Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
prügeln
prügeln
Prügel m. ‘Stock, Knüppel’, Plur. ‘Schläge, Hiebe’, mhd. brügel ‘Stock, Knüppel’ ist mit l-haltigem Suffix für Gerätebezeichnungen gebildet zu mhd. brüge ‘Brettergerüst’. Dies gehört zu dem unter Brücke (s. d., eigentlich ‘Balkenwerk’) behandelten Substantiv. Die heute vorherrschende pluralische Bedeutung ‘Schläge’ entsteht (Anfang 18. Jh.) aus Wendungen wie (den) Prügel geben (17. Jh.), Prügel austeilen (18. Jh.). – prügeln Vb. ‘schlagen’, eigentlich ‘mit einem Prügel schlagen’ (16. Jh.); vgl. ahd. gibrugilōn ‘durch übergelegte Knüppel, Stöcke, Reißig schützend bedecken’, bair. prügeln ‘eine Brücke, einen Weg mit Stammstücken, Knüppeln, Ästen belegen’. Prügelknabe m. ‘Sündenbock, wer Schläge, eine Strafe erhält, die ein anderer verdient hat’ (19. Jh.), auch Prügeljunge, -bube; ehemals als literarische Figur ein Junge einfachen Standes, der gemeinsam mit einem Fürstensohne erzogen wird und die diesem gebührende Strafe erhält.