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Schlei

nhd. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
9 in 8 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Schlei

Bd. 17, Sp. 836
Schlei (Schleie, Schleihe, Schleiche, Tinca Cuv.), Gattung der Edelfische aus der Familie der Karpfen (Cyprinidae), kleinschuppige Fische mit sehr dicker, durchsichtiger Oberhautschicht, endständigem Maul, zwei Bärteln an den Mundwinkeln, keulenförmigen Schlundzähnen in einfacher Reihe und kurzbasiger Rücken- und Afterflosse. Die gemeine S. (Schleierkarpfen, T. vulgaris Cur., s. Tafel »Teichfischerei«, Fig. 2), bis 50, meist 20–30 cm lang und bis 6 kg schwer, dunkel ölgrün, an den Seiten hell- oder rötlichgrau mit violettem Schimmer, variiert sehr in der Färbung (Goldschlei, eine schwarzfleckige, orangegelbe oder rote Varietät mit großen, dünnen, durchsichtigen Schuppen und zarten Flossen, in Oberschlesien), findet sich in fast allen europäischen Flußgebieten von Süditalien bis Schweden, namentlich auch in vielen Seen, und bevorzugt Gewässer mit schlammigem, lehmigem Grund. Sie gedeiht auch noch in Wasser, in dem Karpfen abstehen, verweilt stets am Boden, verbringt den Winter in halb erstarrtem Zustand im Schlamm und wurde auch im Sommer in solcher Lage angetroffen. Sie nährt sich von Gewürm, vermoderten Pflanzenstoffen und Schlamm, laicht vom Mai bis August im Röhricht, wobei beide Geschlechter alle Scheu verlieren, und vermehrt sich sehr stark. Die Jungen wachsen sehr schnell, erreichen schon im ersten Jahr etwa 200 g, werden aber erst im vierten Jahre fortpflanzungsfähig. Das Fleisch ist wohlschmeckend. Vgl. Walter, Die Schleienzucht (Neudamm 1904); Vogel, Die Schleienzucht als Nebennutzung in Karpfenteichen (Bautzen 1905); Stropahl, Die Schleienzucht (Stettin 1906).
1610 Zeichen · 14 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schleiadj, adv

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    † Schlei , adj . u. adv . 1) I Hannöverschen, feucht, glatt, biegsam. Davon die Schleie . 2) I andern Gegenden für schle…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schlei

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Schlei , schmale Meeresbucht an der Ostküste von Schleswig-Holstein, schneidet in südwestlicher Richtung 42 km weit in d…

  3. modern
    Dialekt
    Schlei

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Schlei [ʿSlèi Bf. Dehli. ] f. Schleie, ein Fisch. ‘Schleihe tencha’ Dasyp. ‘der Schleihen Tinca vulg.’ L. Baldner 107. R…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schlei

950 Bildungen · 949 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von schlei

schlern + -ei

schlei leitet sich vom Lemma schlern ab mit Suffix -ei, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von schlei 2 Komponenten

sch+lei

schlei setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schlei‑ als Erstglied (30 von 949)

Schlei(j)eⁿ

Idiotikon

Schlei(j)eⁿ Band 9, Spalte 3 Schlei(j)eⁿ 9,3

Schleibalken

RhWB

schlei·balken

Schlei-balken -e·i.baləkə Bo-Holzem Villipr m.: Mittelpfette unter den Dachsparren.

Schleiber

RhWB

schlei·ber

Schleiber Allg. Sg. t. m.: 1. breiige, klebrige Lehmmasse, zum Bewerfen des Fachwerkes Allg.; verächtl. die Schmirgelmasse beim Plisten Sol …

Schleiberbrett

RhWB

schleiber·brett

Schleiber-brett Allg. [ šlē:bręt Grevbr-Jüchen ; -Ef- Aden-Hanneb Wollschd Heulingshf ] n.: 1. Brett mit Handhabe, womit man den Lehm auf da…

Schleiberich

RhWB

schlei·berich

Schleiberich -ē:vəriχ Sieg-Schreck , MülhRh Sg. t. m.: verächtl. an Kleidern anhaftender klebriger Schmutz.

schleiberig

RhWB

schlei·berig

schleiberig -ē:v-, –e·i.- Adj.: 1. dickflüssig, schleimig Rheinb-NKastenholz , Bergh , Dür ; schlüpferig uWupp, Sol . — 2. unordentlich u. u…

Schleibermagd

RhWB

schleiber·magd

Schleiber-magd -mE:t MüEif f.: verächtl. ganz junges Dienstmädchen in einem grösseren bäuerlichen Haushalt, das den ältern D. zur Hand geht.

Schleibermann

RhWB

schleiber·mann

Schleiber-mann Wippf , Sol , Mettm-Velbert m.: verächtl. 1. Maurer. — 2. Faulpelz Köln-Weiss .

Schleibermaul

RhWB

schleiber·maul

Schleiber-maul -mū:l Monsch-Germeter , Schleid-Gemünd , Bergh-Blatzh , MGladb-Rheind , Kemp-Born UWeiden f.: verächtl. 1. Geifermaul. — 2. s…

schleibern

RhWB

schlei·bern

schleibern das Wort (urkundl. sleyveren 1513), begriffl. zu der Gruppe schlabbern (-ab-, –aw-), schlib(b)ern (-ib-, –iw-), schlubbern, ist e…

Schleibersack

RhWB

schleiber·sack

Schleiber-sack m.: 1. a. Mester Schl. verächtl. Maurer MülhRh-Altenr. — b. Wetzsteinbehälter Neuss-Heckhv , Grevbr-Weckhv . — 2. verächtl. a…

Ableitungen von schlei (1 von 1)

schleie

DWB

schleie , f. bezeichnung einer fischart, cyprinus tinca Nemnich, vergl. Oken 6, 296 . öconom. lex. 2 2603 f. frauenz.-lex. 3077 f. nach Camp…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schlei". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 18. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schlei/meyers?formid=S04763
MLA
Cotta, Marcel. „schlei". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schlei/meyers?formid=S04763. Abgerufen 18. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schlei". lautwandel.de. Zugegriffen 18. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schlei/meyers?formid=S04763.
BibTeX
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