Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
schwül adj.
schwül , adj. drückend heisz, erst der neuern schriftsprache vertraut ( vgl. Weigand 4 2, 673); über das auftreten der form geschwül vgl. oben theil 4, 1, 2 sp. 4011; nachzutragen ist geschwielle, adj. Steinbach 2, 548 . die ältere unumgelautete form verschwindet seit der zweiten hälfte des 18. jh. aus der schriftsprache ( wol unter einwirkung von kühl), nur dasz sie gelegentlich mit komischer wirkung verwendet wird: schwul, et geschwl, praefocatus, suffocatus propter aestum Stieler 2054 ; schwul, adj. sagt man bey heiszem wetter, es ist schwul drauszen. Frisch 2, 251 c ; Adelung schreibt sch…