Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Pantoffel m.
Pantoffel m.
Pantoffel m. ‘Hausschuh ohne Fersenkappe, bequemer Hausschuh’, frühnhd. Pantoffel, mnd. pantufelen, pantoffelen (Plur.) sind Entlehnungen (Ende 15. Jh.) aus gleichbed. mfrz. frz. pantoufle (vgl. auch ital. pantofola, span. pantuflo, engl. pantof(f)le, mlat. pantofla). Die Herkunft des Wortes ist unsicher. Vielleicht gehört es wie afrz. frz. patin (s. Pantine) zum Stamm *patt- ‘Pfote, Tatze’ (mit südfrz. Nasaleinschub). Der Versuch, es (wie die Humanisten des 16. Jhs.) auf unbezeugtes mgriech. *pantóphellos (*παντόφελλος) ‘Korkschuh’ (eigentlich ‘ganz aus Kork’) zurückzuführen, eine Zusammensetzung aus griech. phellós (φελλός) ‘Kork, Korkeiche’ und panto- (s. pan-), da solche Schuhe, vor allem in Spanien, vielfach Sohlen aus diesem Material hatten, bleibt zweifelhaft. – Pantoffelheld m. ‘Mann, der sich von seiner Ehefrau beherrschen läßt, der daheim nichts zu sagen hat’ (Mitte 19. Jh.). Nach alten deutschen Rechtsbräuchen gilt der Schuh als Symbol der Macht und Herrschaft, daran anknüpfend wird der Pantoffel, der Hausschuh, scherzhaft zum Sinnbild des häuslichen Regiments der Ehefrau. Vgl. unter dem Pantoffel sein, stehen ‘dem Willen der Ehefrau unterworfen sein’ (2. Hälfte 18. Jh.).