Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Pol m.
Pol m.
Pol m. einer der beiden Endpunkte einer Achse, um die sich eine Kugel, besonders die Erd-, Himmelskugel dreht (Nord-, Südpol). Mhd. pōlus ‘Weltpol, Punkt, um den sich die Gestirne drehen’, frühnhd. polus (mit lat. Endung bis ins 18. Jh.), nhd. Pol (Anfang 18. Jh.), Entlehnung von lat. polus ‘Endpunkt der Erd- und Himmelsachse, Nord- und Südpol, Himmelsgewölbe, Polarstern’, griech. pólos (πόλος) ‘Achse, Erd-, Himmelsachse, Nord- und Südpol, Himmelsgewölbe’, zu griech. pélesthai (πέλεσθαι), pélein (πέλειν) ‘in Bewegung sein, sich regen, bewegen, werden, stattfinden’. Der Ausdruck wird im 18. Jh. ins Gebiet des Magnetismus und Mitte des 19. Jhs. in das der Elektrizität übernommen. Übertragener Gebrauch im Sinne von ‘Ruhepunkt’ setzt im 18. Jh. ein. – polar Adj. ‘den Pol betreffend, in der Nähe des Pols’ (18. Jh.), ‘entgegengesetzt wirkend, gegensätzlich’ (19. Jh.), mlat. polaris. Polarität f. ‘Vorhandensein zweier Pole, Gegensätzlichkeit’ (um 1800). Polarstern m. (Mitte 17. Jh.). Polarkreis m. (um 1800).