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neiden

nhd. bis sprichw. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

neiden verb.

Bd. 13, Sp. 554
neiden, verb. das ahd. kennt nur ein schwachformiges von nîd abgeleitetes nîdôn (nîthôn) und nîden, das mhd. nach analogie von lîden, mîden, rîden, schîden, snîden gewöhnlich starkformig conjugiert wird, wovon sich überreste bis ins 16. jahrh. erhalten haben, z. b.: sy nyde (invidit) bibel v. 1483 19a; sie nieden. Meisterlin 172, 29; sie nydten (inviderunt) Terent. deutsch (1499) 48b; partic. geniden Mathesius hochzeitpred. x 4a. H. Sachs 1, 304, 7. Ringwald laut. w. 110. nach den bedeutungen von neid heiszt neiden. 11) mit hasz verfolgen, hassen, besonders aus misgunst: mhd. ouch enruoch ich waʒ mich nîdet des künic Etzelen wîp. Nibel. 1720, 4; daʒ si mich von schulden müeʒen nîden, sô mîn liep in herzeleide tuo. Walther 63, 16; er hæte ouch Dieterîchen ê durch sîne werdekeit geniten. Engelhard 1677; nhd. dieselben nieden auch die (variante neideten an die, neidetten die), die grosze pfrünt hetten. Meisterlin 172, 29; sie nydten mich erbermlich. Terent. deutsch (1499) 48b; da Isaac von seinen nachbarn geniden und ins salz gehauen und vertrieben wurde. Mathesius hochzeitpred. x 4a; das er viel guts hatte an kleinem und groszem vieh, .. darumb neideten in die Philister, und verstopfften alle brünne, die seines vaters knechte gegraben hetten. 1 Mos. 26, 14; und seine brüder neideten in. 37, 11; da Rahel sahe, das sie dem Jacob nichts gebar, neidet sie ire schwester. 30, 4; umm des willen Socrates von Anylo .. gneidt und hefftig verclagt ward. Frank chron. 105b; also das sy hart darumb einander neiden. weltb. 109b; der mensch ist beschaffen an statt gottes auff erden, denselbigen mag der teuffel anführen und neiden. Paracels. 2, 319b; eine hand kratzet vielmahl die andere oder den fusz, oder auch wol ein ander glied, dasz blutet, solte darumb flugs eines das ander neiden und ihm nichts mehr zu gut thun wöllen? Kirchhof wendunm. 3, 361 Öst.; die auff erd .. von gottlosen wurden genieden. H. Sachs 1, 304, 7; die laster sind beliebt, die tugend wird geneidet. Hallmann Mariamne 22; in verbindung mit hassen, verfolgen: hassen und neiden, odire, zelare. voc. inc. theut. i 2a; das man sie .. hasset noch neidet. pred. 9, 6; das sich die zwo heilige schwestern ... neiden und hassen. Luther 4, 166b; er wurde geneidet und verfolgt von seinem eigenen schwiegervater. Schuppius 173. 569. 22) neid gegen einen oder über etwas empfinden oder äuszern; nach dem heutigen sprachgebrauche gewählter und dichterischer als das synonyme beneiden ('neiden ist auszer der dichtkunst von beneiden grösztentheils verdrängt'. Heynatz 2, 287). 2@aa) absolut: mhd. swer nîden in dem muote tuot, daʒ sîn lîp niemen êren gan, der ist ein ungemuoter man. swer sô nîdet, swâ geschiht einem wol, daʒ er des niht hât getân, der nît ist guot: swer alsô nît, derst wol gemuot. Lichtenstein 292, 26 ff.; nhd. neiden und geneidet werden, ist das meiste thun auf erden. Logau 2, 3, 69; wer neidet der leidet. Stieler 1343. Simrock sprichw. 402; lasz neider neiden und hasser hassen. 404; mit einer lust, die, wenn sie neiden könnten, die engel, die auf sie herunter sahn, die engel selbst beneidenswürdig nennten, legt sie an ihre brust den holden säugling an. Wieland Oberon 8, 78; drei neider sind im streit, wer könn am besten neiden. Rückert brahm. 4, 38; particip neidend, neidisch: und wenn sie neidend hie und dort dir schatten würfen vor, geh ruhig deines weges fort. Herder 1, 355 Hempel; o, so hätt' ihn geschwind, neidend, Aurora geweckt. Göthe 1, 262; neidend singen wir dein loos. 41, 243; neidend stand das andere licht (der mond) und sah, dasz es die herrliche (sonne) nicht zu überglänzen vermochte. Herder blumenlese aus morgenl. dichtern 14. 2@bb) mit dem accusativ der person (oder personification), die man beneidet: ahd. joh ouh thaʒ bimîde, er man nihein ni nîde. Otfrid 2, 18, 16; mhd. der man der wirdet al die frist, die wîle und er geniten ist. Tristan 8402; doch wart er anderswâ geniten, daʒ er geworben hete alsus. troj. krieg 10260; nhd. diese zwei (augen) neiden einander nit, wiewol sie gleich seind im ampt. Keisersberg pred. 110; ich sahe an erbeit und geschickligkeit in allen sachen, da neidet einer den andern. pred. Sal. 4, 4; nim nicht zu rat, die dich neiden. Sir. 37, 11; ich habe in (cederbaum) so schöne gemacht, das er so vil este kriegt, das in alle lüstige bewme im garten gottes neideten. Hes. 31, 9; seine bürger neideten ihn. Reiszner Jerus. 1, 121a; hohe werden gemeiniglich geneidet. Butschky Patm. 67; lebe! das dich mancher neide. Logau 3, 5, 48 (59); wer mich neidet, lobet mich, kränkte sonst mit mir nicht sich. 3, zugabe 107; ein kluger und glücklicher mensch wird geneidet. pers. rosenth. 1, 7 überschrift; er ist nicht zu neiden, nicht beneidenswerth. Denzler 211a; unter der banck neidet man niemand, humilius sed tutius. Aler 1458a; und seh ich, wie ihr oft .. genie verläumdet, tugend (tugendhafte menschen) neidet. Gotter 1, 447; ihn bist du verdammt zu neiden? 2, 430; mein Hermann sogar soll mich neiden! Klopstock 8, 78; du bist ein kühner mann .. ich neide dich. 90; neide mich! schon von dem gefühl der gesundheit froh, hab' ich, weit hinab, weisz an dem gestade gemacht den bedeckenden krystall. 1, 197; ... grünet denn, überlebt; ich neid euch nicht, eichen. 2, 20; dennoch neid ich dich. 2, 211; hatt ihn nicht gott also geschmückt und mit dichten ästen erhöht, dasz die bäum ihn in dem garten gottes neideten? Mess. 20, 346 s. 245 (s. oben Hes. 31, 9); ein mann, der seinen collegen neidet. Claudius 1, 82; der ackermann kennet nur einen nachbar, der handwerker einen zunftgenossen, den er begünstigt oder neidet. Herder ideen 2, 181; dasz ich nun .. diese liebe Kamilla habe, und alles mich neidet. Klinger 1, 47 (die zwillinge 2, 4); dich küssend .. neid ich die götter nicht. Gerstenberg 2, 275; bleibst du mir nur, so werd ich keine neiden, die sich durch gold und purpur glücklich schätzt. Wieland Oberon 7, 77; ein frommer jüngling wird mich neiden. Göthe 4, 110; wie held und dichter sich einander suchen und keiner je den andern neiden soll. 9, 135 (Tasso 2, 1); sein talent kann niemand sehn, der ihn nicht neidet, niemand ihn beneiden, der ihn nicht haszt. 9, 224 (Tasso 5, 1); nicht euch, himmlische dort oben, neidet sie (Polyxena) in ihrem traum. Schiller 11, 371; und schon die gattin neidete ich im geist, die einst an deiner seite stehen würde. Platen (1847) 3, 25; wer allen neid will gar vermeiden, der darf sich keiner tugenden befleiszen. den schlechten mann wird ein noch schlechtrer neiden; der völlig schlechte nur mag unbeneidet sein. Rückert 4, 368. 2@cc) der gegenstand, über den man neid empfindet, um den man eine person beneidet (mit misgunst oder nur mit dem wunsche ihn auch zu besitzen), wird beigesetzt 2@c@aα) durch präpositionale fügung: mich der gnadengaben halber, so mir gott verliehen, zu neiden. Butschky Patm. 59; dieses vortel kan ich leiden, wil auch keinen drüber neiden. Logau 1, 7, 33; der neid ist gröszer als wol das, worüber wir uns neiden. 3, 9, 86; Euterpe neidet sie (eam) im sange. Bürger 18b; besonders mit um: mhd. Rachel nîdet ir swestir sint umb ir schôniu chint. Milstätter genesis 57, 10; nhd. deshalb ihm auch mit nichte zim, seinen nechsten darumb (um gottes gaben) zu neiden. H. Sachs 2, 185, 6; und umb was mich dieser neidet ist, an dem er mangel leidet. Fleming 83 L.; ich neide niemand üm das, was er hat: wie ich auch nichts habe, darüm man mich neiden möchte. S. v. Birken Marg. 26; einen um sein lob und sein ehr neiden. Aler 1458a; wenn mich andre neiden um weiszheit und gelassenheit. Günther 1125; wie um ihre huld sich alles neidet. Bürger 5a; doch neid ich nicht das bonzenheer um seine dicken köpfe. 40a; nicht um dich — um deine lieder wollen, müssen wir sie (Suleika) neiden. Göthe 5, 163; doch um einen lilienstengel will man mich besonders neiden. 47, 265; welche fürstin neidete nicht das arme Clärchen um den platz an seinem (Egmonts) herzen! 8, 193; man machte ihm geschenke, neidete sich um seine kleinen billets, die immer einen witzigen einfall brachten. Gutzkow ritter (4. aufl.) 8, 265; warlich, um dis vorrecht musz dich ein könig neiden. Rückert 1, 299. 2@c@bβ) durch einen nachfolgenden satz: mhd. die ungetriuwen nîdent, daʒ er ist bî guote, bî êren und bî wirdikeit. minnesinger 3, 88a; keiser Augustus nîdete, daʒ sîn mânde eines tages kurzir was, danne Julius. Meinauer naturl. 17; der da neit in seinem herzen, ob ein armer man hat ein chlainot in seiner gewalt. gesta Roman. (14. jahrh.) 86 K. 2@dd) oder der gegenstand bildet das object in dem bei c angegebenen sinne: mhd. eine ich mir ze trûte nam, die ich immer triute. daʒ nîdent ander liute. Neidhart 24, 6; der neit sîn hôhen êre .. daʒ er in arges niht erlieʒ. Engelhard 1665; nhd. ob sie dann unsern eingank neiden. fastn. sp. 390, 26; was hasset doch den edelmann der bürgersmann so viel? er neidet das, was er nicht ist und gerne werden wil. Logau 1, 10, 14; das wirst du neiden, wenn ich u. s. w. Klopstock 2, 33; B. erhob das haupt, und, ich neide die wandlung! rufte sie, aus der vergangenheit nacht. 2, 148; diese (blume) buhlt um ihre (der rose) gnade, hundert neiden ihre reize. Herder stimmen d. v. 227; ich weisz, ihr neidet die pracht der palläste des hohen Karthago. Bürger 245b; unzufriedener mann! du bist ein dichter, und neidest jenes alten talent? Göthe 1, 307; ich neide nichts, ich lasz es gehn. 4, 316; neidet nicht schon jetzt jeder seinen ruhm? Klinger 1, 22. 2@ee) mit dem dativ der person und accusativ der sache, beneiden um (s. th. 1, 1470): man neidet ihnen die sach; man neidet den leuten ihren nutzen. Aler 1458a; ja, behaltet sie für euch, diese schlacht. Hermann wird sie euch nicht neiden. Klopstock 9, 342; ich neide Polyphonten nicht die krone. Gotter 2, 230; neid es ihm nicht, wenn ihm sein Marser-klient .. frische salzfisch sendet. Herder lit. 11, 182; der vater neidet ihn (schatz) dem sohn. Göthe 9, 283; neid ich ihm die selge stunde, wo er deinen blick genieszt. 47, 194. 33) durch neid vorenthalten oder entziehen: was ihr das schicksal neidete am leben, sei von der liebe ihr ins grab vergolten. Rückert 2, 58. 44) durch neid bewirken, erzeugen: ja sprichstu, was ist es, das man mich hasset, man hat mir noch kein bül (beule) auf den kopf geneidet. Keisersberg narrensch. 42a.
10412 Zeichen · 223 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Neiden

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Neiden , verb. reg. act. welches die vierte Endung der Person erfordert; jemanden neiden, über dessen Vorzüge und Wohlst…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    neiden

    Goethe-Wörterbuch

    neiden gelegentl subst Inf u PartPräs a Neid empfinden, jdm etw nicht gönnen, jdn etw nicht genießen lassen wollen; bes …

  3. modern
    Dialekt
    neiden

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    neiden neiten nieten in den Zss. tau-, ümneiden ; gewöhnlich in der hd. Lautform nieten: dei Isen warden apen niet't ind…

  4. Sprichwörter
    Neiden

    Wander (Sprichwörter)

    Neiden 1. Da man mich neid, ward mir der Ars erst breit. – Gruter, III, 13; Lehmann, II, 76, 23. 2. Es ist besser geneid…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit neiden

45 Bildungen · 5 Erstglied · 37 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von neiden 2 Komponenten

nei+den

neiden setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

neiden‑ als Erstglied (5 von 5)

Neidenburg

Herder

neiden·burg

Neidenburg , ostpreuß. Stadt im Reg.-Bez. Königsberg, mit 3300 E.

Neidenfels

PfWB

neiden·fels

Neiden-fels ON : Dorf im Kr. NW, Neidefels u. Neirefels [ Christmann SN I 409]; Neckname seiner Bewohner s. Papierlumpen .

neidenswerth

DWB

neiden·s·werth

neidenswerth , adj. und adv. wie beneidenswerth. 1 1) von personen: sie waren beinah schon über dem grabe, neidenswerth, wenn dem bruder ein…

neidenswürdig

DWB

neiden·s·wuerdig

neidenswürdig , adj. wie beneidenswürdig: wie neidenswürdig schien mein glück! Wieland Idris 1, 76 ; was selbst den kummer neidenswürdig mac…

Neidentflammt

Campe

neid·entflammt

◬ Neidentflammt , adj . u. adv . von Neide gleichsam entflammt, von heftigem Neide ergriffen. Der neidentflammte Hermeias. Baggesen.

neiden als Zweitglied (30 von 37)

abschneiden

DWB

abschneiden , amputare, davon schneiden, nnl. afsnijden, mhd. abe snîden. sinnlich: das korn vom acker, die blume vom strauch, die traube vo…

afsneiden

KöblerMnd

afsneiden , sw. V. Vw.: s. afsnēden

alplohnschneiden

DRW

alplohnschneiden den Lohn in die Teßle einschneiden SchweizArchVk. 11 (1907) 192

anschneiden

DWB

anschneiden , incidere, admordere, delibare: brot, fleisch, käse, kuchen anschneiden; auf dem kerbholz anschneiden. das korn, das getraide i…

aufschneiden

DWB

auf·schneiden

aufschneiden , dissecare, nnl. opsnijden. 1 1) aufkerben, dem holz einschneiden; der bank, der rinde des baums den namen aufschneiden. 2 2) …

ausschneiden

DWB

aus·schneiden

ausschneiden , exsecare, exscindere, ahd. arsnîdan, ûʒarsnîdan ( Graff 6, 841 ), nnl. uitsnijden. 1 1) einem die zunge ausschneiden: man sol…

außereinanderschneiden

DRW

außereinanderschneiden auseinanderschneiden vgl. A-B-C deser zedulen synt zwa gelych sprechende ... oevermitz boichstaven ABCD etc. uysser e…

Bandschneiden

Wander

band·schneiden

Bandschneiden Er geht Bandschneiden. Band zum Binden der Garben. Da die Weidenbäume meist in der Nähe von Flüssen wachsen, so ist mit dem Sc…

beneiden

DWB

ben·eiden

beneiden , invidere, nnl. benijden. 1 1) mit acc. der person oder sache: ich beneide dich nicht; er beneidet alle leute; du wirst darum bene…

beschneiden

DWB

beschneiden , circumcidere, amputare, mit der bedeutung von be = um, umbi, wie die angegebnen lat. wörter circum und am, amb ἀμφί enthalten;…

durchschneiden

DWB

durch·schneiden

durchschneiden , perscindere persecare, mhd. durchsnîden, niederd. dôrsnîen Schambach 46 a , niederl. doorsnijden. 1 1. untrennbar. 1@a a. e…

EHRABSCHNEIDEN

DWB2

ehr·abschneiden

EHRABSCHNEIDEN vb. zuss. mit ehre f. II B 1. jmds. ruf schädigen, jmdn. verleumden: u1475 (nicht hinder rede) var. ( zusatz ) oder erabschne…

einschneiden

DWB

ein·schneiden

einschneiden , incidere, nnl. insnijden. 1 1) einen schnitt in etwas machen: der diamant schneidet in glas ein; seinen namen in den baum, in…

herausschneiden

GWB

heraus·schneiden

herausschneiden einmal Getrenntschr etw aus etw (einer Pappe, einem Bild uä) mit einem Messer, einer Schere herauslösen Zuvörderst messe man…

hineinschneiden

GWB

hinein·schneiden

hineinschneiden Getrenntschr 26,325,4 a etw (Loch, Lücken, Form) in etw schneiden; einmal im Bild Ich habe bey meiner Redaction [ von Kotzeb…

Krabbenschneiden

Wander

krabben·schneiden

Krabbenschneiden Krabbenschneiden gehen. So nannte man im 18. Jahrhundert das Verfahren der Soldaten in Deutschland, namentlich in der Mark,…

leibschneiden

DWB

leib·schneiden

leibschneiden , n. schneidendes weh im unterleib: wer so sich stopft wie du dich gestopft, — und den magen pfropft wie du ihn gepfropft, — d…

Meineiden

Campe

mein·eiden

✱ Meineiden , v. trs . des Meineides beschuldigen. »Der einen menschen meinaydet.« bei Oberlin. D. Meineiden .

nachschneiden

DWB

nach·schneiden

nachschneiden , verb. 1 1) scalpturam imitari Stieler 1899 . 2 2) schneidend nachbessern: mit einer nachgeschnittenen feder ist, wie erfahrn…

Ohrenabschneiden

DRW

ohren·abschneiden

Ohrenabschneiden, n. eine Leibesstrafe Sachhinweis: HRG.¹ III 1227 die merklich scheden mit stocken, blochen, orenabschneiden und dergleiche…

Pfennigbeschneiden

DRW

pfennig·beschneiden

Pfennigbeschneiden, n. Verkleinerung und damit Wertminderung von Münzen durch Abschneiden der Ränder vgl. kippen, Münzverfälschung d[arumbe]…

Riemenschneiden

DRW

riemen·schneiden

Riemenschneiden, n. Strafe und Folter, wobei ¹Riemen (II) aus der Haut eines Delinquenten geschnitten werden bdv.: Riemenschnitt kombt aber …

schneiden

DWB

sch·neiden

schneiden , verb. secare, incidere, gemeingerman. wort ohne urverwandte bildungen in den übrigen indogerman. sprachen. goth. sneiþan, prät. …

Schweinschneiden

DRW

schwein·schneiden

Schweinschneiden, n. (privilegierte) Tätigkeit, Gewerbe des Kastrierens von ¹Schweinen (I); auch das Privileg hierzu sowie die Einnahmen dar…

Strohschneiden

DRW

stroh·schneiden

Strohschneiden, n. Zerkleinern von Strohhalmen zu Häcksel daß die jenigen personen, so sich deß stroschneidens ernehren, hin vnd wider bey d…

Ableitungen von neiden (3 von 3)

beneiden

DWB

beneiden , invidere, nnl. benijden. 1 1) mit acc. der person oder sache: ich beneide dich nicht; er beneidet alle leute; du wirst darum bene…

verneiden

DWB

verneiden , verb. 1) aus neid miszachten, zurücksetzen: Jacobs söhne, welche ihren bruder Joseph böslich verneideten und verkauften. Butschk…

zerneiden

RhWB

zer-neiden: sich z., vor Neid vergehen Neuw-Datzeroth .