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Säge

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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14 in 11 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Säge

Bd. 7, Sp. 689
Säge das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk sE, sē; Mosfrk zE: reichend bis SMalm, oKyll, dieser fast bis zur Mündung folgend, im Bogen um Wittl-Binsf Stdt, Liesert. nach N. gehend über Daun-Oberehe (zE:χ) Gillenf, Aden-Hümmel (zE:χ) Kelbg, Ahrw-Königsf, rrhn. Westerwald heute durchweg zE:χ, doch Neuw-Etschd, Altk-Birken Etzb Eupel Mudersb NHöwels Kötting Schönst u. Waldbr-Dattenf Lindenpütz Bladersb Morsb Nosb OAgger Wildbg, Sieg-Felderhoferbrücke, Gummb-Drabenderhöhe Driesch Harschd Osbghsn Weiershg zE:; n. dieser L. herrscht zE:χ, im OBerg ohne Schärfung -E-; NBerg zēχ; SNfrk -E·ə.- [Kemp-Brüggen SHubert zE·ə.s]; n. Geld-Straelen Wemb Aldekerk Pont Walbeck, Mörs-Alpen Kamp Lütting Marienbaum Neuk Stdt Binsf u. n. Ruhr herrscht die zu ahd. sëga ablautende Form zāx (ahd. saga) wie ndl. zaag; Pl. sEə, zE·ə.n; zE:jə(n), –E-, –ē-, –E·ə.-; zājə(n); Demin. chen; –jəlχə(n), –χskə f.: 1. wie nhd.; bei der Herstellung der Sägen in NBerg (Remschd) werden die S. gereit (gerichtet); sie werden mit dem platten Hammer duər den Balg geschlohn kräftig durch die Mitte der S. von Ende zu Ende geschlagen; die S. in den Härdbogen gespannt, härden (härten); je nach der Zahl der auf einmal gehärteten S. ist der Härdbogen ein Jəspänner (Ein-), Twei-, Drei- usf. bis Twölfspänner; die S. (op dem Bloowen) afloten die zu grosse Härte herabsetzen; es gibt briəden (breite), halfbr. (1 Zoll br.) S.ən; S.ən met graden Tängen (Zähnen), met schiəwen T.; fin getangkte (gezahnte), groff g. S.ən; gel S.ən auf dem Blauofen gelb angelassen, blo S. blau angelassen, blo en den Tängen (Zähnen), ganz harden, en den Tängen hart; die Metallschneidesäge ist entweder ganz hart ganz gehärtet, nur en den Tängen h., gehauen nicht gezahnt, wie eine Feile, schwatt nicht geschliffen, blank geschliffen, blank-konisch oder dönn em Röck im Rücken dünn geschliffen Remschd; Arten sind folgende: amerikanisch S. mit eisernen Bogen Bernk-Neumag, Band-, Bauch-, Bauchtreck-, Baum-, Bogen-, Bügel-, Damp- (Gatter), Diel-, Drumm-, Furnier-, Grat-, Hand-, Holz-, Klopp- (mit schweren Rahmen), Kant-, Krahn-, Kreis-, Kurt-, Laub-, Loch-, Poss- (beim Veredeln), Rahm-, Schweif-, Spann-, Stich-, Stoss-, Treck-, Zimmermannssäge, Blotschenband, Fuchsschwanz, Kurtling (Kurz-), Wölfchen (s. d. W.); die im Haushalt gewöhnlich gebrauchte S. ist die Spannsäge; bei ihr ist das S.blatt in ein Holzgestell (Rahmen) derart eingespannt, dass an jedem Ende des S.blattes ein Schraubenholz nach oben führt; unten u. oben führen von dem Ende des S.blattes je ein Querholz, von deren Mitte aus eine der Säge parallel laufende Stange führt; die beiden Querhölzer sind am Ende durch einen aus mehreren Kordeln gebildeten Strick verbunden; zwischen diesem u. der mittleren Parallelstange ist in seiner Mitte ein Riegel in Form eines platten Holzes eingeschoben, das senkrecht nach unten etwas über die Querleiste reicht; wird mittelst dieses Riegels der Strick mehrmals um sich selbst gedreht und damit verkürzt, d. h. straff gezogen, so wird dadurch auch das Sägenblatt straff gespannt, weil die beiden platten Endhölzer als gleicharmige Hebel wirken, an deren einem Ende das Sägeblatt, am anderen Ende der Strick befestigt ist. Damit sich das Seil nicht rückwärts u. also aufdreht, wird der Riegel durch die mittlere Querstange gehemmt. Erst nach dem Gebrauch entspannt man die Säge durch Rückwärtsdrehen des Seiles mit Hilfe des Riegels. Teile: Blatt, Griff, (Knopp), Arme, Steg, Spannsteck; de S. fille, schlipen, schärpen, stellen (schränken) das Blatt schräg setzen OBerg, Allg.; de S. löf (läuft) wenn der Schnitt nicht senkrecht wird Eusk-Weiler. RA.: Dat Mess es och mih S. bie M. es ist schartig; mer mänt, et wär äner met er S. am Brut gewes Kobl, Allg.; dat M. schneid wie en al S. Allg. He hät en Stemm wie en verrosste S. Schleid, Eup. He ös am S. schlife singt schlecht Schleid-Glehn. Wenn de S. durch en Nas (Ast) küt, dann kirks (knirscht) et tritt man einem bösen Menschen ungewollt etwas zu nahe, so macht er darüber sehr grossen Skandal Neuw-Dattenbg. Möt der S. soll mer dem Düvel en Uhr afsäge diese S. schneidet holperig Schleid-Hellenth. — Rätsel: Wat hänkt an de Wand un hot neinunneinzig (99) Zihn? Simm. Wat leit (liegt) op dem Rasen mat värunzwanzig (24) Nasen? Wittl-OKail. Honnert Zähn hat et un et beisst un krallt wie en Katz? Koch-Laub. Ohne mich werd nüs gemat (gemacht), och net et klengste Hus? Aach-Büsb. Ek höbb ken Füt (Füsse) on gonn doch flöck; ek bīt mech ömmer dieper en, bes ek mech dorgebeten höbb? Mörs. — Volksgl. Klingt die S. des Schreiners, so hat er bald einen Sarg zu machen Allg. — 2.a. Sense, auch Grassäj NSiegld, Sol-Burschd, Düss-Derend NKassel, Grevbr-Bedburdyck, Neuss-Weckhv, Erk-Elmpt, Geilk-Beggend, Kref-Linn Willich. — b. al S. verächtl. schartiges, stumpfes Messer Rip. — c. übertr. Dornfortsatz des Rückgrates der Kuh Bernk-Wolf.
4882 Zeichen · 94 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Säge

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    1. Die Säge , plur. die -n, eine in einigen Gegenden übliche Benennung eines kleinen, vermuthlich tiefen Fischernetzes m…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Säge

    Goethe-Wörterbuch

    Säge (vom Handwerker verwendetes) Werkzeug mit geschmiedetem, gezähntem Metallblatt zum Schneiden harter Materialien (Ho…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Säge

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Säge und Sägemaschinen (hierzu Tafel »Sägemaschinen« ). Die Säge ist ein Werkzeug zum Zerschneiden von Holz, Metall, Ste…

  4. modern
    Dialekt
    Säge

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Säge , Säg e [Sákə Liebsd. Mü. Steinb. b. Thann; Sáχə Dollern Obbruck ; Sák Obhergh. Osenb. Su. ; Sáj Co. Winzenh. M. Mi…

  5. Sprichwörter
    Säge

    Wander (Sprichwörter)

    Säge 1. Die Säge beisst zwar sehr, aber sie bricht sich doch manchmal die Zähne aus. 2. Eine Säge ist kein Saitenspiel, …

  6. Spezial
    Säge

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Sä|ge f. (-,-n) 1 (Werkzeug) siëia (-ies) f. 2 (Sägemühle, Sägewerk) siëia (-ies) f. ▬ die Säge schränken ti dé strada a…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit saege

189 Bildungen · 159 Erstglied · 28 Zweitglied · 2 Ableitungen

saege‑ als Erstglied (30 von 159)

Sägebarsch

Meyers

saege·barsch

Sägebarsch ( Zackenbarsch , Serranus Gthr.), Gattung der Barsche ( Percidae ), Fische mit einfacher Rückenflosse, gezähneltem Vordeckel, mit…

sägebaum

DWB

saege·baum

sägebaum , m. baum, der zum zersägen bestimmt oder geeignet ist, aus dem bretter geschnitten werden. Schm. 2, 235 : (ich) lasz darzu dem mül…

sägeblatt

DWB

saege·blatt

sägeblatt , n. sägenblatt, sägblatt, der dünngeschmiedete, gezähnte schneidetheil der säge. Jacobsson 3, 483 b ; ein sägenblatt, serrae lami…

Sägebloch

PfWB

saege·bloch

Säge-bloch m. : 'Baumstamm, der zugesägt wird'. a. 1621: Item 4 fl. 5 δ seindt instanden 1621 Jahres Zweyen frembden dhielschneidern, welche…

sägeblock

DWB

saege·block

sägeblock , m. dicker zum zersägen bestimmter block, sägeklotz, schrot. Frisch 2, 142 a ; mein leib geformirt wie ein seutrog oder wie ein k…

sägebock

DWB

saege·bock

sägebock , m. bockgestell, auf welchem das zu zersägende holz liegt: weiszt du was Nickel? hol' den sägebock, und hebe die hausthüre aus, wi…

Sägeböcke

Meyers

Sägeböcke ( Prioniden ), s. Bockkäfer .

Sägefil

ElsWB

saege·fil

Sägefil f. Feile, mit der man die Säge schärft Obhergh. — Schweiz. 1, 779.

sägefisch

DWB

saege·fisch

sägefisch , m. eine haienart mit schwertartig verlängerter, knochiger, seitlich gezähnter schnauze ( squalus pristis ). Oken 6, 62 .

sägeförmig

DWB

saege·foermig

sägeförmig , adj. sägförmig, sägenförmig: die sägförmigen muskeln in den seiten sind erhabener ... als in der natur. Winckelmann 4, 105 .

sägegatter

DWB

saege·gatter

sägegatter , n. ( vgl. unter säge die stelle aus Tucher ), gatter in welches die säge eingespannt ist ( schneidemühle ).

Sägegriff

PfWB

saege·griff

Säge-griff m. : wie schd., -griff [ KU-Schmittw/O ]; vgl. Sägeheft . —

Sägehahl

PfWB

saege·hahl

Säge-hahl f. : 'Hängevorrichtung mit Zahnstange für den Herdkessel'; vgl. Abb. 35; a. 1612: 1 Seeghahl sampt einem Hangeysen [DisibSchR 279]…

Sägeheft

PfWB

saege·heft

Säge-heft n. : = Sägegriff ; a. 1778: aus dem Inventar eines Zimmermanns: 2 seegheffter 1 gesims hobel [SSp v. d. Leyen Fasz. 100 (BZ-Wernbg…

sägeholz

DWB

saege·holz

sägeholz , n. holz, das zur bearbeitung mit der säge bestimmt ist; sagholz Hunziker 214 ; sägholz Tobler 420 a .

Sägekaut

PfWB

saege·kaut

Säge-kaut f. : FlN, mda. Sääkaut [ KU-Gumbsw ]. — Benannt nach einer Grube, über der die Zimmerleute Balken zurechtsägten. — Rhein. VII 691 …

sägekraut

DWB

saege·kraut

sägekraut , n. 1) krebsschere, wassersäge, stratiotes aloides. 2) biserrula pelecinus, eine südeuropäische pflanze. Nemnich.

Sägel1

MeckWB

Sägel 1 n. Siegel: 'myn segel' (1304) UB. 5, 165; 'were ok, dat desser zegele welk tůbreken' (1359) 14, 421; '2 ß vor 1 bliggen Seghel to ma…

Sägel2

MeckWB

Sägel 2 n. Segel; die westnd. Lautform Seil begegnet nur bei Gild. Dörp. 86 und in den Zss. Lee- ( s. Leisägel , Bd. 4, 894 ) und Marsseil, …

Sägelatie

MeckWB

Sägelatie f. 1. Schiffahrt: 'umme de zeghelatze to deme Stokholme' (1394) UB. 22, 375; 'dat men greve Hinrikes suster up der zee in erer zeg…

Sägelbalken

MeckWB

Sägelbalken m. Balken in der Mitte des Schiffes, in dem die Masten stehn Bri. 6, 197; im Fischerboot hält er den einzigen Mast.

Sägelband

MeckWB

Sägelband m. grobe Schnur zum Säumen der Segel; vielfach außerhalb des Segelmachens verwendet: (dat) Hängt nu an de witte Wand Mit 'n groten…

saege als Zweitglied (28 von 28)

Eissäge

Adelung

eis·saege

Die Eissäge , plur. die -n, eine solche Maschine in Gestalt einer Säge, welche von Menschen in Bewegung gesetzet wird.

Gesäge

Adelung

Das Gesäge , des -s, plur. car. das Sägen, besonders ein anhaltendes oder wiederhohltes Sägen.

Grathsäge

Adelung

grath·saege

Die Grathsäge , plur. die -n, eben daselbst, eine Säge, die Rinnen zu den Leisten in hartes Holz damit einzuschneiden.

klobensäge

DWB

kloben·saege

klobensäge , f. eine grosze säge, holz zu dünnen bretern zu schneiden, nach Hübner und Frisch 1, 524 a von den kloben, gespaltenen handgriff…

laubsäge

DWB

laub·saege

laubsäge , f. feine säge, vorzüglich zum schneiden laubförmiger zieraten. laubsägenholz ( holz das sich mit der laubsäge leicht bearbeitet )…

lochsäge

DWB

loch·saege

lochsäge , f. eine schmale starke säge, um löcher damit zu sägen; auch stichsäge.

pflugsäge

DWB

pflug·saege

pflugsäge , f. was pflugsech und daraus entstellt und umgedeutet Stieler 1663 . Rädlein 702 a . Frisch 2, 56 c , pflugsege Denzler 221 b , w…

Pfropfsäge

Adelung

pfropf·saege

Die Pfropfsäge , plur. die -n, eine eigene Säge der Gärtner, die Stämme derjenigen Bäume, auf welche gepfropft werden soll, damit abzusägen.

Schließsäge

Adelung

schliess·saege

Die Schließsäge , plur. die -n, bey den Tischlern, eine gemeine Säge von mittlerer Größe, solche Stücke damit zu sägen, welche genau schließ…

Schlúßsäge

Adelung

schluss·saege

Die Schlúßsäge , plur. die -n, bey den Tischlern, die Schließsäge, eine feine Säge, Dinge, welche genau schließen oder passen sollen, damit …

schrotsäge

DWB

schrot·saege

schrotsäge , f. : schrotsege rucina Dasypod. ; ein schrot sege Serranus (1538) 5 b , schrottsegen, grosz seg Alberus dict. g 4 a , s. Weigan…

schweifsäge

DWB

schweif·saege

schweifsäge , f. dünne und schmale säge, womit geschweifte und bogige sachen vom tischler ausgeschnitten und ausgeschweift werden Jacobsson …

spundsäge

DWB

spund·saege

spundsäge , f. säge womit der spund zum fasse ausgeschnitten wird. ebenda.

staubsäge

DWB

staub·saege

staubsäge , f. bei den kammachern eine säge mit zwei blättern, welche zum einschneiden der zähne in den staubkamm ( s. oben ) gebraucht wird…

steinsäge

DWB

stein·saege

-säge , f. 1) ' ein kupfernes oder eisernes sägenblatt öhne zähne, damit man die steine ... theils ohne, theils mit sand oder schmirgel zers…

stichsäge

DWB

stich·saege

stichsäge , f. , zum verbum stechen gebildet, vgl. das vereinzelte alte stechsäge ( teil 10, 2, sp. 1283), säge mit spitzzulaufendem, freist…

Stōßsäge

Adelung

stoss·saege

Die Stōßsäge , plur. die -n, eine Säge ohne Gestell und nur mit einem Heft, etwas gleichsam mit einem oder wenig Stößen abzusägen, dergleich…

stücksäge

DWB

stueck·saege

stücksäge , f. , auch stichsäge Jacobsson 4, 341 a ; schrotsäge Schwan nouv. dict. 2, 739 b . —

Tauchersäge

Adelung

taucher·saege

Die Tauchersäge , plur. die -n, eine Art Taucher oder Tauchvögel, mit einem sägeförmig gezähnten Schnabel; Mergus Serrator Linn.

Twassäge

Wander

twas·saege

Twassäge He schneit'r et bauln met'r Twassägen 1 dür. – Lyra, 33. 1 ) Quersäge.

Ableitungen von saege (2 von 2)

Gesäge

Adelung

Das Gesäge , des -s, plur. car. das Sägen, besonders ein anhaltendes oder wiederhohltes Sägen.

unsägelich

BMZ

unsägelich , unsegelich adj. nicht zu sagen, unaussprechlich. diu mære gar unsägelich sint Conr. Al. 1136. mit den unsegelîchen weinungen (g…