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Schlunz

nhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
7 in 7 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
Verweise rein
15
Verweise raus
12

Eintrag · Rheinisches Wb.

Schlunz

Bd. 7, Sp. 1400
Schlunz das Wort (ndl. slons, westf. slunts »Lumpen«, zu slunzen, schlenzen »schlendern«) -unts, –o-, Pl. -yntsə, –ø-, Demin. -øntsχə, –y-, –ntskə ist berg. im OBerg, in Lennep, Mettm, Sol im rip Teil an der uWupp (-oŋks, Pl. -øŋksə); -onts, Pl. -ø- in MülhRh, Sieg-Seelschd Wahlschd; dann noch in übertr. Bed. in anderen Orten von Sieg u. Kobl-Stdt (s. 2aβ) u. in Bed. 1 noch lrhn. in Bergh-Heppend, Köln-Stdt, Kref-Lank. Die Abl. Schlunze u. das Zeitw. schlunzen gehen bedeutend weiter (s. d.) m.: 1. verächtl. alter, schlechter, schmutziger Lappen, verschlissenes Tuch, verwendet noch als Staubtuch, Spüllappen, Wische, Schrupptuch, Aufnehmer (Schrubb(e)schl.); nasser Wischlappen an einer Stange, zum Reinigen des Backofens; met em alen Schl. schrubben; botz de Schohn do an dem Schl. af Allg. — Schlönze Pl. alte, zerrissene Kleider, sehr schlechte Kleidung, verächtl. nicht gefallende Kl.; die Frau hängt alles (Geld) an die Schlönze; wat send dat för neumodische Schl.! — Wisch auf dem Kopfe, auf dem man Lasten trägt Waldbr-Öttershg. — Alter, schäbiger Hut Lennep-Ronsd; Schlönzke Kref-Lank. — Schlunze Pl. alte Schuhe Köln-Stdt. — 2. übertr. verächtl. a. sachl. α. unregelmässiger Riss im Kleide MGladb. — β. schlechtes Essen, zusammengepapptes E., dünne, fade Brühe (Suppe, Kaffee) Gummb, Sieg-Rhönd ODollend; -ø- Sieg-Siegbg; -u- Kobl-Bendrf Stdt, Goar-Boppard. — γ. Haut auf der gekochten Milch Waldbr-Dickhsn, Remschd, uWupp. — b. persönl. α. schlechtes Stück Vieh uWupp. — β. schlechter Kerl, Lump, in seiner Gesinnung schwankend, einer, der sich alles gefallen lässt, nachlässiger, unsauberer Mensch Allg., auch Rees-Wesel s. Schlunze.
1674 Zeichen · 55 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    SchlunzDer

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    † Der Schlunz , — es, Mz. — e , im N. D. ein unordentlicher, nachlässiger Mensch. I Hannöverschen, ein loser Vogel.

  2. modern
    Dialekt
    Schlunz

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Schlunz [ʿSlyùnts M. ] f. faules Weib. Vgl. Schlunze Hess. 357.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schlunz

25 Bildungen · 23 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von schlunz 2 Komponenten

sch+lunz

schlunz setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schlunz‑ als Erstglied (23 von 23)

Schlunzel

SHW

Schlunz-el Band 5, Spalte 475-476

Schlunzarsch

RhWB

schlunz·arsch

Schlunz-arsch Saarl-Beaumarais m.: verächtl. unsauberes, in Kleidung u. Arbeit ganz unordentliches Weib.

schlunzen

DWB

sch·lunzen

schlunzen , verb. mit schleppendem kleide, nachlässig, müszig gehen Liesenberg 196 , müszig gehen, nachlässig gekleidet gehen Vilmar 357 , u…

schlunzen II

RhWB

sch·lunzenii

schlunzen II -u- Kreuzn-Münster Sarmsh schw.: ein Schläfchen halten; s. lunzen. — Abl.: die Schlunzerei, das Geschlunz.

Schlunzer

SHW

Schlunzer Band 5, Spalte 475-476

Schlunzert

LothWB

schlunz·ert

Schlunzert , Schlounzert m. Bo. D. Si. unordentlicher, nachlässiger Mensch, Strolch, Müßiggänger. — els. 2, 468 Schlunzer; baier. 2, 529 Sch…

Schlunzig

SHW

Schlunzig Band 5, Spalte 475-476

Schlunzjunge

RhWB

schlunz·junge

Schlunz-junge -jo·ŋ. Bergh-NEmbt m.: J., jüngster Knecht, der die Schweine zu füttern hat.

Schlunzkippe

RhWB

schlunz·kippe

Schlunz-kippe -kip Dinsl-Vörde f.: verächtl. unordentliches, liederliches Weib, Schl.arsch (s. d.).

Ableitungen von schlunz (2 von 2)

Schlunze

Wander

Schlunze Sie ist eine rechte Schlunze. – Frischbier 2 , 3347. Ein nachlässiges, in Kleidung sich unordentlich und unsauber haltendes Weib. (…

verschlunzen

PfWB

 ver-schlunzen schw. : = verschlampen 1, verschlunze [ Gal-Josbg ]. — Zu Schlunze 'schlampige Frau'. — Rhein. VII 1404 ; Saarbr. 220.