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Schüppe

mhd. bis sprichw. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Wander
Anchors
10 in 9 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Schüppe

Bd. 3, Sp. 391
Schüppe 1. Einem die Schüppe geben. Holl.: Iemand den schop geven. (Harrebomée, II, 259a.) 2. Hä rüch no der Schöpp. (Köln.) Er riecht nach der Schaufel, nämlich der des Todtengräbers. Holl.: Hij stinkt naar de schop. (Harrebomée, II, 259a.) 3. He hiät Schüppen an den Fingern, he könn wuol sinen Bestvar ut der Aerde krassen. (Iserlohn.) – Woeste, 89, 186. Seine Fingernägel sind solche Schaufeln, dass er seinen Grossvater damit aus der Erde scharren könnte. 4. Noch de Schöp riechen. (Aachen.) Von kränklichen Leuten. Nach der Schüppe, Schaufel, dem Spaten (dem Kirchhofe). 5. Schüppen winken. – Trachsel, 51. Von einer Sache nichts wissen wollen, eine verneinende Bewegung oder Geberde machen. 6. Se word hüm nich up de Schüppe to holden, – Bueren, 1041; Hauskalender, II.
792 Zeichen · 28 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    schueppe

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    schueppe s. schuope.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    ¹schüppef.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    1 schüppe , f. , Werkzeug zum Graben und Schaufeln (Korn), Spaten, Schaufel; Schaufel Erde.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schüppe

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    * Die Schüppe , ein im Niederdeutschen für Schaufel übliches Wort, S. dasselbe, und von der R. A. die Schüppe bekommen, …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schüppe

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schüppe , s. Schaufel .

  5. modern
    Dialekt
    Schüppe

    Rheinisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Schüppe das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk šip, –e-, Mosfrk -e-, –ø- ; Pl. -bə(n) ; sonst šøp, Pl. -pə(n) [ Siegld , OAlt…

  6. Sprichwörter
    Schüppe

    Wander (Sprichwörter)

    Schüppe 1. Einem die Schüppe geben. Holl. : Iemand den schop geven. ( Harrebomée, II, 259 a . ) 2. Hä rüch no der Schöpp…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schueppe

96 Bildungen · 94 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von schueppe 2 Komponenten

schu+eppe

schueppe setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schueppe‑ als Erstglied (30 von 94)

Schüppeaf

WWB

Schüppe-af Mann, der nicht beachtet wird und dem man gerne Untaten anhängt, die er auf sich nehmen soll ( Arn Hg).

Schüppegalge

WWB

schueppe·galge

Schüppe-galge m. 1. Person, die es versteht, sich immer im letzten Augenblick aus der Affäre zu ziehen ( Det Is ). — 2. falscher Kerl ( Höx …

Schüppelchen

RhWB

schueppel·chen

Schüppelchen šypəlχən, Pl. -χər WMosfrk in Prüm-Mützenich n.: verächtl. ein nur halb mit Heu oder Stroh beladener Wagen.

schüppeln

DWB

schuepp·eln

schüppeln , verb. , schieben, rollen, wälzen, rollend fortbewegen, fortrollen lassen, frequentativbildung zu schieben, vgl. auch schippeln (…

schüppelweise

DWB

schueppel·weise

schüppelweise , adv. haufenweise ( s. schüppel 2), oberdeutsch: die engl fliegn schüppelweis. kärnt. weihnachtslied bei Lexer 303 .

Schüppenachter

PfWB

schueppen·achter

Schüppen-achter m. : 'die Spielkarte Pik mit der Ziffer 8', Schippeachdeʳ [LU-Opp, verbr.]. Südhess. V 823 . —

Schüppenäs

WWB

schueppe·naes

Schüppen-äs n. [verstr.] Pik-Ass im Kartenspiel. — Ra.: Up Schüppenäß sitten in gespannter Erwartung verharren ( Bek Al ). Hä luet op Schüpp…

Schüppenas

PfWB

schueppe·nas

Schüppen-as f. u. n. : 'die Spielkarte Pikas', -as [ GH-Kand , mancherorts]; vgl. Aß , Schüppensau . Ich ruf die Sch. [ LU-Opp ]. RA.: Die h…

Schüppenauge

RhWB

schueppen·auge

Schüppenauge Schleid-Ahrhütte , Köln-Dünnwald Gleuel ; ferner NRip. Nfrk n.: Öse in der Schüppe.

Schüppenband

RhWB

schueppen·band

Schüppen-band (s. S.) Bernk-Neumag , Sieg-ODollend m.: runder Türbeschlag, der sich um die Angel bewegt.

schüppenbauer

DWB

schueppen·bauer

schüppenbauer , m. piquebube, fante di pali Kramer dict. 2, 682 c ; nd. schüppenbuur, auch bildlich von einem groben, ungehobelten menschen …

Schüppenblume

RhWB

schueppen·blume

Schüppen-blume -blō:m Sieg-Rhönd f.: Hirtentäschelkraut, capsella bursa pastoris, dessen Schötchen Düvelsschöppe heissen.

Schüppenboªr

WWB

Schüppen-boªr n. breiter, flacher Bohrer zum Aushöhlen von Holz (Werkzeug des Böttchers) ( WmWb ).

Schüppenbrett

RhWB

schueppen·brett

Schüppen-brett špbręt Grevbr-Kelzenbg , Kref-Ossum n.: 1. Verschliessbrett am Vorder- u. Hinterende des Wagenkastens, Schützbrett. — 2. übe…

Schüppenbrokke

WWB

Schüppen-brokke Rasenstück mit einigen Fingerdick Torf; im Ofen verbrannt ( Bor Ba).

Schüppenbube

PfWB

schueppen·bube

Schüppen-bube m. : 'die Spielkarte Pikbube', Schippebub [ Müller Luscht un Lewe 130, mancherorts]. Südhess. V 824 . —

Schüppenbūr

WWB

schueppen·bur

Schüppen-būr m. [verstr.] 1. Pik-Bube im Kartenspiel. — 2. Frau mit zu weiten Ärmeln oder zu breiter Schultergarnitur ( Dor Hö).

Schüppendame

PfWB

schueppen·dame

Schüppen-dame f. : 'die Spielkarte Pikdame', -dam [ RO-Dielkch , mancherorts]. Südhess. V 824 . —

Schüppendöll

RhWB

schueppen·doell

Schüppen-döll -- Neuss-Strabg , Kref-Linn m.: runde nach unten keilförmige Öse der Schüppe, in die der Stiel hineingefügt ist.

Schüppenelf(t)er

PfWB

schueppen·elfter

Schüppen-elf(t)er m. : 'fiktive Spielkarte Pik mit der Ziffer 11', in der RA.: Der macht e G'sicht wie e Schippeelfdeʳ [Pirmas], e Gesicht w…

schueppe als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von schueppe (1 von 1)