerst bei Bodmer im Noah (s. 6), wo es Schönaich ästh. in einer nusz s. 85, 7 Köster als neologie verspottet, dann vereinzelt bei Lessing, Hamann, Wieland, sehr gewöhnlich bei Göthe, Schiller und späteren; jetzt stets in der gelehrten form sphäre, wofür im 18. jahrh. zuweilen der aussprache gemäsz sfäre geschrieben wird (so stets bei Wieland, auch Schiller 1, 285, s. unten 1). von den wörterbüchern hat es zuerst wieder Adelung (doch steht noch bei Kinderling 207 die lat. form sphära). der volkssprache ist es stets fremd geblieben. 11) sphäre stammt aus der gelehrten sprache der astronomie, bezeichnet daher nicht 'kugel' schlechthin, sondern wird ausschlieszlich von den kugelförmigen himmelskörpern gesagt. besonders in bezug auf ihre bewegung: du hast im raum, wo deine sonne lodert, um ein central-ziel aller kraft, zu dem erhabnen tanz die sphären aufgefodert, der nimmermehr erschlafft! Bürger 79a; sphären in einander lenkt die liebe. Schiller 1, 210; sfären lehrt es sklaven eines zaumes um das herz des grosen weltenraumes labyrinthenbahnen ziehn. 285; sphären rollt sie in den räumen, die des sehers rohr nicht kennt! 4, 2 bezw. 351b (an die freude v. 46); aber versteht er darum der sphären mystische tänze, weil ihm das sternengewölb sein planiglobium zeigt? 11, 93 (menschl. wissen). vgl.: und da wir nun gar an's walzen kamen, und wie die sphären um einander herum rollten. Göthe 16, 32. 22) im mhd. bezeichnet spære in der regel nicht diese weltkörper selbst, sondern die von ihnen beschriebenen bahnen, kreisläufe, vgl.: dise insel (Java) ligt so nider jm landt, das die sonn daselbst erst zuo mittag auffget, und gleich ein sphera oder spreissen macht auff die lincke handt, mehr dann ein spann. S. Franck weltb. 208b; wie auch die durch diese bahnen bestimmten schichten des himmelsgewölbes selbst: die meister, die dâ kunnen sehen und an dem gestirne spehen ir natûre und alle ir art, ir louf, ir spêre, ir durchvart. Heinr. v. Freiberg Tristan 230; der spêren cirkel und ir meʒ. Heinr. v. Neustadt v. gotes zuok. 2149; înguʒ, wandel, næhe, verre ich hân gehset allen spêren, beide ir hemmen und ir kêren, wîte, lenge, tiufe, hœhe. Frauenlob frauenl. 17, 26; und pfiffent dir die orgelrören in des hohen himels speren. Dangkrotzheim namenb. 518; dannt' ellement, sunn, mon und sternen hatt gott dermassen zamen g'schickt, die speren wider ein andern g'richt. Ruff Etter Heini v. 1138. im nhd. meist unbestimmter im plur. für den himmel im ganzen: wendet ein mensch sich gen himmel, beschawet er den weiten begrieff der sphaeren, den glantz der sonnen, das liecht des monds, den schein der sternen, die gegend der lufft. J. M. Meyfart d. himml. Jerus. (1630) 2, 292; wenn ich dich nicht finde, und die erde dich, ihre schönste zierde, schon verloren hat; was kann mich hindern, dass mein verlangender geist, von der gewalt seiner unsterblichen liebe empor gezogen, nicht von sfäre zu sfäre irre, dich da zu suchen, wo deine schönheit alle nahmenlose schönheiten des äthers verdunkelt. Wieland 12, 26 (don Sylvio 5, 3); so genieszen wir dieszseits auf erden was uns jenseits der sphären zugesagt ist. Göthe 30, 166; der beherrscher aller sphären wird mein schicksal weislich kehren. Lichtwer 266. die zahl dieser himmelskreise, auch himmel (s. das. I, 1, th. 4, 2, 1333) genannt, schwankt zwischen 3, 7, 8, 9 und 10. der erde zunächst kommen nach der gewöhnlichen vorstellung des mittelalters 7 planetenhimmel, darüber der fixsternhimmel; als oberster gilt meist der feuerhimmel, das empyraeum, der wohnsitz gottes: die siben spæren sol man meʒʒen. Frauenlob 364, 1; doch allein daʒ fiure niht daʒ ob dem lufte sine pfliht het in siner spere. Hugo v. Langenstein Mart. 197c, 61; und wenn, im glanz der reinsten feuersfäre, von tausend engelchen des lichts umschwommen, wie in einem flammenmeere, ... die mutter gottes selbst vor ihm erschienen wäre. Wieland 21, 169 (Klelia 1, 94); (Icarus) schwang sich auf aus der wolken dueft in die sphera der fewring lueft. H. Sachs 22, 531, 27 Keller-Götze; Mercurius sein gfluegelt füesklaid legt an und macht kurz sein abschaid, durch die sphera der claren lueft hinunter zw der erden klueft. 23, 37, 36; das er dardurch berichtet werd, wie breit, wie lang, wie weit die erd, wie tieff und ferr sich zieh das meer, und was enthalt den letzten sper. Höniger narrensch. (1574) 242a (überschr.: wer auszmiszt himmel, erd und meer u. s. w.); trawn, disz wahr und gewisz ist, dasz uber dem firmament, welches die astronomi die achte sphaeram machen, dasz land und die wohnung der lebendigen auszerwehlten engelein und menschen sey. Dan. Schaller theol. heroldt (1604) 338. 33) nach weit verbreiteter pythagoräischer lehre bringen diese sphären in ihrer bewegung töne hervor, die zusammen eine wunderbare harmonie bilden, s. sphärenharmonie: er hört die harmonie der sphären. Thümmel reise 8, 353; der seufzer angstgetön liebt es weit mehr zu hören, als jene harmonie der musikal'schen sfären, die, Mithra, dich vergnügt. Wieland suppl. 1, 64 (nat. der dinge 625); singt ihm ... ihr süsser mund ein Tejisch liedchen vor: so glaubt euch der entzückte thor, er höre den gesang der sfären. werke 10, 207; die sonne tönt nach alter weise in brudersphären wettgesang. Göthe 12, 21; Aphroditens hauch durchdringet, bis zur leeren ätherflur, wo die letzte sphäre klinget, jeden puls der weltnatur. Bürger 3a; auch hier rauscht die musik der sphären laut zusammen in einen chorgesang. 79a; in selbstgefäll'ger jugendlicher freude leiht er (der mensch) den sphären seine harmonie. Schiller 6, 275 (die künstler 285). im vergleich und übertragen: jedes ländliche lied, welches dem dorf entschallt, ist mir zauber der sphären und geflüster der seraphim. Hölty 75 Halm; bei tag der wolken formumformend weben! bei nacht des sternenheeres glühend leben! mit reinen seiten wag' empor zu dringen, du wirst der sphären ewige lieder singen! Göthe 4, 132 Weim. ausg. (adler, mit einer leier nach oben strebend). vgl. auch: es ist der ruhm an manchem ort ein gar zu leicht erworbner schatz, wo alles nach den sphären lauscht, wenn auf dem schlote singt ein spatz! Platen 292b. 44) vereinzelt findet sich auch sper im sing. für den himmel, das feste himmelsgewölbe: ain küniglin (zaunkönig) ist das aller klainest vögelin das man findt, und fleügt doch höher dann kain anderer vogel, es fleügt bisz an die sper hinuff. Keisersberg geistl. spinnerin d 1d (5. pred.). — daher auch als titel einer weltbeschreibung: wer mêr dâ von well wiʒʒen, der ... les daʒ däutsch puoch, daʒ ich hân gemacht von der gestalt der welt, und haiʒet die däutsch Spera. Megenberg 68, 22. 55) künstliche nachbildung des himmelsgewölbes, als astronomisches und astrologisches instrument: 'in der astronomie wird auch das aus lauter zirkeln zusammen gesetzte instrument, sich das weltgebäude daran vorzustellen, eine sphäre genannt.' Adelung, vgl. Eggers 2, 945. Krünitz 157, 266 ff.; ein zimmer zu astrologischen arbeiten eingerichtet und mit sphären, charten, quadranten und anderm astronomischen geräthe versehen. Schiller Wallensteins tod 1, 1; Thales der weisz geht ein, tregt ein sphæram cœli. H. Sachs 5, 271a; und (Venus) trug in der anderen hand ein kugel die sphæra genandt, daran stund das gantz firmament, und auch die gantz welt aller end. 284b, cf. 284d. so als abzeichen der personificierten astronomie (?): so befind ich aber .., das der astronomi eben wie allen königreichen, leuten und künsten geschicht, dasz da sie ... sich auch hochmütig uber das nest erhebt, ... aber zerfällt darüber maul und spär, und bringt sich erst zu schanden sehr. Fischart groszm. 5 (kloster 8, 547; oder ist speer gemeint?). 66) sphäre in dem allgemeinen sinne einer kugel überhaupt ist wenig üblich: eyn runde kugel oder sper. Dürer underw. der messung (1525) A 3a; spher die auszgestosen ist unnd von ringen gemacht, sphœra pertusa. eine gantze spheer, sphœra solida. Maaler 380a. in anwendung auf das weltall: mir wird es schwer zu sagen, mit welchem stillen erstaunen meinen busem die heilige kunst der schöpfung entzündet, ... wie das ewige masz bey allen mit cirkel, mit cubus, oder mit sphäre die theil' in netter ordnung verbindet. Bodmer Noah s. 246 (8, 405). 77) die ursprüngliche astronomische bedeutung schimmert auch deutlich durch in übertragenen gebrauchsweisen, wo sphäre auf andre kugelförmige dinge angewandt wird. 7@aa) die augen: augen gab er mir, krystallne sphären, die sich wenden, vor- und rückwärts blicken. Herder 28, 216 Suphan. 7@bb) von den weiblichen brüsten: das herz hüpfte Hildegarden im leibe bey diesen worten; die jungen sphären hoben mächtiger das gewand auf und nieder. Heinse 5, 46 Schüddekopf. dafür genauer: von einem arme, den selbst Junons schöner arm an form und weisse wich, fühlt' ich so stark, so warm, so brünstiglich mich an die halbe sfäre woran ich lag gedrückt. Wieland 17, 194 (Idris 3, 116). 88) gewöhnlich wird sphäre jetzt in freierer anwendung gebraucht, oft noch mit deutlicher anlehnung an die eigentliche bedeutung. so von der sphäre des erdgeistes: du hast mich mächtig angezogen, an meiner sphäre lang' gesogen. Göthe 12, 34. unbestimmter im plural: zu jenen sphären wag' ich nicht zu streben, woher die holde nachricht tönt. 45; aus allen sphären trägt er was er liebt auf einen namen nieder, den wir führen. 9, 109 (Tasso 1, 1); ach ihr auge, trüb von zähren, sucht umsonst das goldne licht, irret nach entfernten sphären. Schiller 11, 201 (klage der Ceres). ferner: komm! hebe dich zu höhern sphären. Göthe 41, 343 (Faust II, 5). so bildlich: er schwebt in höhern sphären, vgl.: denn im arbeitsschurz und in den schlappschuhen beobachten manche gesellen immer einen eigentümlich gezierten gang, als ob sie in höheren sphären schwebten. Keller 4, 218. dagegen: wer das haupt im himmel trägt, dem verwelkt das herz in der drückenden, niedern sphäre. Brentano 5, 294. 99) meist allgemein für kreis, bereich, gebiet. 9@aa) so: Schelling unternahm zu zeigen, wie sich gott zweifach offenbare in den gleichlaufenden sphären der natur und der geschichte. Treitschke d. gesch. 2, 83. von den reichen und gebieten der natur: die sphäre der thiere bestimmt daher ... die richtung aller ihrer kräfte und triebe durch den instinkt. Hamann 4, 43; erhöhe (ich in der fabel) den charakter der thiere so hoch über ihre sphäre, dasz die täuschung verschwindet: so wird ... der witzigsprechende esel der sittenlehrer, der fabulist hingegen der esel seyn. Herder 15, 542 Suphan; ihr (der fabel) süszester reiz ist eben ... diese beurkundung aus kleinen zügen der natur und aus der ganzen sphäre des thierischen lebens. 543. 9@bb) sphäre eines menschen, zuweilen von seiner bürgerlichen stellung, dem gesellschaftskreise, wozu er gehört: jedes musz sich selbst am besten der kräfte zu seiner glückseeligkeit bedienen, ... und der lage und sphäre, wohinein es bey seiner geburt gesetzt wurde. Heinse Ardingh. 2, 48; wenn man so manchen, dessen laster in einer engen bürgerlichen sphäre ... jezt erstiken musz, mit dem ungeheuer Borgia in einer ordnung beisammen fände. Schiller 4, 62; vgl.: der gatte zieht sein weib unwiderstehlich in seines kreises abgeschloss'ne bahn. dorthin ist sie gebannt, sie kann sich nicht aus eigner kraft besondre wege wählen, aus niedrem zustand führt er sie hervor, aus höhern sphären lockt er sie hernieder. Göthe 9, 354 (nat. tochter 4, 4). gewöhnlich für wirkungskreis: in seiner sphäre bleiben, 'in dem ihm gehörigen, seinen fähigkeiten angemessenen wirkungskreise'. das ist über deine sphäre, über deine fähigkeit. Adelung; nun denn! so sollen sie wissen, dasz diese ämsigkeit des studierens sie aus ihrer schönen sphäre herabgeworfen hat. Hermes zween litterar. märtyrer 1, 465; diese glänzenden stellen sind nicht für mich und ich bin nicht für sie; neigung und schicksal haben mir eine bescheidenere sphäre angewiesen. Schiller 14, 199 (parasit 1, 2); vielleicht befürchtet ihr, die sphäre zu verfehlen, die eures geistes würdig ist. 5, 2, 303 (don Karlos 3, 10); nun bist du los der allzulästigen schwere, bist frei und frank, nun frisch zu deiner sphäre! ... nur wo du klar in's holde klare schaust, dir angehörst und dir allein vertraust, ... zur einsamkeit! — da schaffe deine welt. Göthe 41, 49 (Faust II, 1). vgl.: ich fühle mich bereit auf neuer bahn den äther zu durchdringen, zu neuen sphären reiner thätigkeit. 12, 43. so auch: wenn sich das dichtende genie über alle zufälligen schranken ... musz erheben können, ... so darf es sich doch auf der andern seite nicht über die nothwendigen schranken hinwegsetzen, welche der begriff einer menschlichen natur mit sich bringt; denn das absolute, aber nur innerhalb der menschheit, ist seine aufgabe und seine sphäre. wir haben gesehen, dasz das naive genie zwar nicht in gefahr ist, diese sphäre zu überschreiten, wohl aber sie nicht ganz zu erfüllen. Schiller 10, 499. undeutlicher: und weil mir vorgeworfen wird, es wäre mein vers zu gut für eure blöden ohren, und allzu kunstreich meine ganze sphäre. Platen 321a (Abbas. prol.). vgl. ferner: so liegt der grund der religion in unserer ganzen existenz und auszer der sphäre unserer erkenntniszkräfte. Hamann 4, 328; sind eines tages kleine begebenheiten meine welt? oder die vorstellungen des einzelnen und wirklichen aus dem engen kreise, den des körpers gegenwart umfasst, die ganze sphäre meines innern lebens? Schleiermacher monol. 138. 9@cc) andere, abstractere verbindungen: ich ... werde alle ihre gedanken zu nutzen suchen, sobald ich mich der sphäre der wahrheit wieder nähern werde. jetzt schweife ich in der sphäre der historischen ungewiszheit herum. Lessing 12, 116 (an Mendelssohn d. 2. april 1758); bald wandelte ich an ihrer seite im hain von Amathunt, bald fand ich mich mit ihr in die himmlische sfäre der schönheit und liebe verzückt. Wieland 27, 160 (Peregr. Prot. 2); dieses C im kammerton, eingestrichen, macht also den mittelpunkt der ganzen musikalischen sphäre aus. Heinse 5, 57 Schüddekopf; unser klavier sollte hauptsächlich gleichsam zum kompasz auf dem weiten ozean der musik dienen. wir finden darin jede seite ihrer sphäre in höchster richtigkeit. 71; so begegnet uns in den Herculanischen alterthümern derselbe gegenstand, freilich nicht in so hochsinnlicher sphäre. Göthe 39, 53; um die wirkung eines ideals zu thun, darf es nicht in der sphäre der gemeinen realität stehen. Novalis 3, 264 Meiszner. 1010) früher als kunstausdruck der artillerie, reifen, sphären, sperre, 'eine art des ernstfeuers, welches aus zwey sturmkränzen in der gestalt einer kugel zusammengebunden wird, das man gemeiniglich unter die stürmenden zu werfen pflegt'. Jacobsson 3, 387b.
15683 Zeichen · 284 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Sphäre

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Sphäre , plur. die -n, aus dem Griech. und Latein. Sphaera. 1. Eine Kugel, in welcher Bedeutung es doch in der höher…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Sphäre

    Goethe-Wörterbuch

    Sphäre [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Sphäre

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Sphäre (griech.), Kugel, daher Sphärik , die Lehre von den Figuren auf der Kugelfläche. – In der Astronomie soviel wie H…

  4. Spezial
    Sphäre

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Sphä|re f. (-,-n) 1 (Bereich) sfera (-res) f. , ambiënt (-nc) m. 2 (Wirkungskreis) sfera (-res) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sphaere

24 Bildungen · 23 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

sphaere‑ als Erstglied (23 von 23)

Sphaerella

Meyers

Sphaerella Fries , Pilzgattung aus der Familie der Sphäriazeen, s. Blattflecke .

sphärenball

DWB

sphaere·n·ball

sphärenball , m. , tautologische zusammensetzung ( im reime ): bau die stolzgewölbte kuppel deines saals, o himmel, wo mit musik sich ewig d…

sphärencirkel

DWB

sphaere·n·cirkel

sphärencirkel , m. , vgl. sphäre 2: der planêten snellen ganc, der spêren cirkel umbevanc ... hâstu gerihtet Elôê. Heinr. v. Neustadt v. got…

sphärendonnergang

DWB

sphaere·n·donnergang

sphärendonnergang , m. : es ( die stubenuhr ) ist ein liebes ding, das unermüdlich ... noch immer unsre alte himmelssone auf ihrem sphärendo…

sphärengang

DWB

sphaere·n·gang

sphärengang , m. : schön und laut ist deines fittichs tönen, ... und sein schweben leicht, wie sphärengang. Bürger 84 a ( an A. W. Schlegel …

sphärengesang

DWB

sphaere·n·gesang

sphärengesang , m. , vgl. sphärenharmonie: nein! so wahr er ( der blick ) im sturm seliger trunkenheit mich durch sfärengesang zum paradies'…

sphärenharmonie

DWB

sphaere·n·harmonie

sphärenharmonie , f. die durch den zusammenklang der töne, die die himmelskörper, besonders die planeten, nach pythagoräischer lehre durch i…

sphärenklang

DWB

sphaere·n·klang

sphärenklang , m. , vgl. sphärenharmonie, meist in freierer anwendung: er ( der trinker ) hört gesang und sphärenklang ( var.: harfenklang).…

sphärenlied

DWB

sphaere·n·lied

sphärenlied , n. , vgl. sphärenharmonie: doch wie? umgiebt mich nicht freundliche magie, aufdämmernd in sternenlicht? klingen nicht sanft un…

sphärenmelodie

DWB

sphaere·n·melodie

sphärenmelodie , f. , vgl. sphärenharmonie, bildlich: alle strophen ihres langen ehestandes gingen ... nach der sphärenmelodie des flitterja…

sphärenmusik

DWB

sphaere·n·musik

sphärenmusik , f. ' das spiel oder der klang der himmelskreise. ' Campe ergänzungswb., vgl. sphärenharmonie : 'wie kommt's, (sagte Julienne)…

sphärenpracht

DWB

sphaere·n·pracht

sphärenpracht , f. : du hast die zeit, den weltendruck bezwungen, frei schwillt das hohe herz in sphärenpracht. Körner 2, 109 Fischer ( an G…

sphärenraum

DWB

sphaere·n·raum

sphärenraum , m. : es nahm auf seine flügel mich, als ich schlief, ein traum, und trug vom erdenhügel mich auf in sphärenraum. Rückert (1882…

sphärenrauschen

DWB

sphaere·n·rauschen

sphärenrauschen , n. , vgl. sphärenharmonie: die lieb' ist reines sphärenrauschen, darein kein hall von fesseln klirret. Rückert (1882) 5, 2…

sphärenreigen

DWB

sphaere·n·reigen

sphärenreigen , m. : welch geschick wird der himmel uns zeigen, welch spiel spielen der sphärenreigen? Rückert Firdosi 2, 447 .

sphärensang

DWB

sphaere·n·sang

sphärensang , m. , vgl. sphärenharmonie: sie hören nur den sphärensang, den seel' in seele himmlisch klang. Immermann 13, 232 Hempel.

sphärentanz

DWB

sphaere·n·tanz

sphärentanz , m. , vgl. sphäre 1 und sphärenreigen, -wirbel, freier: wie David königlich zur harfe sang, der winzerin lied am throne lieblic…

Sphärentheorie

DERW

sphaere·n·theorie

Sphärentheorie, F., ›Theorie nach der im Fall des Fehlens von Verschulden die Nachteile derjenige zu tragen hat zu dessen Sphäre ein dafür u…

sphärenwechsel

DWB

sphaere·n·wechsel

sphärenwechsel , m. : der sphärenwechsel ist nothwendig in einer vollendeten darstellung. das sinnliche musz geistig, das geistige sinnlich …

sphärenwelt

DWB

sphaere·n·welt

sphärenwelt , f. : o schöpfer der sphärenwelt, der den mond und die sonn' erhellt. Rückert Firdosi 2, 253 .

sphärenwirbel

DWB

sphaere·n·wirbel

sphärenwirbel , m. : prächtig spricht Chronions donnerhorn, ... sfärenwirbeln gibt sein athem sporn. Schiller 1, 239 ; wo die glänzenden zin…

sphaere als Zweitglied (1 von 1)

Atmosphäre

Pfeifer_etym

Atmosphäre f. ‘Lufthülle der Erde’. Der gelehrten Bildung (2. Hälfte 17. Jh.), die bis ins 18. Jh. in der Form nlat. atmosphaera vorkommt, l…