lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

säge

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
14 in 11 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
22
Verweise raus
12

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

säge f.

Bd. 14, Sp. 1647
säge, f. serra. 11) mhd. sege, unumgelautet sage, ahd. saga Graff 6, 88; ags. sagu, altn. sög; engl. saw, nld. zaag (saeghe, serra Kilian), n. sav, saug; schwed. sg ist masc. im goth. ist das wort nicht belegt; vom gleichen stamme ist lat. secare gebildet. Fick 14, 559, s. unten sech, sense, auch sichel. mit säge verbunden wird das im alam. und bair. gesetz vorkommende saiga, bezeichnung einer münze (serratos Tac. Germ. 5). gr. 13, 103; Ducange unter saiga und saica. die gewöhnliche mhd. schreibung der umgelauteten form, sege, findet sich auch im älteren nhd.: sege, serra. zeitschr. für deutsches alterth. 5, 514; sege, seege, seg, seche. Dief. 530b. nov. gloss. 337a. in Luthers bibelübersetzung: solchs alles waren köstliche steine nach dem winckeleisen gehawen, mit segen geschnitten auff allen seiten. [] 1 n. 7, 9; mag sich auch eine axt rhümen wider den, so damit hewet? oder eine seghe trotzen wider den, so sie zeucht? Jesaia 10, 15. in heutiger schreibung neben der unumgelauteten form: säge (die) oder sagen, serra. Maaler 340b; schwache flexion, auf welche der nomin. sagen hinweist, findet sich vereinzelt: d. Faustus nimpt ein sägen, und schneidet seinen fusz damit abe. historia v. d. Fausten 38 (vgl. unten die stelle aus Megenberg); diphtongiert seyge Dief. 530b. die unumgelautete form, in den mundarten noch jetzt allgemein gebräuchlich, hält sich auch in der schriftsprache sehr lange: mit einem horne, daʒ eʒ treit (das thier), gelîch den sagen, in sîner stirne vorne. minnes. 3, 379a Hagen; (bäume) dî durchsnitten sî gar mit sagen al durch den kern. Niclaus v. Jeroschin 27481; (die zähne) sint scharf und stênd oben von ainander als ainer sagen zend. Megenberg 14, 2; hat scharpffe, harte, dreyeckechte zän zu beyden seiten als ein sage. Forer fischb. 82a; die sage oder axt an dieses baumes stamme setzen. pers. rosenthal 8, 3. in den mundarten herrscht, wie bemerkt, die unumgelautete form: nd. sage, sag Schütze 4, 5. brem. wb. 6, 230. ten Doornkaat Koolman 3, 79b. Woeste 222b. für Oberdeutschland bezeugen sie Schmeller 2, 235. Schöpf 575. Zingerle 48b. Hintner 203. Stalder 2, 298. Hunziker 214. Tobler 420. Seiler 247a. 22) Bedeutung. 2@aa) in gewöhnlicher anwendung zur bezeichnung des seit ältester zeit bekannten werkzeuges. sein wichtigster bestandtheil ist das elastische, dünngeschmiedete blatt mit in den zum schneiden bestimmten rand eingeschnittenen zähnen (s. unter 1 den beleg aus Megenberg). die sehr verschiedenen gröszen und gestalten und die mannigfaltige verwendung der säge zeigen sich in den zahlreichen zusammensetzungen: kreis-, stich-, holz-, stein-, schweif-, ort-, uhr-, knochensägen u. s. w. und wenn es zeit ist, laszt den zimmerer mit axt und säge kommen, das gerüst aufschlagen. Schiller M. Stuart 1, 8. im bilde: dasz weder der zeit säg, noch des alters gewalt verringert seinen pomp. Weckherlin 222. grausame hinrichtung mit der säge: aber das volck drinnen füret er eraus, und legt sie unter eisern segen und zacken. 2 Sam. 12, 31; dese let Ysaiam prophetam mit ener holtenen sagen untwei sagen. d. chron. 2, 1, 75, 2. 2@bb) in prägnanter rede versteht man unter säge eine säge-, schneidemühle, nach deren wichtigstem bestandtheil, der groszen durch wasserkraft bewegten säge zum zerschneiden der stämme: nun zu derselben sege musz der stat paumeister bestellen ein seger (überschrift: von der segmül). Tucher baumeisterb. 120, 22. weitere nachweise aus der älteren sprache bei Lexer mhd. handwb. 2, 845. ebenso mundartlich in Oberdeutschland Schöpf 575. Hintner 204. Schmeller 2, 235. schweiz. bezeichnet sagi die sägemühle, sage die gewöhnliche säge. Stalder 2, 298. Hunziker 214. Seiler 247a. 2@cc) säge, pflugsäge, eisen am pfluge zum zerschneiden der verwurzelten rasenstücke. Frisch 2, 142b. mit umdeutung entstellt aus sech (s. dieses). 2@dd) übertragen auf sägenähnliches, von der schwertartig verlängerten, an beiden seiten mit spitzen zähnen besetzten schnauze einer haiart (sägefische): die stacheln in der säge sind wirklich in die knochen eingekeilt, wie ächte zähne. Oken 6, 62. der stachel der insekten, mit welchem sie für ihre eier löcher in die pflanzen machen (legestachel th. 6, 536), heiszt hin und wieder auch die legsäge. Oken 5, 1585. säge ist ferner bezeichnung einiger meermuscheln (donax denticulata, rugosa, trunculus). Nemnich (s. sägemuschel). die wassersäge, stratiotes alodes, nach ihren scharfsägigen blättern. Pritzel-Jessen.
4506 Zeichen · 117 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Säge

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    1. Die Säge , plur. die -n, eine in einigen Gegenden übliche Benennung eines kleinen, vermuthlich tiefen Fischernetzes m…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Säge

    Goethe-Wörterbuch

    Säge (vom Handwerker verwendetes) Werkzeug mit geschmiedetem, gezähntem Metallblatt zum Schneiden harter Materialien (Ho…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Säge

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Säge und Sägemaschinen (hierzu Tafel »Sägemaschinen« ). Die Säge ist ein Werkzeug zum Zerschneiden von Holz, Metall, Ste…

  4. modern
    Dialekt
    Säge

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    PfWB LothWB RhWB Säge , Säg e [Sákə Liebsd. Mü. Steinb. b. Thann; Sáχə Dollern Obbruck ; Sák Obhergh. Osenb. Su. ; Sáj C…

  5. Sprichwörter
    Säge

    Wander (Sprichwörter)

    Säge 1. Die Säge beisst zwar sehr, aber sie bricht sich doch manchmal die Zähne aus. 2. Eine Säge ist kein Saitenspiel, …

  6. Spezial
    Säge

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Sä|ge f. (-,-n) 1 (Werkzeug) siëia (-ies) f. 2 (Sägemühle, Sägewerk) siëia (-ies) f. ▬ die Säge schränken ti dé strada a…

Verweisungsnetz

30 Knoten, 28 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 5 Kompositum 16 Sackgasse 9

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit saege

330 Bildungen · 159 Erstglied · 169 Zweitglied · 2 Ableitungen

saege‑ als Erstglied (30 von 159)

Sägebarsch

Meyers

saege·barsch

Sägebarsch ( Zackenbarsch , Serranus Gthr.), Gattung der Barsche ( Percidae ), Fische mit einfacher Rückenflosse, gezähneltem Vordeckel, mit…

sägebaum

DWB

saege·baum

sägebaum , m. baum, der zum zersägen bestimmt oder geeignet ist, aus dem bretter geschnitten werden. Schm. 2, 235 : (ich) lasz darzu dem mül…

sägeblatt

DWB

saege·blatt

sägeblatt , n. sägenblatt, sägblatt, der dünngeschmiedete, gezähnte schneidetheil der säge. Jacobsson 3, 483 b ; ein sägenblatt, serrae lami…

Sägebloch

PfWB

saege·bloch

Säge-bloch m. : 'Baumstamm, der zugesägt wird'. a. 1621: Item 4 fl. 5 δ seindt instanden 1621 Jahres Zweyen frembden dhielschneidern, welche…

sägeblock

DWB

saege·block

sägeblock , m. dicker zum zersägen bestimmter block, sägeklotz, schrot. Frisch 2, 142 a ; mein leib geformirt wie ein seutrog oder wie ein k…

sägebock

DWB

saege·bock

sägebock , m. bockgestell, auf welchem das zu zersägende holz liegt: weiszt du was Nickel? hol' den sägebock, und hebe die hausthüre aus, wi…

Sägeböcke

Meyers

Sägeböcke ( Prioniden ), s. Bockkäfer .

Sägefil

ElsWB

saege·fil

Sägefil f. Feile, mit der man die Säge schärft Obhergh. — Idiotikon Schweiz. 1, 779.

sägefisch

DWB

saege·fisch

sägefisch , m. eine haienart mit schwertartig verlängerter, knochiger, seitlich gezähnter schnauze ( squalus pristis ). Oken 6, 62 .

sägeförmig

DWB

saege·foermig

sägeförmig , adj. sägförmig, sägenförmig: die sägförmigen muskeln in den seiten sind erhabener ... als in der natur. Winckelmann 4, 105 .

sägegatter

DWB

saege·gatter

sägegatter , n. ( vgl. unter säge die stelle aus Tucher ), gatter in welches die säge eingespannt ist ( schneidemühle ).

Sägegriff

PfWB

saege·griff

Säge-griff m. : wie schd., -griff [ KU-Schmittw/O ]; vgl. PfWB Sägeheft . —

Sägehahl

PfWB

saege·hahl

Säge-hahl f. : 'Hängevorrichtung mit Zahnstange für den Herdkessel'; vgl. Abb. 35; a. 1612: 1 Seeghahl sampt einem Hangeysen [DisibSchR 279]…

Sägeheft

PfWB

saege·heft

Säge-heft n. : = PfWB Sägegriff ; a. 1778: aus dem Inventar eines Zimmermanns: 2 seegheffter 1 gesims hobel [SSp v. d. Leyen Fasz. 100 (BZ-W…

sägeholz

DWB

saege·holz

sägeholz , n. holz, das zur bearbeitung mit der säge bestimmt ist; sagholz Hunziker 214 ; sägholz Tobler 420 a .

Sägekaut

PfWB

saege·kaut

Säge-kaut f. : FlN, mda. Sääkaut [ KU-Gumbsw ]. — Benannt nach einer Grube, über der die Zimmerleute Balken zurechtsägten. — RhWB Rhein. VII…

sägekraut

DWB

saege·kraut

sägekraut , n. 1) krebsschere, wassersäge, stratiotes aloides. 2) biserrula pelecinus, eine südeuropäische pflanze. Nemnich.

Sägel1

MeckWB

Wossidia Sägel 1 n. Siegel: 'myn segel' (1304) UB. 5, 165; 'were ok, dat desser zegele welk tůbreken' (1359) 14, 421; '2 ß vor 1 bliggen Seg…

Sägel2

MeckWB

Wossidia Sägel 2 n. Segel; die westnd. Lautform Seil begegnet nur bei Gild. Dörp. 86 und in den Zss. Lee- ( s. MeckWB Leisägel , Bd. 4, 894 …

Sägelatie

MeckWB

Wossidia Sägelatie f. 1. Schiffahrt: 'umme de zeghelatze to deme Stokholme' (1394) UB. 22, 375; 'dat men greve Hinrikes suster up der zee in…

Sägelbalken

MeckWB

Wossidia Sägelbalken m. Balken in der Mitte des Schiffes, in dem die Masten stehn Bri. 6, 197; im Fischerboot hält er den einzigen Mast.

Sägelband

MeckWB

Wossidia Sägelband m. grobe Schnur zum Säumen der Segel; vielfach außerhalb des Segelmachens verwendet: (dat) Hängt nu an de witte Wand Mit …

saege als Zweitglied (30 von 169)

Örtersäge

Campe

Die Örtersäge , Mz. — n , bei den Tischlern  eine Handsäge, womit geörtert wird.

Abkürzsäge

Campe

Die Abkürzsäge , Mz. die — n, eine kleine kurze Säge, mit welcher die Stuhlmacher die Zapfen und andre kleine Stücke verschneiden.

Absatzsäge

ElsWB

absatz·saege

Absatzsäge f. Säge, mit der bes. Absätze geschnitten werden Steinb. b. Thann.

ABSETZSÄGE

DWB2

DWB2 ABSETZSÄGE f. : DWB2 DWB2 1853 absetzsäge .. fr. scie à arraser .. engl. tenon-saw Beil technolog. wb. 1,14 a . 1881 Mothes bau-lex. 1,…

bandsäge

DWB2

band·saege

bandsäge f. säge mit bandförmigen sägeblatt: 1879 gattersägen, kreissägen und bandsägen b. d. erfindungen 7 6,242. 2002 zu sehr hing der tis…

Bauchsäge

RhWB

bauch·saege

Bauch-säge RhWBN Remschd, Elbf f.: Drummsäge, die einen mehr gebogenen Rücken hat.

Baümsäg(e)

ElsWB

baum·saege

Baümsäg(e) f. grosse Säge zum Zerschneiden von Baumstämmen Rapp. 2. Baumsäge, kleine Handsäge mit eisernem Spannbogen, die bes. beim Absägen…

beinsäge

DWB

bein·saege

beinsäge , f. serra ossium, knochensäge: er fluchte und donnerte auf alle seine leidenschaften, die bisher die beinsäge an ihre verbundenen …

Bohlensäge

Campe

bohlen·saege

Die Bohlensäge , Mz. die — n, eine große Säge, Bohlen damit zu schneiden.

Brettsäge

Campe

brett·saege

Die Brettsäge , Mz. die — n, eine große Säge, mit welcher die Bretter geschnitten werden.

Brummsäge

RhWB

brumm·saege

Brumm-säge Kobl-Capellen f.: in der Wend.: Ech hauen dech, dat der de Kopp brommt wie en Br.!

Dielsäge

RhWB

diel·saege

Diel-säge RhWBN -zE:χ Gummb f.: S. zum Schneiden von Dielen; ein Mann steht oben auf dem Baumstamm, ein anderer unten in der Grube.

Ableitungen von saege (2 von 2)

Gesäge

Adelung

Das Gesäge , des -s, plur. car. das Sägen, besonders ein anhaltendes oder wiederhohltes Sägen.

unsägelich

BMZ

unsägelich , unsegelich adj. nicht zu sagen, unaussprechlich. diu mære gar unsägelich sint Conr. Al. 1136. mit den unsegelîchen weinungen (g…