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schwerlich

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schwerlich adv.

Bd. 15, Sp. 2567
schwerlich, adv. vix, paene, zu schwer gehörig, früher allgemein für schwer in adverbialer fügung, besonders im sinne von I, mhd. swærlîche, swærlîchen Lexer mhd. hdwb. 2, 1342, ahd. suârlîhho Graff 6, 892; mnd. swârlîken, swêrliken Schiller-Lübben 4, 486, auch im frühnhd. bisweilen noch auf -en ausgehend, so buch d. liebe 256a (d. stelle s. unter 2, a, δ). daneben in älterer zeit auch als adj., mhd. swærlich, ahd. swârlîh; mnd. swärlik. a. a. o., im früheren nhd. durch vermischung mit einem anderen suffix auch swärlächt Maaler 365c, ebenso noch heute schweiz. Seiler 267a. 11) als adjectiv, meist im sinne von schwer I, 1. 1@aa) nach a, bildlich: ir wart ein swêrlicheʒ joch von dem keisere ûf geleit. pass. 34, 26 Köpke; ich trag ain pürd swêrlîcher heb. O. v. Wolkenstein 87, 2, 21. [] 1@bb) nach b: zu vreuden si doch trâten durch die grôʒen dêmût, in der die vrowe ie was behût ouch in swêrlicher nôt. pass. 326, 7 Köpke. 1@cc) nach c: nun ist je ein schwerliche kranckhait (des pferdes) der wurm, er breche gleich ausz wo er wolle. Seuter roszarzn. (1599) 194; es scheint das Hiob über diese schwerliche kranckheit (den aussatz) klagt. Schuppius 164; zuhant ouch in betoubete des dritten tages mit unzucht eine harte swêrliche sucht. pass. 212, 92 Köpke. 1@dd) nach d: des sunnavendes im dage Luce greppen se borgemester Horneborch unde setteden on in swarlike gefengknisse. d. städtechron. 16, 261, 19 (Braunschweig, 1488). 1@ee) nach f: einem ehrlichen weib ist ihr herz schwerlich wenn der mann seinen lust bei andern weibsbildern büszt. Lehmann 160; diz bedâchte er manige zît an vil swêrlichem mûte. pass. 7, 37 Köpke. 1@ff) nach l, in allgemeinerer anwendung, wie 'beschwerlich': mit gepürlicher erinnerung des schwerlichen furnemens der Turcken. quelle von 1522 bei Dief.-Wülcker 850; wo ihme darüber ein schwerlichs urtheil gieng, solt er alsbalden davon appellirn. Ayrer proc. 1, cap. 15; ein schwerlicher gang. Kramer dict. 2 (1702), 717a; frost, ther umblîder ist,ther ni gibit thir thia frist, hizza ginôtosuârlîchero dâto. Otfrid 5, 23, 136. 1@gg) prädicativ, mit dat. der person oder ähnlich. vgl. schwer I, 3, a. 1@g@aα) nach schwer I, 1: dasz e. k. f. g. sich vernehmen läszt, dasz es e. k. f. g. gewissen schwerlich wollte seyn, und ganz untüglich für gott, solch ihr wesen länger gestatten. Luther br. 3, 89. 1@g@bβ) nach γ überleitend: wie schwerlich wird es dir denn sein, so schnell zu scheiden von dem dein, daran dein hertz ist lang gehangen! H. Sachs fastn. sp. 1, 93, 385 neudruck. 1@g@gγ) nach schwer I, 2, schwierig: wann alszdann solche gebäuw nach ihrem (der kriegsleute) gutdüncken vollendet werden, oder sich ein bauwmeister nach derselben angeben richtet, würde solches einem bauwmeister gantz schwerlich seyn, würden auch solche gebäuw mehr zu schaden denn zu nutz reichen. Fronsperger kriegsb. 1, 129a; das krebslin gab sein antwort fein, es sprach, dʒ dünckt mich schwerlich seyn. Alberus fabeln 62b. 1@hh) in gleicher anwendung, wie 'schwierig', ohne angabe der person: wie schwerlich ists, das die, so jr vertrawen auff reichthum setzen, ins reich gottes komen. Marc. 10, 24. 22) als adv. 2@aa) im sinne von schwer I, 1. 2@a@aα) nach a, bildlich: du armer lîcham, den ich so swêrlîche getragen habe. myst. 1, 8, 22; die aber noch kleben an diesem leben, und dasselb lieb haben, sind noch in dem mittel jrer tage, ... diese sterben ungerne, und tragen schwerlich das richten und leyden Christi. Luther 1, 39a; verhenge ja dem ertzfeinde nicht, dasz er mich im letzten zu schwerlich drücken möge mit meinen sünden. Schuppius 446; er (Marke) truoc den alden arcwân gein sînem neven Tristan swêrlîch in sînem herzen noch. Heinrich v. Freiberg Trist. 2701; bey dem einfahren mit gedreng hauffenweis aller sünde meng, damit er schwerlich wird beladen. H. Sachs 15, 349, 1 Keller-Götze. ähnlich: auf wilder heyd such ich mein weyd: das leyt mir schwerlich an. bergreihen 115 (nr. 57), 10 neudruck. 2@a@bβ) nach b: die Juden, die vor fri worent, muostent donoch dem künige von Babilonie swerliche dienen. d. städtechron. 8, 278, 22; und nun .. (sie) schir zuo dem ende ir reyse komen warn, sich eines tages begabe mancherley widerwertig wint gegen einander auf stunden das mere betrübten und das schiffe dar auf die schöne iunckfraw waʒ swerlich mit sampt dem mere pestriten. Steinhöwel decam. 106, 24 Österley; herr ein sun David, erbarm dich über mich, wann mein tochter wirt schwerlich vom bösen feynd geplagt. Matth. 15, 22 bei Franck weltb. 165b (bei Luther ubel); darumb, so schwere ich (Lucifer) .. dasz ich ihme (Jesus) den alten Moysen insonderheit mit schärpffster hellenpein, die ich und alle meine hellische [] geister erdencken und rahtschlagen können, ohne alle barmhertzigkeit, und ohne auffhören, ewig straffen, schwerlich quelen und martern will. Ayrer proc. cap. 5. 2@a@gγ) nach c: schwerlich kranck, verwundet darnider ligen. Kramer dict. 2 (1702), 717a; ach ach die lieben eltern mein, schwerlich, ja tödtlichen kranck sein. Sommer Cornel. releg. J 4b. bildlich: wann ich sein (gottes) eer seer schwerlich han an schambd verwundt. Adam von Fulda bei Wackernagel kirchenl. 2, nr. 1314, 1. 2@a@dδ) nach d, schwerlich strafen u. ähnl.: dar umme ensal man gûter lûte noch geistlîcher lûte nicht spotten noch schimpfen, wanne got der richet iʒ gar swêrlîchen. mystiker 1, 240, 28; wer in ut (den juden etwas) hette geton, er müst es swerlicher hon verbeszert, wan hetters eim kristen geton. d. städtechr. 8, 127, 6 (Closener); item welher gast, knecht oder dyrn, umb di stat ungewondlich weg get, wer den an chumt und greiffet, der sol daʒ dem richter und den burgern ze wissen tn und den sol man darumb swärlich pessern. 15, 408, 11 (Mühldorfer stadtrecht); dis jar hat der schwewisch pundt dy auffrürigen paurn .. seer hart geschlagen, schwerlich gestrafft, dy köpff abgehauen, dy augen ausgestochen. 69, 36 (Regensburg, 1525); er wölle mich hart und schwerlich darumb straffen. buch d. liebe 247c; (der könig,) der uns denn sonder zweiffel fast schwerlichen straffen würde. 256a; damit die Teutschen .. schwerlich gestrafft würden. Fronsperger kriegsb. 3, 138a; ja, die da tuond ir e brechen, die wil got hert und swerlich rechen. des teufels netz 2517; darümb jn gott gar schwerlich strafft. Schwarzenberg 108a; das er (gott) schwerlich püsz dj sünd, das zaigen uns sein hailge wort. 157c. schwerlich gefangen sein, liegen, legen, nehmen: dô lebite her (S. Leonhardus) sô heiliclîchen in dem walde, daʒ alle die gevangen di sînen namen ane riefen di wurden alle lôs, wie swerlîchen si gevangen wâren. myst. 1, 237, 8; do daʒ der kunig vernam, do besas er die burg und gewan sü, und die er dinne vant, die leit er swerlichen gevangen. d. städtechr. 8, 54, 8 (Closener); welcher drey jar lang schwerlich gefangen gelegen. Fronsperger kriegsb. 3, 158a; ach weh der liebsten söhne mein die man schwerlich hat gfangen gnommen! Ayrer 1425, 17 Keller. 2@a@eε) nach e, α: einen schwärlich verklagen, graviter accusare Maaler 365c; denn welchen weg dʒ losz fiel, so würd ich schwerlich darunter verdacht. buch der liebe 252b; ir laicht die leut, das hör ich sagen und hör oft gar schwerlich über euch clagen. fastn. sp. 371, 5 Keller; nach e, β, schwerlich sündigen Kramer dict. 2 (1702), 717a: do erkante sü (Eva) zestunt, das sü gottes gebot hette übergangen und gar swerlich gesundet. s. städtechron. 8, 237, 9 (Königshofen); und David sprach zum herrn, ich habe schwerlich gesündigt, das ich das gethan habe. 2 Sam. 24, 10; daran Petrus und sie alle schwerlich gesündiget hätten, wenn Petrus jure divino wäre der oberst gewesen, und hätte sich als einen untern senden lassen. Luther briefe 1, 313; und ich gleub, dasz die propheten auch offt schwerlich gesundigt haben, denn sie sind menschen gewesen, wie wir. tischreden 385b; bisz du künfftig auff sein (des teufels) alsdaniges ferneres anreitzen dich wiederumb damit versündigst und vielleicht schwerlicher als zuvor. Simpl. 4, 192, 3 Kurz; ich habe mich schwerlich an ihm (gott) versündiget. Plesse 3, 62; das umb seins (Jesu) todes willen geschach, das man Jerusalem zuprach, darausz euch (den juden) Josephus verkundt, dasz ir euch schwerlich mit versundt. fastn. sp. 16, 34; der wiert hat schwerlich gsündet dran, das er ein solchen frommen mann verhindert hat in solcher reisz. Waldis Esop 4, 83, 137 Kurz. ähnlich: sich schwerlich vergehen. Adelung (als veraltend bezeichnet). 2@a@zζ) nach f: er huob aber gar schwerlich an z seüffzen und heülen. Wickram rollw. 70, 29 Kurz; darum müsze wir beweinen swerlichen seinen (Jesu) tot. quelle des 15. jahrh. bei Wackernagel altd. lesebuch2 1018, 37; [] wen dw hest ain poshaften sn, der auf erd nie kain guet het thn, .. auch nach seim dot sein arme sel zumb dewffel für hinab die hel, der sn wer zw petrauren schwerlicher. H. Sachs fastn. sp. 6, 118, 349 neudruck. 2@a@hη) nach k, schwärlich zürnen, graviter irasci Maaler 365c, ergrimmt sein: sy hettens (Samaria) nimmermer überkummen, wa die burger und eynwoner der selben gott nit so schwerlich erzürnt hetten. Franck weltb. 179a; dieweil der könig also schwerlich gegen Reinharten ergrimpt ist. buch d. liebe 246d; als nun die jungfraw ihren brüdern und freunden jren willen gantz entdeckt hatt, fiengen sie schwerlich an uber sie zu erzürnen. 252b; unser missetat die dich schwerlich erzurnet hat. Frankfurter liederbuch 244, 21. 2@bb) im sinne von schwer I, 2, 2@b@aα) von körperlichen functionen, die mühe machen: wer huost wenne er lacht oder swærleichen âtemt, der ist unschämisch und ain wüetreich. Megenberg 47, 17, übertragen: githikêt ist herza thesses folkes, inti ôrun suârlîhho gihôrtun, graviter audierunt. Tat. 74, 6 (Matth. 13, 15, bei Luther: hören ubel, aber bei diesem in der folgenden stelle): das hertz dieses volcks ist verstocket, und sie hören schwerlich mit ohren. apostelgesch. 28, 27. 2@b@bβ) allgemeiner von dem, was mit mühe ausgeführt oder erreicht wird: dar zu so daden die zwen und zwenzig den puntzolle abe, der doch swerlich an die stad komen was. d. städtechr. 17, 9, 11 (Mainz, 1332); von manickvaltigen diensten die wir dem heiligen römischen reich und dem fride mit raisen, mit botscheften und mit andern sachen offt und dick, swarlich und unverdroʒʒenlich getan haben. 4, 158, 18 (Augsburg, 1363); herren Caspers Gumppenpergers, thumtechez, knecht und Wispeckn, so zu hirwerg bei im lag, wurden im stal unains, erschlugen schir baid zu tod ananander, des Wispecken knecht kam schwerlich darvon. 15, 109, 28 (Regensburg, 1532); sie ... giengen mit steinen und bengel auf mich, dasz ich ausz deren wütigen händ schwerlich entkommen bin. Schuppius 746; doch wil der geneigte leser hier wissen, wie hoch die compagnie erfreuet, wie schwerlich Florindo mit seiner Sylvie versöhnet, wie freundlich sie hernach beyderseits versichert worden, so findet er sich betrogen. Weise kl. leute 377; wie sie (bischöfe, mönche und pfaffen) uns mit dem bann gefatzt, mit dem ablasz als zu sich kratzt, mit jrer triegerey geschunden, da wirs auch schwerlich han verwunden. Waldis Esop 2, 75, 38 Kurz; o, wie schwerlich bin ich entwischt. Fischart 2, 29, 1015 Kurz. 2@b@gγ) zuweilen wird eine schwierigkeit, eine mühe bezeichnet, die in dem überwinden eines widerstrebenden willens liegt, so dasz das wort im sinne von 'ungern' erscheint. vgl. schwer I, 3, e: de (bauerschaften) Scho, Jurgen unde Stein schickeden (vertreter), dat grote ok, aver swerlik, dat Jacob unde Hagen weygerden. d. städtechr. 16, 561, 7 (Braunschweig, 1501); welches inen zugelassen ward, aber schwerlich. 15, 62, 28 (Regensburg, 1525); sie haben erstlich unser teil, schwerlich zu verhör komen lassen. Luther 5, 277a; nun wollte sich Gelanor schwerlich dazu verstehen. Weise erzn. 45 neudr.; drumb haben euch die Sorbonisten, die auch wölln sein die besten christen, zu Parisz schwerlich dulden wöllen und auszgetrieben euch gesellen, bisz dasz vom bapst grosz fürbittkam, dasz man euch an da wider nam. Fischart 1, 13, 401 Kurz. 2@b@dδ) in manchen wendungen wird die erschwerte möglichkeit der ausführung betont: Esopus ging, dasz jhm der schweisz ausbrach, und kundte den andern schwerlich folgen. Alberus fab. 2a; Moyses und Belial konte beyde schwerlich erwarten, bisz die herrn räht zusammen kamen. Ayrer proc. 2, 11; den kopff hat er erst leicht, hernach schwerlich, und endlich nicht mehr aufheben können. pers. reise 3, 4; ebenso in wendungen mit inf. und zu, die an prädicativen gebrauch anknüpfen, vgl. schwer I, 3, g: dann so der feindt sie (die festung) wider bekäme und befestiget, als dann were sie schwehrlicher und härter wider zu erobern, dann zuvor. Kirchhof mil. discipl. 196; er war schwerlich zu bekeren. Fischart 2, 55, 2047 Kurz. 2@b@eε) in all diesen fällen bezieht sich schwerlich auf vergangenes, das wirklich eingetreten ist. es wird nun aber auch gebraucht, [] um die mühe, die erschwerte möglichkeit der ausführung einer handlung zu bezeichnen, die noch nicht abgeschlossen ist oder die nur gedacht wird: wie schwerlich werden die reichen in das reich gottes komen. Marc. 10, 23; sintemal sehr schwärlich dem frawenzimmer die kostbarkeit (verschwendung) zu wehren ist. Fischart ehez. 74; ich hab nit dacht, das ohn ein man so schwerlich sey zu halten haus. H. Sachs 14, 327, 5 Keller-Götze; wie schwerlich lassen sich die neigungen besiegen, die bey der kindheit schon mit untilgbaren zügen die rege phantasey, die jeden geist belebt, in unser tiefstes herz mit mächtgen fingern gräbt. Cronegk 2 (1765), 126. 2@b@zζ) hier setzt der heute noch übliche gebrauch ein. ohne messende beiwörter wie oben (sehr, so, wie) wird schwerlich heute noch wie auch früher auf zukünftige oder gedachte handlungen bezogen, nur mit dem unterschiede, dasz früher auch hier zunächst die mühe, die erschwerte möglichkeit der ausführung betont wurde, während wir das wort auf die geringe wahrscheinlichkeit des eintritts der handlung beziehen: ein kauffman kan sich schwerlich hüten fur unrecht, und ein kremer fur sünden. Syr. 26, 28; ein reicher wird schwerlich ins himelreich komen. Matth. 19, 23; du wirst unter hundert, die ein groszes glück gemacht haben, schwerlich einen einzigen finden, der es nicht einer geschickten anwendung unsrer (sophistischer) grundsätze zu danken habe. Wieland 1, 191; wann du den gang nicht zeigest mir, so kan ich schwerlich folgen dir. Alberus fabeln 62b; darnach mit allem fleisz er (der schwache feind) tracht, das er den starcken breng zu schaden, des er sich schwerlich kan entladen. Waldis Esop 2, 26, 64 Kurz; böses, soll man bald vergessen, doch vergist sichs schwerlich bald. Logau 2, 183, 30; Anax. gewohnheit und natur sind schwerlich auszureuten. Eubul. auch diese zwingt der fleisz. Günther 1011; tödten was uns liebt, ist schwerlich zu entschuldigen. Immermann 12, 65 Boxberger. 2@b@hη) in neuerer zeit dann auch allgemeiner als ausdruck des zweifels, wie 'wahrscheinlich nicht': ihr werdet ihn schwerlich zu hause finden. Kramer dict. 2 (1702), 717b; werde ich ihn noch wol in der stadt antreffen? resp. schwerlich. ebenda; er wird schwerlich wieder gesund werden. ebenda; vielleicht dasz ewr. . sein (Langes) schreiben an den hamburgischen correspondenten schon gesehen haben; meine antwort aber wird ihnen schwerlich zu gesichte gekommen seyn. Lessing 12, 26; meine ehre zu rächen, dazu würde ich schwerlich gehülfen fodern. Schiller Fiesko 2, 5; o hochbegabter Märtz, dir musz das wasser dienen, es darff der rauhe Nord sich schwerlich mehr erkühnen zu hemmen seine fluht. Rist Parnasz 735; ein kind — sie wissen ja — kann mancherlei an seinen vater auf dem herzen haben, das schwerlich für den dritten taugt. Schiller dom Karlos 2, 2; vermeiden sie's, in diesen ersten stunden sich öffentlich zu zeigen, schwerlich möchte sie der goldne schlüssel vor miszhandlung schützen. Piccolom. 2, 7. 2@cc) in älterer sprache begegnet das wort auch, obschon seltener, im sinne von schwer II. 2@c@aα) nach 1, gewichtig: da het Behaimlant kirchen und gotsheuser, die gen himel aufreichten, mit weiten, langen, praiten gewelben, wunderlich anzusehen und ungelaublich hoch gesetzt altar und besetzt mit hailtumb, das mit golt und silber schwerlich gezirt was. d. städtechron. 3, 177, 3. 2@c@bβ) nach 8, viel, bedeutend, im bilde: sint truwe untrûwe zuo hûse bat und man eer gaff zuo schanden sint hât die werltan guodem gelt swerlich abe genomen. Muscatblüt 61, 1, 12.
16552 Zeichen · 288 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schwêrlich

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Schwêrlich , adv. welches nur in der ersten figürlichen Bedeutung des Bey- und Nebenwortes schwer üblich ist, nicht ande…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    schwerlich

    Goethe-Wörterbuch

    schwerlich gelegentlich -ee- (insbes in frühen Briefen), -eh- GWB A1,360,36 , abgekürzt ‘schwerl.’ u ‘schweerl.’ GWB B6,…

  3. modern
    Dialekt
    schwërlich

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    schwërlich , schwërtli ch [wárli Bf. Hf. ; wǽrlìχ Str. ; wǽrleχ Wh. ; wǽrtli Str. ; wártli K. Z. ] Adv. schwerlich,…

  4. Spezial
    schwerlich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    schwer|lich adv. ri, apëna. ▬ das ist schwerlich durchführbar chësc é ri da fá.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schwerlich

9 Bildungen · 1 Erstglied · 6 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von schwerlich

schwer + -lich

schwerlich leitet sich vom Lemma schwer ab mit Suffix -lich.

schwerlich‑ als Erstglied (1 von 1)

schwerlichkeit

DWB

schwerlich·keit

schwerlichkeit , f. zum vorigen, swarlicheit, difficultas Dief. 181 c , schwärligkeyt, gravitas Dasypodius, schwerlichkeit, difficultas Dent…

schwerlich als Zweitglied (6 von 6)

beschwerlich

DWB

beschwer·lich

beschwerlich , molestus, gravis, lästig, mühsam, schwierig: ein beschwerlicher mensch; eine beschwerliche sache. Susanna Hibeldeha 4, 2; ein…

Glaubschwerlich

PfWB

 Glaub-schwerlich n. : erfundener Ort in der RA.: Der is vun Liedorf (Lügendorf) un Glaabschwerlich [ Don-Gottlob ].

hochbeschwerlich

DWB

hoch·beschwerlich

hochbeschwerlich , adj. : in diesen letzten hochbeschwerlichen zeiten findet man sehr vil bekümmerte herzen. Butschky Patmos 169 ; ein hochb…

überschwerlich

DWB

ueberschwer·lich

überschwerlich , adv. , sehr schwer (15. u. 16. jahrh. ): so wirt der ritter schen, wie überschwärlich in die bürdin ... beschwären wirt Ste…

unbeschwerlich

DWB

unbeschwer·lich

unbeschwerlich , adj. adv. , gegentheil und steigerung des frühnhd. beschwerlich Schöpper g v ij c; öst. weist. 6, 86, 37; als im hd. ungewö…

unschwerlich

DWB

unschwer·lich

unschwerlich , adv. , gth. v. schwerlich 1 g γ : Hohberg Proserpina 8 b ; Ottobert s 7 b . veraltet. —

Ableitungen von schwerlich (2 von 2)

beschwerlich

DWB

beschwerlich , molestus, gravis, lästig, mühsam, schwierig: ein beschwerlicher mensch; eine beschwerliche sache. Susanna Hibeldeha 4, 2; ein…

unschwerlich

DWB

unschwerlich , adv. , gth. v. schwerlich 1 g γ : Hohberg Proserpina 8 b ; Ottobert s 7 b . veraltet. —