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schiessen

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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14 in 12 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

schiessen

Bd. 7, Sp. 1104
schiessen das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk -īs- [Birkf -e-; Wend, Ottw, OSaarl vielfach -ēi-], Part. gəšos [auch gəšīst, –ost]; Mosfrk -ī:s-, –ē:- [Saarl, Merz u. Bernk (Mos) vielfach -e·i.-], Prät. (so weit geläufig) šos, Part. gešos(ən), –ǫ-; Rip -ē:s-, du šȳs, šȳs [Ahr, NAltk im Diphthongierungsgeb. -øy-], Prät. šos (uSieg, LRip auch šozs, šous, –ō-), Part. jəšǫsə [-šǫzsə, –šǫusə, –-]; im Rip Imperat. neben šē:s auch šūs; n. der Benr.L. im Berg -ē:t-, –ī:-, –ē- [am ORande -ei-], du šyts, šyt, Prät. šōt, Part. jəštən, –ǫt- [Wermelsk -ī:t-, Prät. šǫs, Part. jəšǫsən]; SNfrk -ē:t- [Eup-Stdt -eə-, Ld -iə-, Kemp-Dülken, Kref-Stdt -ę·i.-], du šyts, šyt, Prät. šōət, –ūə-, Part. jəšətə; Klevld -īt-, he šøt, ge šit (ihr u. du), Prät. št, Part. γəštə [MülhRuhr -ī:t-, dou šyts, šyt, Prät. šōt, Part. xəšōtə; Ess -šǫtən] st.: 1. trans. a.α. mit Waffen, Schiessgewehr, Knallbüchse; absol. düser Sonndag hammer sch. Schiessübung auf die Scheibe; do schüss et em Bösch, de Jäger sen em Gang; do hät et paftech geschosse; met der Flent (met er Kanun, mem Katzekopp »Böller«, met dem Flitschebogen, der Knallbüss) sch.; met Schrott, Kugele, Rihposte sch.; op enen (jet) sch.; drop-, derlangssch.; no enem (jet) sch.; en de Loch (Luft) sch.; Löcher en de L. sch.; enen Fehler sch. beim Scheibenschiessen; en et Schwarze sch.; fähl sch.; he kann got (gedicht treffsicher WEif) sch. Sch. im Bergwerk sprengen; em Stenbruch sen se am sch., auch Sten, Erz sch. — RA.: Die Burschen sch. am Vorabend der Hochzeit, wofür sie vom Brautpaar Wein oder Branntwein erhalten, und am Neujahrsabend. Wenn vill geschousse wiərd, w. och vill gebauz (geweint) vom Sch. bei der Hochzeit Bo-Wesseling. A.: Gef mer dat! B.: Beck (bück) dech, he schiesst! abschl. Antw. Saarbg. Pitter, böck dich, Pastur schüss! Eusk-Commern. Welcher Unterschied besteht zwischen einem Soldaten u. einem Kornhalm? Der Soldat läd dererscht (zuerst), un dann schiesst er, et Kore sch. d. un dann läd et (es bilden sich die Körner) (im Wortsp. zwischen sch. 1 u. sch. 2) Bernk. Esu schnell sch. de Preusse net! so rasch geht das nicht Rip, Allg. Bat hat de Jäger, wenn e geschoss hat? E stinkig Rohr Koch-Laub. Du mens wahl, wenn Gott well, dann schüss ene Bessemstill! Du bist leichtgläubig Jül. Met der linene (leinen) Flente sch. betteln gehen Siegld. Dat wor, wie se met Spöllompe geschosse han früher, in einer unbestimmten Zeit Ahrw-Bodend. Die Linner Armee (Kref-Linn) schütt möt Keckete (Fröschen) scherzh. Enem op de Kapp sch. ihn verantwortlich machen MGladb-Hockst. He het en et Water geschoten hat einen Fehlgriff, ein missglücktes Unternehmen gemacht NBerg. De hät en de Duve geschosse hat eine reiche Frau bekommen Köln. Schiet niet onder (op, en) andermanns Duwe! entziehe anderen nicht die Kundschaft! Klev, Rees. De schütt nor de Kuhw on tröfft et Kalf Geld-Nieukerk. Su lang der Vugel steht, schüss mer derno man sucht das Erreichbare zu bekommen Dür-Stdt. Su lang der Vugel noch steht, soll mer derno sch. eine Gelegenheit ausnutzen Malm. — Donner schüss! Fluch Sieg, Köln. — Obj. das Geschoss, Kugele, Schrott (u. met K.) sch.; das Ziel, mer john Hase udgl. sch.; etwas (einen) kapot sch.; enem de Knochen em Lief k. sch.; se han alles enənēn (ineinander-) geschosse; enen dut sch.; sech d. sch. (ersetzt das fehlende ersch.) Rip, Allg. RA.: Klocke gesse, Kugele sch. un Düvele banne, de nit dobei hoff (nötig hat) zo sin, de blif dervun! Köln-Stdt. De hät noch ens en Bock geschossen einen Fehler gemacht Wermelsk, Allg. Der micht e poar Auen wie e geschossener B. Wittl-Dörb. He hät e Rengeldüffke (-täubchen) geschoəten ein besonderes Glück gehabt Kemp, Kref. Men mott den Hasen sch., wo he löppt frisch gewagt ist halb gewonnen Ess. Gewist (gezeigte) H. sin net got sch. eine Sache, auf die man hingewiesen wird, ohne sich selbst darum bemüht zu haben, ist doch nicht so leicht zu erreichen Malm-Bütgenb. Gemolte Vügel sin leich zo sch., ävver nit zo genēsse Köln-Stdt. Bal schiesst mer kenen Has dem gesagt, der erzählt: eich hätt bal ... Mosfrk; sihrno (bald) schüss ken Kroh (Krähe) Rip; s. sch. de Blöngk (Blinde) en Kr. Sieg-Hennef. De schesst sech noch et Fett (Oge) von de Zopp (Suppe) er vernachlässigt bei seiner Jagdleidenschaft sein Geschäft u. verarmt Rip, Rhfrk, Mosfrk. Wenn e Bauer Hose schiesst, da sch. e sech et Brut vo jem Dösch Prüm-Mürlenb. Hen düht, as wenn hen de halwe Welt inənēnsch. woll so erregt ist er Geld. Do hucken a (auch) lauder: hau mer ne, stech mer ne, schiess mer ne! Lumpenpack Saarbr-Sulzb. Dau kannscht dich dot sch. losse! lass dich doch begraben Rhfrk. Der is geschosse mit der Belzkapp (Pelz-) er ist närrisch, überspannt, macht dummes Zeug; auch er is g. Saarbr, Ottw, Saarl, Simm. Wenn de nit brav bes, krie ich de Wichsbörsch on mak dich schwarz on schess dich dut met en Brotwōsch! Düss-Stdt. Dau herscht (gehörst) en er Kanon no Potsdam geschoss so dumm bist du Nahe. Den soll mer och mar dem Düvel en de Höll ze Neujohr sch.! MGladb-Rheind. — β.αα. stark furzen; der kann der ävver sch.; der hät der ene geschosse Rip, Allg. RA.: Erten (Erbsen) on Bonne sch. wie Kanone Heinsb. — ββ. De Oge schosse glöhnig Für (glühendes Feuer) so leuchtete der Zorn aus seinen Augen Rip. — γγ. dat häste (got) geschoote getroffen; wie hät et g.? wie hat es gegangen; et hät got g. die Gelder sind gut eingegangen; bi hör (ihr) wol et Werk (die Arbeit) net sch. nicht gelingen Heinsb, MGladb, Kref. — δδ. met ow es ok genn Ręcht (u. Recht Richtung) te sch. bei dir bekommt man kein Recht, du bist Vernunftgründen nicht zugänglich Rees, Klev, Geld, Kemp, Heinsb (rēχdər), Bergh-Glesch (rīədər), Sieg-ODollend. — εε. sin Wörtchen en de Wog (Waage) met sch. ein gewichtiges Wort zu sagen haben Sol. — b. schnellen, im Kindersp. α. die Klicker schnellen mit dem Daumen, den man gegen das Mittelglied des gekrümmten Zeigefingers ansetzt u. plötzlich nach oben schnellt; absol. u. (den) Klicker (Ümmer, Kräll usf.) sch.; ich han deinen Kl. (oder dich) geschossen getroffen; auch Knef (Knäufe, Knöpfe) u. Bunge (Bohnen) (als Einsatz) sch. Mosfrk. Das Spiel nennt man auch Schiess-ches Rhfrk, Mosfrk; Knieches sch. vom Knie aus schnellen Birkf; je nach der Einsatzstelle der Klicker nennt man das Spiel Kreis sch., Pärk sch.; Pängke (s. Pfand) sch., Kul (Külche) sch.; Höppske (Häufchen) sch.; Reihke (Strich) sch.; Rengske sch.; Knuze (Knüwkes) sch., Spanne sch. (s. d. W.); schesses mir oder fort sch. m.! Ruf des Spielers, der ihm erlaubt, die Lage seines Schnellklickers zu ändern Bergh, Dür. RA.: He schüsst ut de Hohner-, Entefott, (-gesäss) gesagt, wenn das gebogene Unterglied des Daumens nicht auf die Spitze des Zeigefingers, sondern so gesetzt wird, dass es auf dem Klicker sitzt, der auf dem Mittelglied des Zeigefingers ruht Düss-Ld. — β. iwer't Wasser sch. einen flachen Stein über eine Wasserfläche hüpfen lassen Saarl, Allg. (mit Synon.); Brockel sch. Saarl-Diefflen Guising Pachten Merz-Bietzen; Rauten sch. Saarbg-Weiten; Blut sch. Gummb-Ründeroth; de Braut sch. Merz-Losh. — γ. Pfeile oder Bolzen abdrücken vom Flitschebogen oder der Armbrust Allg. — δ. werfen mit einem Balle oder mit dem mit einem Knoten versehenen Taschentuch Rhfrk. Bretzelen sch. ein Knabensp., wobei die Jungen nach einer aufgehängten Brezel werfen; der, der sie entzwei warf, erhielt sie Wermelsk. — ε. Bock sch. Purzelbaum schlagen Trier-Schweich, Wittl-Minh, Bernk-Dhron Neumag. — c. etwas mit Ruck schieben. α. Teigwaren auf einem Schieber in den Backofen sch.; et Brot in de Owe sch., herensch., heraussch. Rhfrk, Mosfrk, Rip, Berg, MGladb. RA.: Briderchen (Brötchen) sch. flache Steine über eine Wasserfläche hüpfen lassen Bernk-Neumag. Hoult (Holz) schnide, Bröttsche backe, Stüttsche kaupe, schut, sch. in't Backöffke! Mettm. — β. das Weberschiffchen, die Schiessspule durch das Gespinn werfen SNfrk, Aach. De Spönn sch. Fäm (Fäden) MGladb-Rheind. — γ. de Bretter ensch. hineinschieben Aach-Stdt. — δ. in der RA.: De schüss nicks en de Schanz wendet kein Mittel (kein Geld) vergeblich an Köln-Stdt. — d. Geld (jet) derbei-, derzosch. hinzulegen Rip, Allg. — e. Bohnen sch., die Fäden von ihnen abziehen Mörs-Repelen, Trier-Longuich. — 2. intrans. mit »sein«, sich rasch, unwillkürlich bewegen, stürzend laufen. a. von Menschen u. Tieren α. kick es, wat den (öwer de Stroət) schütt! von einer Seite zur andern torkelt, der Betrunkene Geld, Allg.; he kom geschosse; sie schoss de Trapp eraf; he es us der Stuff (herus)geschosse (kunn); er kom en de St. erengeschosse Rip, Allg.; he schüsst drop an Sol-Leichl, Allg.; he schot enēn (ineinander) (zesamen, ze Hof) fuhr zusammen, erschrak Gummb, Allg.; ungersch. untertauchen; unger et Water hersch. Gummb, Geld; der Stussvugel (Habicht) schüss op et Hohn (heronder) Rip, Allg.; en dem Bängt (Wiese) schütt me bös öwwer de Enkele en de Modd (Muər) in den Morast Geld, Kemp; der schüss en de Knee (Knie) vor Schwäche Grevbr-Holz; der Betrunkene schüt van ener Sit op de angere Gummb, Allg.; de Koh es övver der Kot (Fussgelenk) geschoəte geht lahm SNfrk, Klevld, Jül, Dür. RA.: Der schüss (doher, derhin) wie ene Stussvugel Rip, — ene Schnok (Hecht) SNfrk, Klevld, — en Hecht Altk, Gummb. He schoss heraf as wie en Kil, doher wie en Kugel us der Flent Rip. He kammer zesammesch. (erschrecken), dat mer de Zeddere en de Ben kr(e)it Sieg. Et es tum Sch. zum Lachen, es ist merkwürdig Kref, Allg. De es net op de Kopp geschoten er ist ein gescheiter, durchtriebener Kerl Sol. Dor den Bratsch (Korb) sch. in der Prüfung durchfallen Mörs. He süht ut, wie dur de Stropp geschoəte wie ein Galgenvogel, mager MGladb, Kemp, Kref, Mörs. — Bahn sch. Eisbahn schlagen Köln-Lindenth, MGladb-Viersen Rheind (Is sch.), Kemp-Grefr. Doə woər ne Hahn, deə schoət de Bahn, du broək (brach) e e Ben, du geng e hem usf. Kemp-Grefr. — Gang sch. Ruhrschiff: Eigengeschwindigkeit haben gegenüber der Strömung beim Treibenlassen. — Kopp (Köppken) sch. Purzelbaum schlagen Mörs; Tummelemutz sch. dass. Geld-Veert. — β. schnell in die Höhe wachsen u. schlank bleiben; der Jong es am sch. er wächst zusehends; he schüss arg en de Hühd (Höhe) Rip, Allg. RA.: E schiesst wie en Holänter (Holunder) an (in) de Loft Trier-Mehring. Ut de Klüte (Schollen) geschote sin tüchtig gewachsen sein Geld. — Auch von Pflanzen, ausschlagen, Zweige bilden, von Gemüsepflanzen, in die Höhe sch. u. Samen bilden; no dem Ren (Regen) schüss de Schlot (Salat) gern, auch de Eərpel (Kartoffeln) sen dit Johr ärg en et Lof (Laub) geschosse Rip, Allg. RA.: Wann es et gefiehrlech, lans en Heck (en de Gard) te gonn? Em Mai, dann es alles am sch. on am utschlonn MGladb. — γ. in der Wend.: He schütt so langsam op die Viertig an wird bald 40 Jahre alt Geld. Be so Weər sch. we all wit en den Herres (Herbst) eren bei schönem Herbstwetter sind wir nicht durch Regen u. Frost an den Arbeiten in Feld u. Garten behindert Kemp. — b. von Sachen. α. der Stăi(n) schiesst got der Eisenstein wird durch den zur Explosion gebrachten Sprengstoff leicht aus seinem Zusammenhang gelöst, in der Bergmspr. Siegld, Altk. — β. den Ak (Nachen) schott förüt as ene Schnuk (Hecht) Mörs, Allg.; wat de Steəre sch.! bei Sternschnuppenfall; doə schütt ene St: Kemp, Allg. [e St. hot geschoss statt es g. häufig in Wend, Merz]; et Wasser schüss us dem Rühr, sch. heronder Rip, Allg.; et Gehir as em weggeschoss bei einem Unfall Trier-Euren; et schiesst durch en wie't ränscht (reinste) Wasser er hat gehörig den Durchfall Saarl-Berus; der Dude fängt an iwersesch. zu tropfen Goar-Weiler; eich schlahn dir uf dei Flänsch (Lippe), dat Maul un Nase dir iwerschiesst! dass das Blut dir aus Mund und Nase kommt Simm; dem scheisst gleich de Gal iwer er wird gleich zornig Bernk, Mosfrk, Rhfrk; de Plog (Pflug) schött drowerhen greift nicht ein Rees; de Flamm schüss huh (en de Hüh) schlägt hoch Rip, Allg.; et Für schüss zischt Bergh, Merz-Reimsb. Loss Koərd (Kordel des Papierdrachens) sch.! gib dem P. Bewegungsfreiheit, übertr. erzähle, berichte! Rip, SNfrk. Pitter, loss Krütz (Kreuz) on Fahn sch. on halt dich an de Wigge (Weiden) fas! zu dem gesagt, der sich flüchten soll Bo; de Klinken sch. loten den Nasenschleim herunterlaufen lassen Gummb; dem Keng (Kinde) send de Mandele geschoəte geschwollen MGladb; de Ängschten woren mer en de Bän geschoss die Angst war mir in die Beine gefahren Merz-Erbring; he löppt, as wenn öm et Hart (Herz) en de Bocks geschoten was Rees, Klevld. — γ. unpersönl. et schütt (net) es geht, glückt (nicht), es geht (nicht) voran SNfrk, Klevld; well et net sch., donn komm (zum Arbeitenden) mar möt, ech schött (schütte) dech ene (einen Schnaps) en Kemp-SPeter; da's em mötgeschoəte geglückt Kemp-Stdt. De Botter schütt nit die Milch buttert nicht Geld, Mörs. Et sch. loəte Reissaus nehmen, sich nicht darum kümmern, etwas verzögern SNfrk; lott mar sch.! spiele auf beim Kartensp., berichte SNfrk, Rip; den ēne let (lässt) et op den ongere (andern) sch. jeder überlässt die Arbeit dem andern Kemp. Et schütt em op de Plagge (Lumpen) die Geduld reisst ihm SNfrk; der löt alles durch de Koərd sch. verschwendet alles MülhRh-Refr; dat is mer ewe dorich de Kopp geschoss plötzlich eingefallen Rhfrk, Allg.; dem es et en et Höf (Haupt) geschosse er ist stolz geworden, er hat sich erzürnt Rip, Allg.; et üs üm in de Beine geschoten ein unangenehmes Ereignis hat ihn tief erfasst Mülh-Ruhr, Allg.; da schütt en de Hose es wird nichts draus; lot et nit en de H. sch.! schiebe es nicht auf; dat es öm e jen H. geschoəte ist ihm leid geworden Heinsb, Kemp, Kref, Geld, Mörs. Et es noch genog för dech üəvergeschoəte übriggeblieben Heinsb. — δ. et ös op de Tit geschote es ist hohe Zeit, ist spät geworden Ruhr, Berg; et schütt op Ovend an, op twelf Uəhren an es geht auf den A., auf 12 Uhr an Kemp, MGladb-Viersen. — ε. angrenzen; mi Langk schüss an der Jann et singt, auch ech sch. met mengem Stöck ovve lans a Möllersch Bände (Wiesen) Rip. — ζ. de Melk schütt, es geschoəte gerinnt (geronnen); g. Melk Verbr. nach Wk. IV 20 Klevld, Geld, Mörs, SNfrk (nicht Geilk, Erk, Grevbr); de M. es bejenē geschoətə Heinsb-Althaaren Karken. — Abl.: die Schiesserei, dat Geschiess.
14272 Zeichen · 350 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schießen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Schießen , verb. irreg. ich schieße, du schießest, (in einigen Oberdeutschen Gegenden scheußest,) er schießt, (Oberd. sc…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schießen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schießen , allgemein das Forttreiben von Geschossen mit Hilfe einer bewegenden Kraft, seit dem 15. Jahrh. vornehmlich de…

  3. modern
    Dialekt
    schiessen

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    schiesse n [ìəsə fast allg.; îsə NHof Str. Betschd. Lobs. ; ísə Ndrröd. ; Conj. ièstit Bf. ; Part. kòsə Fisl. Co. H…

  4. Sprichwörter
    Schiessen

    Wander (Sprichwörter)

    Schiessen 1. Bling g'schosse-n isch au g'fehlt. ( Solothurn. ) – Schild, 57, 11; Sutermeister, 141. 2. Der hat leicht sc…

  5. Spezial
    Schießen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    Schie|ßen n. (-s) 1 stlopeté m. , stlopetada (-des) f. , trata (-tes) f. 2 (Schießwettkampf) gara da stlopéte f. , gara…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schiessen

59 Bildungen · 1 Erstglied · 52 Zweitglied · 6 Ableitungen

Zerlegung von schiessen 2 Komponenten

schi+essen

schiessen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schiessen‑ als Erstglied (1 von 1)

Schiessender

RhWB

schiess·ender

Schiess-ender -ę·n.ər Trier-OBillig Pl.: die zwecklosen Triebe am Boden des Rebstockes.

schiessen als Zweitglied (30 von 52)

Abschießen

Adelung

Abschießen , verb. irreg. S. Adelung Schießen , welches in gedoppelter Gattung üblich ist. 1) Als ein Activum. (a) Durch eine schnelle sause…

Anschießen

Adelung

Anschießen , verb. irreg. (S. Adelung Schießen ,) welches in doppelter Gestalt üblich ist. I. Als ein Activum, da es denn, so wie das einfac…

Aufschießen

Adelung

auf·schiessen

Aufschießen , verb. irreg. (S. Adelung Schießen ,) welches in doppelter Gattung üblich ist. I. Als ein Neutrum, welches das Hülfswort seyn e…

Ausschießen

Adelung

aus·schiessen

Ausschießen , verb. irreg. (S. Adelung Schießen ,) welches in doppelter Gattung ist. I. Als ein Activum. 1. Hinaus schießen, und heraus schi…

Beschießen

Adelung

Beschießen , verb. irreg. act. S. Adelung Schießen . 1) Auf etwas schießen. Einen Harnisch beschießen, in den Gewehr- Fabriken, ihn mit eine…

Boge(n)schiessen

Idiotikon

Boge(n)schiessen Band 8, Spalte 1430 Boge(n)schiessen 8,1430

Büchse(n)schiessen

Idiotikon

Büchse(n)schiessen Band 8, Spalte 1430 Büchse(n)schiessen 8,1430

bīschiessen

Idiotikon

bīschiessen Band 8, Spalte 1422 bīschiessen 8,1422

Durchschießen

Adelung

durch·schiessen

Durchschießen , verb. irreg. act. S. Adelung Schießen . Dúrchschießen. Ich schieße durch, durchgeschossen. 1) Mit einem Schusse durchdringen…

Einschießen

Adelung

ein·schiessen

Einschießen , verb. irreg. act. S. Adelung Schießen . 1) Hinein schießen, d. i. schieben, in welchem Verstande die Bäcker das Brot einschieß…

Erschießen

Adelung

Erschießen , verb. irreg. act. (S. Adelung Schießen ,) mit einem Geschosse oder Schießgewehre das Leben nehmen. Ein Thier erschießen. Seinen…

Freudenschießen

Adelung

freude·n·schiessen

Das Freudenschießen , des -s, plur. inus. ein Schießen, oder Abfeuerung des Schießgewehres, welches zur Bezeigung der Freude geschiehet.

Freyschießen

Adelung

frey·schiessen

Das Freyschießen , des -s, plur. ut nom. sing. in einigen Gegenden, z. B. in Braunschweig, ein privilegirtes feyerliches Schießen nach einer…

Gemeinschießen

Adelung

gemein·schiessen

Das Gemeinschießen , oder Gemeindeschießen, des -s, plur. ut nom. sing. in einigen Städten, ein Schießen, welches die Gemeinde, d. i. die ei…

Gruebe(n)schiessen

Idiotikon

Gruebe(n)schiessen Band 8, Spalte 1428 Gruebe(n)schiessen 8,1428

Hêrschießen

Adelung

her·schiessen

Hêrschießen , verb. irreg. S. Adelung Schießen . 1) Für hergeben, wo es als ein Activum nur allein vom Gelde gebraucht wird, als ein Darlehe…

Herumschiessen

Wander

herum·schiessen

Herumschiessen Herumschiesse wie der Fist ün der Blattern. ( Oberösterreich. ) Ueberhastig, bald da, bald dort sein, wie der Fist in der Sch…

Hinschießen

Adelung

hin·schiessen

Hinschießen , verb. irreg. S. Adelung Schießen . 1) Als ein Activum, als ein Darlehen hingeben. Geld zu etwas hinschießen. 2) Als ein Neutru…

hërschiessen

Idiotikon

hërschiessen Band 8, Spalte 1413 hërschiessen 8,1413

Johánnis-Schießen

Adelung

johannis·schiessen

Das Johánnis-Schießen , des -s, plur. ut nom. sing. ein feyerliches Schießen nach der Scheibe, oder nach einem Vogel, so fern es um Johannis…

Königsschießen

Adelung

koenig·s·schiessen

Das Königsschießen , des -s, plur. ut nom. sing. bey den Schützengesellschaften, ein feyerliches Schießen, wo um den König geschossen wird, …

Landschießen

Adelung

land·schiessen

Das Landschießen , des -s, plur. ut nom. sing. in einigen Gegenden, besonders ehedem, ein feyerliches Schießen aller Schützen eines Landes; …

Laufschießen

Adelung

lauf·schiessen

Das Laufschießen , des -s, plur. inus. das Schießen nach einem Thiere im Laufe, die Fertigkeit, ein Thier im Laufen zu schießen; so wie das …

Mürselschiessen

Idiotikon

Mürselschiessen Band 8, Spalte 1429 Mürselschiessen 8,1429

Nachschießen

Adelung

nach·schiessen

Nachschießen , verb. irreg. (S. Adelung Schießen ,) welches in doppelter Gestalt üblich ist. 1. Als ein Activum, so fern schießen so viel is…

Ableitungen von schiessen (6 von 6)

Beschießen

Adelung

Beschießen , verb. irreg. act. S. Adelung Schießen . 1) Auf etwas schießen. Einen Harnisch beschießen, in den Gewehr- Fabriken, ihn mit eine…

Entschießen

Campe

◬ Entschießen , v. ntr. unregelm. ( s. Schießen) mit sein. 1) Aus oder von etwas in die Höhe schießen. »Schon entschießt dem schwachen Stämm…

Erschießen

Adelung

Erschießen , verb. irreg. act. (S. Adelung Schießen ,) mit einem Geschosse oder Schießgewehre das Leben nehmen. Ein Thier erschießen. Seinen…

Mißschießen

Campe

Mißschießen , v. intrs . unregelm. ( s. Schießen ), Mittelw. d. verg. Z. mißgeschossen , im Schießen das Ziel verfehlen, fehlschießen. Spric…

verschießen

Pfeifer_etym

schießen Vb. ‘ein Geschoß abfeuern, sich schnell in einer Richtung bewegen, schnell wachsen’. Das gemeingerm. Verb ahd. skioʒan ‘schießen, s…

Zerschießen

Adelung

Zerschießen , verb. irregul. act. (S. Adelung Schießen ,) ein Ding durch viele darein geschossene Löcher unbrauchbar machen. Eine zerschosse…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schiessen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schiessen/rhwb?formid=S04801
MLA
Cotta, Marcel. „schiessen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schiessen/rhwb?formid=S04801. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schiessen". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schiessen/rhwb?formid=S04801.
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