Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
ouh
chen Gl. und in I, MF, T, OT, E, WK, MH, B,
GB, W, MG, O, P, WB, N, Npg, DH, OG, WH,
Ph: ‚auch, gleichfalls, überdies, ferner, sogar,
nämlich, (und) zwar, hingegen, andererseits,
aber, sondern; atque, aut, autem, enim, et,
etenim, etiam, ita, item, pariter, praeterea,
quodsi, quoque, rursus, sed, tamen, vel‘, eben-
falls in Verbindungen wie also ouh ‚gleichwie,
wie wenn; sicuti‘, danne/denne ouh ‚gleich-
wohl, ferner, noch dazu; autem, ceterum, de-
inde, quamquam‘, doh ouh ‚wenn auch; etiam-
si, quamvis, tametsi‘, hier ouh noh ‚weiterhin;
adhuc‘, ibu ouh ‚wenn nämlich; an quoque, si
etiam, siquidem, tametsi‘, inti ouh ‚ebenso;
item, quoque‘, ja ouh ‚und (auch); sed, seu‘, joh
ouh ‚(und) auch, aber auch; atque, nec non‘, ni
ouh ‚und nicht; neque‘, noh ouh ‚und nicht;
neque‘, noh ouh (des) ‚aber doch; sed‘, ouh
danne ‚jedoch; vero‘, ouh … joh ‚sowohl … als
auch‘, ouh mêr ‚außerdem noch‘, ouh ni ‚auch
nicht; nec non, nonne‘, sô ouh ‚nämlich, wie
wenn; iam, ita, item, sic, sicut, similiter‘, sôwio
ouh ‚wenn nämlich; siquidem‘, uba ouh ‚wenn
auch; quin‘, wanta ouh ‚da doch; et quoniam,
quoniam vero, sed quoniam‘. – Mhd. ouch (da-
neben auch ôch, och) konjunkt. ‚auch, überdies,
zudem, ferner, noch mehr, aber auch, dagegen,
anderseits, dennoch, und doch, und wirklich
auch, und wahr ist es, demnach auch, (bei Zahl-
wort, Zeitadv. und hinter [verneintem] Kom-
par.) noch‘, frühnhd. auch adv. ‚dss.‘, nhd.
auch adv. ‚ebenfalls, genauso, außerdem, zu-
dem, überdies, im Übrigen, selbst, sogar‘, als
Pkl. hat das Wort mehrere Funktionen, nämlich
1. auch signalisiert gefühlsmäßige Anteilnah-
me, Ärger, Verwunderung o. Ä., 2. bekräftigt
oder begründet eine vorangegangene Aussage,
3. drückt im Fragesatz einen Zweifel, Unsi-
cherheit o. Ä. aus, 4.a. in Verbindung mit In-
terrogativ- oder Relativpronomen bzw. -ad-
verbien wird auch verallgemeinernd, 4.b. in
Verbindung mit wenn, so oder wie einräumend
gebraucht.