Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Prämie f.
Prämie f.
Prämie f. ‘Zuwendung für eine besonders Leistung, zusätzliche Vergütung zum Arbeitslohn, Versicherungsbeitrag, Zusatzgewinn (im Lotteriespiel o. ä.)’, entlehnt (16. Jh.) aus lat. praemia, dem als Fem. Sing. aufgefaßten Neutr. Plur. von lat. praemium ‘Vorteil, Auszeichnung, (Ehren)preis, Belohnung’, eigentlich ‘die Vorausnahme, das Vorausgenommene’, aus *prai-emiom; zu lat. emere ‘(er)kaufen’, eigentlich ‘(gegen Bezahlung) nehmen’, und s. prä-. Prämie bezeichnet zuerst die ‘Belohnung für Fleiß und gute Leistungen in der Schule’, auch die ‘Belohnung für eine wissenschaftliche, literarische, künstlerische Leistung’ (16. Jh.), steht dann in der Kaufmannssprache im Sinne von ‘Zugabe, Vergütung, Beitrag, Gebühr’ (17. Jh.). – prämieren, prämiieren Vb. ‘jmdn. für eine besondere Leistung mit einer Prämie belohnen, auszeichnen’ (19. Jh.), vgl. spätlat. praemiāre ‘belohnen’.