Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
mündel m.
mündel , m. der der mund ( sp. 2683), dem schutze eines andern befohlen ist. der oberdeutsche ausdruck dafür ist mündling, s. d.; die form mündel, der ein mittellat. mundilio ( qui sub tutela est. Du Cange von Henschel 4, 575 c . 576 a aus dem 8. und 10. jh. ) vorhergeht, erscheint zufrühest niederdeutsch und friesisch, und zwar masculin in bezug auf personen beiderlei geschlechts: umme des willen dat he is des konninghes mündele, dat is ein persone de voermunder behovet. Richthofen 65, 10 in einem nd. text, wofür westfries.: om dat dio wedve is des koninges mondele; niederl. mondelijn pupillu…