Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
scherzen verb.
scherzen , verb. den dienst verlassen; neben schürzen im hessischen gebräuchlich, vgl. Schm. 2, 473 , der es mit schürzen aufschieben, ablassen zusammenstellt. Vilmar 374 identificiert es mit scherzen jocari ( transitiv vom dienstherrn, müszig gehen lassen, intransitiv vom gesinde, müszig gehen ), und vergleicht bair. schlenkeln müszig herumlaufen, den dienst verlassen. transitiv: ich hab meine pferde, wagen, geschirr, rindviehe etc. verkaufft, mein gesind aus dem dinst geschertzt. bittschrift eines hess. pfarrers vom jahre 1630 bei Vilmar a. a. o. ; jetzt nur intransitiv gebräuchlich: ich hab…