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Prämĭe

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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8 in 8 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Prämĭe

Bd. 16, Sp. 260
Prämĭe (lat. praemium, Belohnung, Vorteil), ein in mehrfachem Sinne gebrauchtes Wort. Zunächst bedeutet P. die für besondere Leistungen ausgelobte Auszeichnung. Als solche werden Prämien, namentlich in Form von Geldzahlungen, Ehrendiplomen, Medaillen etc., für den Wettbewerb in öffentlichen Ausstellungen, für Preisschriften, Konkurrenzarbeiten etc. ausgeschrieben und in der Regel nach den Aussprüchen eines Urteilsausschusses (Jury) erteilt. Die Arbeiterpolitik kennt ein Prämiensystem, das darin besteht, den Arbeiter durch die Aussicht auf Gewährung besonderer Prämien neben dem Lohn zur Ersparung von Stoffen etc. oder zu Mehrleistungen anzureizen (vgl. Arbeitslohn, S. 690). Ausfuhrprämien haben den Zweck, die Ausfuhr zu fördern (vgl. Ausfuhr), während Einfuhrprämien die Einfuhr begünstigen sollen (vgl. Einfuhr). P. heißt ferner die Beigabe, die dem Käufer im Lieferungsgeschäft für den Fall der vollständigen Erfüllung des Vertrags neben dem eigentlichen Gegenstand der Lieferung versprochen (z. B. Bilder als Beigaben zu Zeitschriften), Prämiengeld (Proxenetikum, Bonus) die Vergütung, die zuweilen für den Abschluß eines Geschäfts gezahlt wird. – In der Rechtssprache ist P. das ausbedungene Reugeld, durch das sich bei Lieferungsgeschäften eine der beiden Parteien von Erfüllung des Vertrags befreien kann. Geschäfte, bei denen eine solche P. ausbedungen ist, heißen Prämiengeschäfte (vgl. Börse, S. 244, und Prämiengeschäfte). – Im Versicherungswesen ist die P. die Summe, die vom Versicherten an den Versicherer für Übernahme des Risikos gezahlt wird (vgl. Versicherung), und Prämienreserve die Summe der seit Beginn einer Versicherung aufgespeicherten Überschüsse der Prämien über die Leistungen der Versicherer, die dazu dienen, die später eintretende Unterbilanz zwischen Prämien und diesen Leistungen zu begleichen. Prämienversicherung nennt man im Gegensatz zur Gegenseitigkeitsversicherung diejenige Versicherung, bei der Dritte, gewöhnlich Aktiengesellschaften, gegen Zahlung fester Prämien ohne Rücksicht auf die Höhe des wirklich eintretenden Schadens die Versicherung übernehmen. – Bei Lotterieunternehmungen und Verlosungen nennt man Prämien vielfach die gezogenen Gewinne und zwar entweder alle Gewinne oder einzelne Gewinne, für die besondere vom allgemeinen Plan abweichende Voraussetzungen verlangt werden. auch bei Lotterieanleihen, Prämienanleihen ist P. soviel wie Treffer, Gewinn. Die über solche Anleihen ausgestellten Obligationen heißen Prämienscheine, Prämienlose, Prämienpapiere (s. d.), dann werden bei Anleihen für frühzeitigere Einzahlungen Prämien gewährt. Endlich wird auch zuweilen im Effektengeschäft die Kurssteigerung als P. bezeichnet. S. auch Heuergeschäft.
2713 Zeichen · 38 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    prämief.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    prämie , f. , aus lat. praemia, dem plural von praemium gramm. 3, 563: premie versicherungssumme. Nehring manuale jurid.…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Prämie

    Goethe-Wörterbuch

    Prämie 1 Belohnung von Arbeitsleistungen a als pädagogisches Mittel (in den Zeichen- u Gewerkschulen Sachsen-Weimar-Eise…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Prämĭe

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Prämĭe (lat. praemium , Belohnung, Vorteil), ein in mehrfachem Sinne gebrauchtes Wort. Zunächst bedeutet P. die für beso…

  4. modern
    Dialekt
    Prämie

    Rheinisches Wb.

    Prämie Rhfrk, Mosfrk brEmĭə , Pl. -ə(n) ( -im Saarl-Nade); sonst pr- [ -ē:m, –ī:-, Pl. -mə Köln-Stdt , MGladb-Nersen]…

  5. Sprichwörter
    Prämie

    Wander (Sprichwörter)

    Prämie Dafür muss er eine Prämie bekommen. Meist ironisch, wenn jemand eine Dummheit begangen, einen thörichten Streich …

  6. Spezial
    Prämie

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Prä|mie f. (-,-n) 1 (Belohnung) premia (-ies) f. 2 (Preis) pest (pesć) m. ▬ eine Prämie erhalten ciafé na premia.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit praemie

19 Bildungen · 19 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

praemie‑ als Erstglied (19 von 19)

Prämienausteilung

GWB

praemie·n·austeilung

Prämienausteilung -th- (öffentliche) Auszeichnung, Überreichung von Preisen; nur mBez auf die Belohnung der besten Egerer Schüler in den Sch…

Prämienerteilung

GWB

praemie·n·erteilung

Prämienerteilung -th- Zuerkennung eines Preises (als Voraussetzung für die Versetzung des Schülers in die nächsthöhere Klasse) Wegen Translo…

Prämiengeschäfte

Meyers

Prämiengeschäfte , diejenige Art der Zeitgeschäfte (s. Börse , S. 243 f.), bei der sich einer der Kontrahenten, der Prämienzahler , das Rech…

Prämienpapiere

Meyers

Prämienpapiere (Prämienlose, Prämienscheine) , die bei Lotterie- oder Prämienanleihen ausgegebenen Obligationen. Näheres darüber s. Artikel …

Prämiensache

GWB

praemie·n·sache

Prämiensache eine die Beurteilung der (von Weimarer Zeichenschülern) eingereichten Werke betreffende Angelegenheit T9,272,4 v 21.9.24 Julian…

Prämienversicherung

Meyers

praemie·n·versicherung

Prämienversicherung , derjenige Versicherungsvertrag, bei dem die Leistung des Versicherten von vornherein genau bestimmt ist; den Gegensatz…

prämieren

Pfeifer_etym

prae·mieren

Prämie f. ‘Zuwendung für eine besonders Leistung, zusätzliche Vergütung zum Arbeitslohn, Versicherungsbeitrag, Zusatzgewinn (im Lotteriespie…