Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
schnauben
schnauben
schnauben Vb. ‘laut durch die Nase atmen’, nordd. und md. ‘(sich) die Nase putzen, schneuzen’, mhd. (md.) snūben ‘schnarchen’, frühnhd. ‘(sich) schneuzen, schwer atmen’, (15. Jh.), mnd. mnl. snūven ‘schnauben, blasen’, nl. snuiven, aschwed. sniuva sowie mnd. snȫve, snūve ‘Schnupfen’ gehören wie schnaufen, Schnauze, schneuzen, schnieben, schnüffeln, schnupfen, Schnuppe (s. d.) zu der mit germ. sn- anlautenden lautmalenden Wortgruppe (s. Schnabel). Das ursprünglich starke Verb schnauben (Prät. schnob), das durch Luther in die Literatursprache eingeführt wird, entwickelt bereits im 16. Jh. schwach flektierende Formen, die seit dem 18. Jh. den Vorrang haben. schnäubig Adj. landschaftlich ‘wählerisch’ (beim Essen), ‘kritisch mit der Nase und verzogener Mundpartie prüfend’ (19. Jh.).