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Schlehe

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RhWB
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12 in 12 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Schlehe

Bd. 7, Sp. 1283
Schlehe das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk -ē- [an der uNahe in mehreren Enklaven ; Wend-Grügelborn Roschbg -ēəl; Bernk-Bollenb -ēdər; Birkf-Tiefenb, Goar-Bacharach -ek; an der Saar, wie Sprehe »Star«, Zehe lautend, südl. einschl. Saarl-Friedrichsw Werbeln Schaffhsn Hostenb Knausholz; in Saarbr, Ottw -ēf, Pl. -wə(n); in Saarl -E:f [w. Ittersd OLimbg Itzb Rehl u. ö. Fahlschd Körprich Buprich Hüttersd Betting Aussen wie in SMerz -ē:- (u. noch in Saarl-Ensd Griesborn) [Merz-Stdt -ē:wərt, Pl. -dən], n. davon -ī:-, –ī·ə.-, –ī·ə.r- [-ī:f noch an der Mos w. Trier-Conz Gilzem Schweich Welschbillig u. in WBitb; -ē:f Trier-Hermeskeil Mehring OBillig Thomm; -e·i.f Saarbg-Wellen]; das übrige Mosfrk hat, bes. in Trier, Bernk, Zell, Koch, Daun -ī: [Pl. -ī:jən Trier-Stdt]; -ī:rən Trier-Kordel, Wittl-Dörb Monzel u. Bernk-Elzerath Merschd Rapperath]; doch weite Geb. besondere Formen -·ŋ.əl Trier-Schleidw Wittl-Binsf, Bitb, SPrüm [-·ŋ.ələr Wittl-Spangdahlem]; -i·ŋ. Bitb-Ehlenz, Wittl-Dörb, Koch, Kobl, May, Prüm, Malm; -i-, –e- Neuw (u. -ī:-), Altk; -ī:n Wittl-Bengel Greimerath GrLittgen Manderschd Meerf Monzel, Bernk-Lösnich, Koch, Goar bis zur Bopparder L., Kobl-Winning, Daun, NPrüm [-·e.nərt Wittl-Neuerbg], Altk (u. -ī:; Wissen -edən Pl.); Siegld -ēă, meist Pl. -nə Siegld; östl. -eăn, –iən, Pl. -;nə nördl. -eăn, –iən, Pl. -n(ə); westl. u. Freier Grund -īə, Pl. -n(ə); Neunk -īə Sg. u. Pl.; Nauholz -eŋ, Pl. ; Rip im Süd. in Anlehnung an -ī:n der NEif -ī:n Schleid, Ahrw-NZissen, Aden-Antw, Liers, May-Galenbg, Rheinb-Wald [-ē:- Baasem]; -i·n. Aden-Borler Engeln Hanneb, Ahrw-Königsf, Rheinb-Ohlerath; -e- Aden-Hümmel, Schleid-Blankenh Cronenbg Reschd, MüEif, Bo-Beuel Buschhf; -ø- Marmag Sötenich, Neuw-SKatharinen; -i·ŋ. Malm-Bracht; sonst Rip -ī: [-e·i. Köln-Rodenk, Jül-Broich; -ī·ə., Pl. -ijə Verbr. in Bergh, Dür, Aach; -ī: Sg., Pl. -ī:rə Verbr. in Ahrw, Eusk, Rheinb, Bo, Dür, Sieg-Siegbg, dazu Geilk-Bauchem Immend Prummern Würm; -ī:r Sg. Köln-Pingsd; -i·ŋ. Ahrw-Brohl Gönnersd; -e·i. u. -iχ u. -ik Sieg-Ägid; -ī: u. -iχ Eitorf; -ik Sieg-Honnef; -ī:- Rhönd, Neuw-Bruchhsn Leubsd]; Berg -ē, –ī:, –ē·ă., –ī·ă. (s. schleh) [-ēt Gummb-Neuenothe; -ī- Wippf-Lindlar Stdt; -īərt Gummb-Derschlag; -ēərt Gummb-Bergneustdt Stdt]; Eup, SNfrk -ī·ə. [-ī·ə.n Heinsb, Erk-Elmpt; -i·n.kə Kemp-Waldniel; -e·i. MGladb; Klevld -ē, –ē, –ē, –ēf (s. schleh) [-endər Geld-Straelen; MülhRuhr -ī·ă.], meist Pl. -ə(n) f.: 1. die Beere des Schlehenstrauches u. (im Pl.) dieser selbst, prunus spinosa. RA.: He kret ken Schl. kriegt gar nichts Wittl-Meerf. Was haben wir gekocht? Ausweichende Antw.: Än Schl., met Botter gebrot (gebraten) Ottw-Wustw. Der Spatz ruft im Sommer: Vor drei Beiercher (Bauern) gen eich noch Schl., k. Schl.! Hunsr. Rätsel: Ech geng dorch e schmal (eng) Gäss-che (Schliffche), do begent (begegnete) mir e schwarz Bäschtche (Miffchen, Mippchen); ech knappt het on het kn. miech, ech kn. him et Käppchen (Kopf) af Daun, Prüm, Schleid, — Bäschtche, do wollt ech et holle, du stoch et mech Prüm-Steffeln, — dat hatt en Stell (Stiel) em Arsch Schleid-Berk, Trier-Schleidw. — 2. übertr. Schlinge Pl. Neckn. derer von May-Saffig.
3246 Zeichen · 89 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schlehe

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Schlehe , plur. die -n, die Frucht des Schwarz- oder Schlehendornes, welche in einer runden schwarzblauen Beere von …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schlehe

    Goethe-Wörterbuch

    Schlehe einmal pl ‘Schleen’ 1 dunkelblaue kugelige pflaumenähnliche Frucht des Schlehdorns; im (spöttisch-iron) Bild Pfl…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schlehe

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schlehe ( Schlehendorn ), soviel wie Haferschlehe, s. Pflaumenbaum .

  4. modern
    Dialekt
    Schlehe

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Schlehe [ʿSlé Su. Co. Bf. Geisp. K. Z. Betschd. Bühl ; ʿSliè M. ; ʿSlêwə Wh. ; ʿSléχ Zinsw. ; Pl. ʿSléə Strüth Niffer ,…

  5. Sprichwörter
    Schlehe

    Wander (Sprichwörter)

    Schlehe 1. Einer greift nach Schlehen, der andere nach Pflaumen. Böhm. : Jak se komu líbí, jednomu trnky, druhému slívy.…

  6. Spezial
    Schlehe

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schle|he f. (-,-n) (Beere) slega (-ghes) f. , paromora (-res) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schlehe

49 Bildungen · 48 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von schlehe 2 Komponenten

sch+lehe

schlehe setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schlehe‑ als Erstglied (30 von 48)

schlehenblüte

DWB

schlehen·bluete

schlehenblüte , schlehblüte , f. blüte des schlehdorns: schlehenblüt, flores pruni sylvestris Stieler 202 ; schlehen-blüt, f. flos spini Fri…

Schlehenblüthe

Adelung

schlehen·bluethe

Die Schlehenblüthe , plur. die -n, die Blüthe oder Blumen des Schlehendornes; im gemeinen Leben Schlehblüthe.

schlehenbüchse

DWB

schlehen·buechse

schlehenbüchse , f. von der handbüchse, deren kugeln mit schlehen verglichen werden ( s. oben schlehe 2): schlehenpix, handbüchs, sclopus. q…

schlehenbusch

DWB

schlehen·busch

schlehenbusch , m. spinus, prunus sylvestris, acacia Stieler 112 ; schlehnbusch et schlehndorn 1833: hierauf warf er sich unter einen schleh…

schlehencompost

DWB

schlehen·compost

schlehencompost , m. eingemachte schlehen. Lexer mhd. handwb. 2, 966 : man macht auch schlehen compost. Tabernaemont. kräuterb. 1406 K; sulm…

schlehenconfect

DWB

schlehen·confect

schlehenconfect , n. : schlehenconfect und disz geschleck, mit jhren kindbetterkenlin. Fischart Garg. 78 neudr.

schleheneule

DWB

schlehen·eule

schleheneule , f. phalaena noctua psi, ein nachtschmetterling. Behlen lex. d. forst- u. jagdk. 5, 491 .

Schleh(en)garten

PfWB

schlehen·garten

Schleh(en)-garten m. : FlN, amtl. Schlehegarten [ KB-Bischh ]. a. 1774: im Schleen Gartten [BrPr. 572 Nr. 7 (KB-Bischh)]. —

schlehengemüse

DWB

schlehen·gemuese

schlehengemüse , n. musz, brei von schlehen: nimb ungefahrlich ein huet voll schlechengemiesz. Seuter roszarzn. 402 .

Schleh(en)hecke

PfWB

schlehen·hecke

Schleh(en)-hecke f. : = Schlehdornhecke , Schlehheck [ NW-Iggb ], Schleweheck [lothr. Südwestecke ( Keiper Nachl.)]. Südhess. V 407 ; Rhein.…

schlehenmaul

DWB

schlehen·maul

schlehenmaul , n. : spitz das schlehenmaul ( zum trunk ). Fischart Garg. 150 neudruck ( vielleicht wurden gewelkte schlehen als durstreizend…

schlehe als Zweitglied (1 von 1)

Haferschlehe

Adelung

hafer·schlehe

Die Haferschlehe , plur. die -n, eine Art wilder frühzeitiger Schlehen, welche hochstämmiger wächset als die gemeine Art, und eine Abänderun…