Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
quec
N, WH und seit dem Anfang des 9. Jh.s in Gl.:
‚(körperlich) lebendig, (geistig) wirksam, prä-
sent, voller (Lebens-)Kraft, frisch, (von Was-
ser) kräftig fließend, frisch sprudelnd, (von
Feuer) kräftig brennend, munter, (von Fleisch)
frisch, roh, wiederbelebt, zu neuer Geltung ge-
bracht; calidus, fugax, vivax, vivus‘ 〈Var.: ch-,
qh-; -e-, -uue-, -i-; -c(h), -cc(h), -h; -kk-, -hh-,
-ch-, -cc-〉. – Mhd. quëc, këc (auch köc) adj.
‚lebendig, frisch, wohlgemut, munter, mutig‘,
frühnhd. kek adj. ‚mutig, kühn, unverschämt,
fest, hart, dick‘, nhd. keck adj. ‚in einer char-
manten, nicht unsympathischen Weise unbe-
kümmert, respektlos, ein bisschen frech oder
vorlaut (wirkend)‘. Die Form mit -u- ist im Nhd.
u. a. bewahrt in Quecksilber n. ‚silbrig glänzen-
des, bei Zimmertemperatur zähflüssiges Schwer-
metall‘; daneben findet sich eine Lautung -i-,
quick, u. a. im verdeutlichenden Komp. quick-
lebendig adj. ‚voll sprühender Lebendigkeit,
überaus munter‘. Die mhd. und nhd. Formen
ohne -u- beruhen auf ahd. obd. cheg; im Alem.
schwindet bereits im Spätahd. das u in der Ver-
bindung qu (vgl. Braune-Heidermanns 2018:
§ 107 Anm. 2).