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Odem

nhd. bis sprichw. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
12 in 11 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
Verweise rein
25
Verweise raus
12

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Odem

Bd. 14, Sp. 898
Odem (griech., Anschwellung, Geschwulst), das Durchtränktsein von Bindegewebe mit wässeriger, aus den Blutgefäßen ausgetretener Flüssigkeit. Das O. ist also gleichbedeutend mit Wassersucht (s. d.) der Gewebe. Es kommt teils durch örtliche Störungen des Kreislaufs, durch Entzündungen (Rotlauf, Furunkel, Milzbrand), teils durch Druck auf größere Venen bei Geschwülsten, teils durch allgemeine Kreislaufstörungen bei Herz- und Nierenkrankheiten zustande. Die ödematösen Teile sind vergrößert, blaß, mehr oder weniger durchscheinend, meist teigig anzufühlen; die sie überziehende Haut oder Schleimhaut ist glatt, faltenlos und blutarm. Die Eigenwärme der Teile ist infolge der verlangsamten Blutbewegung in der Haut vermindert; beim Fingerdruck auf dieselben bleibt eine Grube zurück, die sich nur langsam wieder ausgleicht. Bei allgemeinem O. sind die verschiedenen Körperstellen stets in verschiedenem Grade ödematös, bei sehr starkem O. kann es zur Dehnung und Zerreißung der Haut und zum Durchsickern der Flüssigkeit aus den Rißstellen kommen. Zur Beseitigung allgemeiner Ödeme gibt man Medikamente, die starke wässerige Ausscheidungen seitens der Haut, des Darmes und der Nieren zur Folge haben. Vgl. Wassersucht. – Als malignes (bösartiges) O. bezeichnet man eine durch Einwanderung eines Entzündung erregenden Spaltpilzes, des Bacillus oedematis maligni, in das Gewebe hervorgerufene Durchtränkung des Unterhautbindegewebes auf große Strecken mit blutig-seröser Flüssigkeit, in der jener Spaltpilz sich massenhaft vorfindet. Dieses O. führt in kurzer Frist zum Tode. – Eine nicht scharf begrenzte Ausbreitung einer Vereiterung in Geweben, im Gefolge der Wundinfektion, hat Pirogoff als akut-purulentes O. bezeichnet. – Als akutes, umschriebenes Hautödem bezeichnet man rasch entstehende, nesselsuchtartige, aber durch ihre Größe (bis Faustgröße) eigentümliche Anschwellungen an beliebigen Körperstellen, die besonders durch Kälteeinwirkung und durch andre unbekannte Einflüsse entstehen und rasch wieder vergehen.
2020 Zeichen · 22 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Odem

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Odem , S. Adelung Athem .

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Odem

    Goethe-Wörterbuch

    Odem gelegentlich ‘Othem’ bzw ‘Oden’ 1) poet: Atem a (Ein- u Aus-)Atmen als lebensfunktionaler Prozeß; mehrf in allegori…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Odem

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Odem , andere Form für Athem.

  4. modern
    Dialekt
    Odemm.

    Lothringisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Odem [ôdəm u. âdəm fast allg.; ótəm D. Si. ] m. Atem: e kurzer O. Der O. isch em usgang er ist gestorben Fo. So lang wie…

  5. Sprichwörter
    Odem

    Wander (Sprichwörter)

    Odem 1. D'r Od'm îs 'm ausganga. – Peter, 451. Er ist gestorben. Auch: Er kann in seinem Geschäft nicht mehr fort. (S. E…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit odem

32 Bildungen · 8 Erstglied · 24 Zweitglied · 0 Ableitungen

odem‑ als Erstglied (8 von 8)

Odem N

Idiotikon

Odem N. Band 1, Spalte 85 Odem N. 1,85

odemgang

DWB

odem·gang

odemgang , othemgang , m. das athmen: da in den othemgang des entrauschten riesen leben drang. Herder 1, 426 Hempel.

Odemholen

GWB

odem·holen

Odemholen expressiv für das pulsierende Werden u Vergehen der Natur; im Vergl [ mBez auf das Verhältnis von Licht u Farben ] das Entzünden d…

odemlos

DWB

odem·los

odemlos , othemlos , adj. und adv. was athemlos ( theil 1, 593): schau an dein armes reich, das gleich dem schatten schwebt, das seel- und o…

odemzug

DWB

odem·zug

odemzug , othemzug , m. was athemzug ( theil 1, 593): die brust thut schnellere, lautere odemzüge. Engel 7, 205 ; die aus den othemzügen der…

odem als Zweitglied (24 von 24)

Brodem

Pfeifer_etym

Brodem m. ‘Dampf, Dunst’, ahd. brādam (11. Jh.), mhd. brādem, bradem, mnd. brādem, verwandt mit aengl. brǣþ, engl. breath ‘Atem, Hauch’, ano…

ertpodem

KöblerMhd

ertpodem , st. M. Vw.: s. ertbodem

esterīchbodem

KöblerMhd

esterīch·bodem

esterīchbodem , st. M. nhd. Estrichboden, Estrich ÜG.: lat. pavimentum Voc Q.: Voc (1482) E.: s. esterīch, bodem W.: nhd. Estrichboden, M., …

haberbodem

KöblerMhd

haber·bodem

haberbodem , st. M. nhd. Haberboden, Haferboden Q.: Chr (14./15. Jh.) E.: s. habere, bodem W.: nhd. Haberboden, M., Haberboden, Boden auf de…

hellebodem

MWB

helle·bodem

hellebodem stM. ‘Höllengrund’ gedenke daz dvͦ unsich irlostis / uon deme helle bodeme Ägidius 1677 MWB 2 1329,59; Bearbeiterin: Herbers

Hundsodem

Wander

hunds·odem

Hundsodem Do ist öll Hundsodem ebbes anders los. ( Bietigheim. )

Hërdbodem

Idiotikon

Hërdbodem Band 4, Spalte 1030 Hërdbodem 4,1030

kessibodem

KöblerMhd

kessibodem , st. M. Vw.: s. kezzelbodem

kezzelbodem

KöblerMhd

kezzel·bodem

kezzelbodem , st. M. nhd. Kesselboden Hw.: s. kezzibodem Q.: Seuse (1330-1360) E.: s. kezzel, bodem W.: nhd. Kesselboden, M., Kesselboden, D…

kezzibodem

KöblerMhd

kezzi·bodem

kezzibodem , st. M. nhd. „Kesselboden“, Boden des Kessels Hw.: s. kezzelbodem E.: s. kezzī, bodem W.: nhd. DW- L.: Hennig (kezzibodem)

keʒʒelbodem

MWB

keʒʒelbodem stM. ‘Kesselboden’ nu sint etlichú menschen als blint, wan sú daz ewig lieht an im selber nút moͤgen gesehen, so vallent sú …

kornbodem

KöblerMhd

korn·bodem

kornbodem , st. M. nhd. Kornboden, Boden wo das Getreide lagert Q.: Chr (1449/1450) E.: s. korn (1), bodem W.: s. nhd. Kornboden, M., Kornbo…

metbōdem

MNWB

met·bodem

° metbōdem , m. , Fleischbütte ? (Ub. Hildesh. 6, 390), vgl. „ metebodem croca, vannus” (SL).

mülbodem

KöblerMhd

mülbodem , st. M. nhd. „Mühlboden“, untere Mühlsteine Q.: Voc (1477?) E.: s. mül, bodem W.: nhd. Mühlboden, M., „Mühlboden“, Fußboden in ein…

salzbrodem

DWB

salz·brodem

salzbrodem , m. und salzbradem Jacobsson 3, 494 a , der brodem oder dampf, der beim sieden der salzsole aufsteigt. Campe.

upperbōdem

MNWB

upper·bodem

° upperbōdem , m. : oberer austauschbarer Boden eines Fasses, „ Niemandt sol sick vnderstaen einige olde Tunnen thom Heringh tho foͤren, jdt…

vazbodem

KöblerMhd

vaz·bodem

vazbodem , st. M. nhd. Fassboden Q.: DW2 (1463) E.: s. vaz, bodem W.: nhd. Fassboden, M., Fassboden, DW 3, 1361, DW2 9, 160 (Faszboden) L.: …

ërtbodem

MWB

ërtbodem stM. auch erden- ( Daniel ). 1 ‘Erdoberfläche’ 2 ‘Erde, irdische Welt’    1 ‘Erdoberfläche’ swaz chreset oder lebet / ûf dem ertpod…